Hauptmenü

Gemeinden

Klimaangepasste Ortsplanung

In der planerischen Umsetzung von Klimamassnahmen ergeben sich vielfältige Synergien, insbesondere mit den Themen Siedlungsqualität, Biodiversität, Mobilität und Energie.

Gemeinden können bei den gemeindeeigenen Bauten, Anlagen und Freiräumen eine Vorbildfunktion einnehmen. In der allgemeinen Nutzungsplanung kann mit gezielten Vorgaben zur klimaangepassten Gestaltung von Bauten, Strassen und Freiräumen den negativen Folgen des Klimawandels begegnet werden. Gemäss § 4 Abs. 1 lit. d BauV sind Massnahmen zur lokalen Hitzeminderung aufzuzeigen. Durch gezielte Massnahmen können Gemeinden dazu beitragen, die Aufenthaltsqualität von öffentlichen Plätzen und Räumen zu verbessern. Klimaanpassung kann in der Gemeinde durch Entsiegelung, Schaffen von Grünflächen, der Förderung von begrünten Dächern und Fassaden sowie effektiven Wasserbewirtschaftungsstrategien erfolgen. Wichtig ist auch, die Bevölkerung für hitzebedingte Risiken zu sensibilisieren. Durch die Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und anderen Akteurinnen und Akteuren können Gemeinden eine umfassende, nachhaltige und klimaangepasste Siedlungsentwicklung vorantreiben.

Auch die Biodiversität profitiert von einer klimaangepassten Ortsplanung. Naturnahe Grünflächen fördern die Artenvielfalt und bieten Lebensraum für die lokale Flora und Fauna. Besonders in dicht bebauten Gebieten sind Ausgleichsflächen und vernetzte Biodiversitätsflächen wichtig. Sie alle haben positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Bevölkerung, die Gesundheit und die generelle Aufenthaltsqualität.

Auch das Wassermanagement spielt auf Gemeindeebene eine wichtige Rolle. Das Prinzip der "Schwammstadt" möchte den natürlichen Wasserkreislauf wiederherstellen und speichert anfallendes Regenwasser lokal, anstatt es zu kanalisieren. Im Kanton Aargau gibt es dazu verschiedene Pilot-Projekte. Um eine nachhaltige Nutzung von Wasser sicherzustellen, erstellt der Kanton derzeit eine ganzheitliche Wasserstrategie.

Hilfsmittel

Die folgenden Instrumente und Dienstleistungen unterstützen die Gemeinden bei der Umsetzung der klimaangepassten Siedlungsentwicklung.

Finanzielle Mittel

Beratungsleistungen

Grundlagen

Weitere Informationen

Gute Beispiele

Strategie für hitzeangepasste Siedlungsentwicklung Aarau

Die Stadt Aarau hat eine Klimaanpassungsstrategie für hitzeangepasste Siedlungsentwicklung erarbeitet. Darin will die Stadt Aarau klimabedingte Risiken minimieren und sich als Stadt möglichst gut an die Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, anpassen.

Mehr dazu: Klimaanpassung – Stadt Aarau

Projekt "NATUR FINDET STADT"

Das Projekt NATUR FINDET STADT fördert die Biodiversität im Siedlungsraum auf öffentlichen Grünflächen und in privaten Gärten. Das Ziel ist es, möglichst viele Menschen dabei zu unterstützen, mit einfachen Mitteln die Natur in ihrer unmittelbaren Umgebung zu fördern und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für die Menschen zu erhöhen. Lanciert wurde das Projekt in Baden, mittlerweile machen über 20 Gemeinden mit. Die Teilnahme am Projekt startet in der Gemeinde mit der Aufwertung einer grossen oder mehreren kleinen öffentlichen Flächen. Die neu gestaltete Fläche wird der Bevölkerung an einem Festanlass präsentiert und Fachleute geben dazu Auskunft. Dies symbolisiert den Start für von der Gemeinde finanzierten Naturgartenberatungen für Privatpersonen.

Aktion Klimaoase

Grosse Bäume in stark bebauten Siedlungsgebieten verbessern die Lebensqualität der Bevölkerung, indem sie Schatten und Kühlung spenden und mehr Grün inmitten von Asphalt und Beton schaffen. Das Projekt Aktion Klimaoase unterstützt Aargauer Gemeinden dabei Bäume, die später zu Klimaoasen heranwachsen, in bebauten Siedlungsgebieten zu pflanzen und die Idee durch gemeinsame Baumpflanzaktionen von Gemeinde zu Gemeinde zu verbreiten. Dies im Sinne der ökologischen, aber auch der sozialen Nachhaltigkeit. Bisher wurden bereits in über 20 Gemeinden Bäume gepflanzt und weitere Aktionen sind in Planung.