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Bildung

Bildungslandschaft im Kanton Aargau

Frauen ab einem Alter von 32 Jahren arbeiten häufig Teilzeit

Lehrpersonen der Volksschule nach Alter, Beschäftigungsgrad in Kategorien und Geschlecht, 2021/22. © Statistik Aargau

Im Schuljahr 2021/22 arbeiten an der Aargauer Volksschule 9'114 Lehrpersonen in 5'841 Vollzeitstellen. Etwa die Hälfte der Frauen im Alter bis 32 Jahren arbeiten Vollzeit. In den Altersklassen ab 32 Jahren nimmt dieser Anteil ab und etwa ein Drittel der Frauen ist vollzeitbeschäftigt. Die Verteilung des Beschäftigungsgrads in Kategorien ist bei den Männern über alle Altersklassen ausgeglichener.
An den Aargauer Mittelschulen sind 815 Personen angestellt, die insgesamt 497 Vollzeitäquivalente unterrichten und an den Aargauer Berufsfachschulen und berufsvorbereitenden Schulen arbeiten 960 Lehrpersonen in 561 Vollzeitstellen.

Aargauer Volksschule zählt 9'000 Lernende mehr als vor neun Jahren

Lernende der öffentlichen Volksschule, 1980–2021. © Statistik Aargau

Zwischen 2012 und 2021 ist die Zahl der Lernenden in der Aargauer Volksschule von 70'064 auf 79'136 Jugendliche angestiegen. Dies entspricht einer Zunahme von 9'072 Lernenden oder 13,0 Prozent. Im aktuellen Jahr stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent.
Die grösste Gruppe bilden die Lernenden in Primarschulen. Sie sind durch die Umstellung des Schulsystems im Schuljahr 2014/15 stark angewachsen und sind seit diesem Bruch in der Datenreihe weiterhin stetig angestiegen (+5'242 Lernende oder 13,7 Prozent). Die Zunahme setzt sich nun zeitlich verschoben in der Sekundarstufe I fort.

Weitere Zunahme der Abschlüsse in der beruflichen Grundbildung im Bereich Gesundheit bei den Frauen

Abschlüsse der beruflichen Grundbildung (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ und Eidgenössisches Berufsattest EBA) nach Geschlecht, 2011–2021. © Statistik Aargau

Die Statistik der Bildungsabschlüsse umfasst die Zahl der jährlich verliehenen Fähigkeitszeugnisse, Berufsatteste, Diplome und Maturitätsabschlüsse auf der Sekundarstufe II. Im berufsbildenden Bereich konnten im Jahr 2021 insgesamt 4'931 Lernende ein Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder ein Eidgenössisches Berufsattest (EBA) in Empfang nehmen. Bei den allgemeinbildenden Schulen (inklusive Passerelle) waren es 1'509 Lernende, die einen Mittelschulabschluss machten: Bei 1'175 davon handelte es sich um (Fach-)Maturandinnen und (Fach-)Maturanden und bei 213 um Empfängerinnen und Empfänger eines Fachmittelschuldiploms. Eine Berufsmaturität (BM I oder BM II) wiederum erlangten 1'000 Absolventinnen und Absolventen.

Die Abschlüsse der beruflichen Grundbildung (EFZ/EBA) unterscheiden sich zwischen den Geschlechtern. Frauen schliessen hauptsächlich im gesundheitlichen und kaufmännischen Bereich ab. Männer schliessen mehrheitlich im gewerblichen Bereich ab.

Stabile Situation für die Abgängerinnen und Abgänger der Regelschule im Kanton Aargau

Anschlusslösungsgruppen der Regelschule, 2011–2021. © Statistik Aargau

Von den 6'243 Abgängerinnen und Abgängern der Regelschule erreichen im Jahr 2021 5'213 Schülerinnen und Schüler, d.h. rund 84 Prozent, den Direkteinstieg in eine qualifizierende nachobligatorische Ausbildung auf Sekundarstufe II. Sie werden eine allgemeinbildende Schule oder eine berufliche Grundbildung absolvieren. 16 Prozent werden nach den Sommerferien ein Brückenangebot, eine Zwischenlösung oder ein Praktikum antreten und knapp 1 Prozent hat zum Zeitpunkt der Befragung noch keine Anschlusslösung gefunden. Mit 23,5 Prozent der Abgängerinnen und Abgänger zeigt sich der Anteil der angehenden Schülerinnen und Schüler einer allgemeinbildenden Schule konstant. Der Anteil der Jugendlichen, die nach den Sommerferien eine berufliche Grundbildung (Vollzeitschule oder duale Ausbildung) antreten, hat im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte zugenommen und stellt die grösste relative Zunahme dar. Einen leichten Rückgang erfährt die Gruppe derjenigen, die ein Brückenangebot, eine Zwischenlösungen oder ein Praktikum absolvieren (-1,1 Prozentpunkte). Absolut gesehen war die Zahl der Abgängerinnen und Abgänger ohne Anschlusslösung im Beobachtungszeitraum seit 2011 mit 52 noch nie so tief.

Die Hauptgründe für Lehrvertragsauflösungen ändern sich im Verlauf der Ausbildung

Lehrvertragsauflösungen nach Ausbildungsjahr und Gründe für Lehrvertragsauflösungen nach Ausbildungsjahr, 2015–2020 kumuliert

Im Zeitraum von 2015 bis 2020 wurden 13,8 Prozent der im 1. Lehrjahr laufenden Lehrverträge aufgelöst (5'083 von 36'778 Verträgen im 1. Lehrjahr in der betrachteten Zeitspanne von sechs Jahren). Der Anteil der Vertragsauflösungen nahm mit jedem zusätzlichen Lehrjahr ab. Im 4. Lehrjahr wurden 1,4 Prozent der Verträge abgebrochen (228 von 15'873 Verträgen im 4. Lehrjahr).

Im 1. Lehrjahr sind von 2015 bis 2020 knapp ein Drittel (32,8 Prozent) der Lehrvertragsauflösungen auf die Berufs- und Lehrstellenwahl zurückzuführen. Dieser Anteil nimmt im Verlauf der Ausbildungszeit ab. Ab dem 3. Lehrjahr steigt der Anteil der Vertragsauflösungen, die auf betriebsseitige Gründe zurückzuführen sind, insbesondere wirtschaftliche und strukturelle Gründe. In den ersten beiden Lehrjahren werden rund ein Viertel der Vertragsauflösungen mit der Leistung der Lernenden begründet. Dieser Anteil sinkt im 3. und 4. Lehrjahr auf rund 18 Prozent.

Lehrvertragsauflösungen sind nicht zwangsläufig mit einem Abbruch der Ausbildung verbunden. Sie können beispielsweise durch eine Veränderung der Lebenssituation der Lernenden (Privates Umfeld) gegeben oder rein technischer Natur sein (geänderte Vertragsbedingungen nach Fusion des Lehrbetriebs, Fachrichtungswechsel bei bestimmten Berufen usw.). Eine Person kann im Verlauf der Ausbildung mehrere Lehrverträge haben. Dies kann unter anderem der Fall sein, wenn der Lehrbetrieb gewechselt oder die Art der Ausbildung angepasst wird, wie beispielsweise bei der Umwandlung einer zweijährigen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) in eine drei- oder vierjährige Grundbildung mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) im gleichen Berufsfeld.

Anzahl Studierende an universitären Hochschulen und Fachhochschulen

Weitere Daten und Veröffentlichungen