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Unterkulm – Sanierung Ortsdurchfahrt und Böhlerknoten

Die Hauptstrasse in Unterkulm muss saniert werden. Zudem befindet sich das Trassee der Aargau Verkehr AG im Strassenraum der Hauptstrasse und muss deshalb an die geltenden Vorgaben des Bundes angepasst werden. Mit der Strassensanierung und dem Umbau des Böhlerknotens wird die Leistungsfähigkeit der Strasse aufrechterhalten und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht.

Die Beläge der Hauptstrasse (K 242) in Unterkulm sind stark sanierungsbedürftig. Damit die vom Verkehr belastete Kreuzung künftig auch in den Spitzenstunden leistungsfähig ist, wird der Böhlerknoten zu einem T-Knoten umgebaut. Weiter werden die Verbindungen für die Velofahrenden sowie die Fussgängerinnen und Fussgänger verbessert und so die Verkehrssicherheit erhöht. Die Strasse wird mit einem lärmoptimierten Deckbelag realisiert.

Teil des Projekts ist die sicherheitstechnische Trennung der Aargau Verkehr AG (AVA). Die Trassen der AVA müssen von der Kantonsstrasse getrennt werden, damit die Bahnübergänge den aktuellen Vorschriften des Bundesamts für Verkehr entsprechen. Weiter wird die Haltestelle Zentrum angepasst.

Dialog mit Bevölkerung als Auftrag

2019 wurde dem Grossen Rat der Projektkredit zur Genehmigung unterbreitet. Er ist auf das Geschäft nicht eingetreten und hat stattdessen den Auftrag zum Dialog mit der Bevölkerung formuliert. Nach Abschluss der Verfahren kann voraussichtlich 2022 ein neuer Kreditantrag eingereicht werden.

In Unterkulm arbeitet die Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt an zwei Projekten: Zum einen das Projekt Hauptstrasse, das aus drei Elementen besteht: Sicherung der Bahnübergänge entlang der Hauptstrasse (K 242), Sanierung des Knotens Böhler und Sanierung des angrenzenden Abschnitts bis zur Wyna-Brücke. Und zum anderen das Projekt Böhlerstrasse (K 237), mit dem ein durchgehendes Trottoir von der Wynastrasse bis zum Talweg erstellt wird. Für dieses Projekt hat der Grosse Rat 2019 den Projektkredit bewilligt.

Detaillierter Projektbeschrieb

Gesamtprojekt

Situationplan zeigt die Kantonsstrassen und den Böhlerknoten in Unterkulm Bild vergrössern
Übersichtplan Unterkulm

Die Kantonsstrasse K 242 führt von Aarau über Suhr und Gränichen durch das Wynental bis zur Kantonsgrenze Luzern. Sie stellt hauptsächlich die regionalen Verkehrsbeziehungen im Wynental sicher. In Unterkulm zweigt von der K 242 (Hauptstrasse) nach Westen die Böhlerstrasse (K 237) ab und führt über den Böhler nach Schöftland.

Die Beläge der Hauptstrasse werden saniert und mit einem lärmarmen Deckbelag ausgestattet. Teilweise wird die Linienführung der Hauptstrasse leicht angepasst. An der Kreuzung Böhler (K 242/K 237) wird ein T-Knoten mit Lichtsignalanlage erstellt. Weiter werden die Verbindungen für die Velofahrenden sowie die Fussgängerinnen und Fussgänger verbessert und so die Verkehrssicherheit erhöht. Die Strassenübergänge werden angepasst und ergänzt: In Schulhausnähe werden spezielle Übergänge für Velos bei der Hauptstrasse und bei der Böhlerstrasse erstellt.

Die Trassen der Aargau Verkehr AG (AVA, ehemals WSB) werden angepasst und durch ein technisches Element optisch von der Kantonsstrasse getrennt. Weiter wird die Haltestelle Zentrum angepasst.

Das Projekt wird unterteilt in drei Teilprojekte sowie ergänzende, langfristige Überlegungen zur Anpassung der Verkehrssituation in Unterkulm:

Abschnitt Mitte – Bahnhof Unterkulm Nord bis Böhlerknoten

Strassenplan zeigt Abschnitt vom Bahnhof Unterkulm Nord bis Böhler Knoten Bild vergrössern
Bahnhof Unterkulm Nord bis Knoten Böhler

Im Abschnitt Mitte wird der östliche Strassenrand um rund 40 Zentimeter nach Osten geschoben. Dadurch kann der Sicherheitsabstand zwischen Strasse und Bahn erhöht werden. Ein technisches Sicherungselement trennt die Strasse und das Bahntrasse, um das abrupte Befahren der Bahntrasse von Velo und motorisiertem Individualverkehr zu verhindern.

Die zurzeit geplante Fussgängerquerung wird mit einer Wartefläche zwischen Strasse und Bahntrasse ausgestattet. Alternativ kann die Fussgängerquerung – wie heute – mit einer Lichtsignalanlage gesichert werden. Zwischen dem Trottoir West und der Bahntrasse sind normgerechte Sicherungselemente zur Erhöhung der Verkehrssicherheit des Fussverkehrs vorgesehen.

Abschnitt Zentrum – Knoten Böhler

Situationsplan zeigt Knoten Böhler Bild vergrössern
Knoten Böhler

Der Knoten Juchstrasse bleibt erhalten, wobei die Aufteilung und Gestaltung des Strassenraums optimiert werden. Neu wird es in Fahrtrichtung Oberkulm eine Abbiegespur in die Juchstrasse geben, um so den Verkehrsfluss zu verbessern.

Am Knoten Böhler (K 242/K 237) wird ein T-Knoten mit einer Lichtsignalanlage erstellt. Die drei Arme des Knotens werden mit je einer neuen Abbiegespur realisiert. So kann die Leistungsfähigkeit für die kommenden Jahre sichergestellt werden.

Wenn die Bahn in den Knoten fährt, können die beiden Fahrspuren in Richtung Norden und Süden befahren werden. Die Bahnanlage wird mit Barrieren zur Erhöhung der Verkehrssicherheit gesichert. Die beiden neuen Querungen über die Hauptstrasse und die optimierte Querung über die Böhlerstrasse tragen ebenfalls zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fussgänger und Fussgängerinnen sowie für Velos bei. Die bestehende Haltestelle Zentrum wird nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetztes umgebaut und die Länge des Perrons erhöht.

Abschnitt Süd – Knoten Böhler bis Gemeindegrenze Oberkulm

Situationplan zeigt Knoten Böhler bis Gemeindegrenze Oberkulm Bild vergrössern
Knoten Böhler bis Gemeindegrenze Oberkulm

Vom Knoten Böhler bis zur Gemeindegrenze Oberkulm werden die Strasse und das Bahntrassee optisch durch ein sicherheitstechnisches Element getrennt. Dies verhindert ein abruptes Befahren der Bahntrasse von Velo und motorisiertem Individualverkehr. Der Abstand der beiden Fahrbahnen wird so verbessert, dass sich die Lichtraumprofile der Bahn und der Fahrzeuge nicht mehr überschneiden. Die Erschliessung angrenzenden Parzellen erfolgt gebündelt über gesicherte Bahnübergänge.

Ab der Gemeindegrenze Oberkulm wird die Hauptstrasse umgebaut. Sie wird in ihrer Lage und Breite bis zum Wiesenweg unwesentlich verändert. Ab dem Wiesenweg wird der Verlauf der Hauptstrasse leicht angepasst: So, dass die geplante Fussgängerquerung mit der notwendigen Wartefläche realisiert und der Sicherheitsabstand zwischen Strasse und Bahn vergrössert werden kann.

Ab Gemeindehaus wird die Situation auf den angepassten Knoten ausgelegt: Der Abstand zwischen Strasse und Bahn vergrössert sich, um Raum für den Wartebereich der Fussgängerquerung im Haltestellenbereich zu schaffen. Ebenso können dadurch bahntechnische Vorgaben eingehalten werden, welche für den behindertengerechten Ausbau der Haltestelle Zentrum notwendig sind.

Langfristige Überlegungen

Arbeiten für die langfristigen Überlegungen wurden Anfang 2021 durch die Abteilung für Verkehr des Kantons gestartet. Als Grundlage wird eine Siedlungsanalyse des Wynentals erarbeitet. Diese kann als Grundlagen für mögliche Variantenstudien zu den langfristigen Alternativen genutzt werden. Hierzu findet zur gegebenen Zeit der Austausch mit der Bevölkerung statt.

Langfristige Projekte (wie ein Tunnel oder eine Umfahrung) bedingen einen Planungsprozess mit Richtplananpassung und betreffen die ganze Region Aargau-Süd. Dabei müssen auch die langfristigen Finanzierungsmöglichkeiten mit Bund, Kanton und Gemeinde berücksichtigt werden. Die Zuständigkeit für solche grossräumigen Massnahmen liegt beim Grossen Rat und ist referendumspflichtig.

Zahlen und Fakten

Termine

DatumVorgang
Dezember 2017 Öffentliche Projektauflage (Hängiges Verfahren)
Dezember 2019 Kreditantrag Grosser Rat (Geschäft verschoben)
März 2020–Sommer 2021
Beteiligungsverfahren Bevölkerung
Herbst 2021
Informationsveranstaltung: Das angepasste Sanierungsprojekt mit den Inputs aus den Workshops wird öffentlich vorgestellt.
2022
Kreditantrag
2022 / 2023
Neuauflage
2023 / 2024
Landerwerbsverfahren
ab 2025Baustart möglich

Kosten

- (Kein Eintrag) in Mio. Franken
Baukosten16,1
Honorare 3,3
Landerwerb0,7
Übriges0,3
Kreditrisiko 2,0
Gesamtkosten22,4

Kostenteiler

- (Kein Eintrag) in Mio. Franken
Spezialfinanzierung öV9,7
Kanton Aargau 9,0
Gemeinde Unterkulm 3,7
Gesamtkosten22,4

Aktuelles

Dialogverfahren mit Interessensvertretern

Um den Auftrag des Grossen Rat zu erfüllen, befindet sich die Gemeinde Unterkulm, das Departement Bau, Verkehr und Umwelt sowie die Aargau Verkehr AG (AVA) im Dialog mit der Bevölkerung von Unterkulm. Diese ist durch die Teilnehmenden der Interessensgruppen vertreten.

Es war angedacht, die Hauptthemen durch die Teilnehmenden zu ermitteln und diese dann durch die Bevölkerung von Unterkulm bearbeiten zu lassen. Aufgrund der Covid-Einschränkungen werden die Themen nun durch die Vertretenden der Interessensgruppen bearbeitet.

Eines der Resultate daraus ist, dass die Abteilung für Verkehr des Kantons mit Überlegungen für langfristige Lösung gestartet hat. Weiter werden zurzeit mit der Interessensgruppe weitere mögliche Projektskizzen für eine kurz-/mittelfristige Lösung entwickelt. Es ist geplant, die Resultate aus dem Dialogverfahren im Herbst 2021 der breiten Bevölkerung vorzustellen.

Medien und Dokumentatioln

Medienmitteilungen

Medienberichterstattung

Historie

Datum Vorgang
2012
Start Projektierung
2014Abschluss Vorprojekt
Ende 2017


Projektauflage (mit Kreisel): Das Kantonsstrassenprojekt mit Sicherung des Bahntrassees wurde öffentlich aufgelegt und es fand eine öffentliche Anhörung statt. Die Verzweigung Hauptstrasse/ Böhlerstrasse wurde darin als Kreisel ausgebildet. Die Ergebnisse der Anhörung und einige Einwendungen übten Kritik an der gewählten Knotenform.
April 2018
Gemeinde und Kanton beschliessen, die Verzweigung Hauptstrasse/Böhlerstrasse anstatt als Kreisel neu als T-Knoten mit Lichtsignalanlage weiterzuplanen.
Juli 2018
Der Regierungsrat hat entschieden, für das Projekt den Kredit beim Grossen Rat zu beantragen.
November 2019
Der Grosse Rat hat die Kreditgenehmigung bis auf weiteres verschoben und erteilte der Gemeinde Unterkulm den Auftrag, die mit der Bevölkerung von Unterkulm den Dialog zu suchen .
2020/2021Workshops zum Projekt "Sicherheit für alle" finden statt (kurzfristige bauliche Massnahmen):
Gemeinderat, Kanton und AVA führen gemeinsam ein Dialogverfahren mit Beteiligung der Bevölkerung und den unterschiedlichen Interessengruppen durch. Dabei werden zunächst mit einer Spurgruppe aus Vertretern dieser Gruppen alle Themen aufgenommen, die diskutiert werden sollen und bei denen Gestaltungsspielraum besteht.

Bilder zum Download

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