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Programm S

Das Amt für Migration und Integration MIKA hat das Umsetzungskonzept zum Bundesprogramm "Unterstützungsmassnahmen für Personen mit Status S" (Programm S) erarbeitet. Es beinhaltet Erstintegrations- und Unterstützungsmassnahmen für Schutzbedürftige mit Status S.

(c) Kanton Aargau / hallo-aargau.ch

Die Schwerpunkte des Programm S werden beim Erwerb von Sprachkompetenzen, dem Zugang zum Arbeitsmarkt unter Nutzung der Regelstrukturangebote sowie bei Massnahmen im Bereich Frühe Förderung und Kinderbetreuung gesetzt.

In allen Förderbereichen des bestehenden Kantonalen Integrationsprogramms KIP sollen bereits bestehende Massnahmen dem zusätzlichen Bedarf entsprechend schrittweise ausgebaut werden.

Die bisherigen Prozesse und Abläufe bei der individuellen Integrationsplanung von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen (IAS) werden auch auf den Status S angewendet.

Aufgrund der Mengengerüste und der unsicheren Planungsgrundlagen erfolgt die Umsetzung ab sofort schrittweise und rollend. An dieser Stelle werden ab dem 9. Mai laufend aktuelle Informationen und Unterlagen zur operativen Umsetzung zur Verfügung gestellt.

Aktuelles

Rückerstattung Deutschkurse im Rahmen Programm S

Bis zum 6. Mai 2022 war die Übernahme von Deutschkurs-Kosten für Personen mit Schutzstatus S über die Unterstützungsbeiträge des Bundes nicht abschliessend geregelt. Aus diesem Grund hat der Kanton Aargau (MIKA) die Möglichkeit einer Rückerstattung von Kurskosten vor diesem Datum geprüft.

Falls Sie einen Antrag um Rückerstattung stellen möchten, können Sie das untenstehende Formular verwenden. Bitte beachten Sie folgende Bedingungen:

  • Der Kursstart muss vor dem 6. Mai 2022 gewesen sein oder
  • Die Rechnung muss vor dem 6. Mai 2022 ausgestellt/bezahlt worden sein oder
  • Die Anmeldung mit Zahlungsverpflichtung muss vor dem 6. Mai 2022 gewesen sein.
  • Rückerstattungen sind nur für Deutschkurse bis Niveau GER A2 möglich

Rückerstattung Deutschkurs Programm S (XLSX, 31 KB)

Senden Sie das ausgefüllte Formular samt den zur Prüfung benötigten Beilagen – beizulegen sind die Kursanmeldung, der Rechnungsbeleg sowie der Zahlungsbeleg - spätestens bis zum 30. August 2022 an integration@ag.ch.

Wichtig: Die Möglichkeit zur Rückerstattung umfasst keine anderen Integrationsmassnahmen (Lernmittel, andere Weiterbildungsangebote oder Zertifizierungen) als Deutschkurse bis Niveau GER A2 für Personen mit Schutzstatus S.

Bei Rückfragen: integration@ag.ch

Zusatzfinanzierung Lokale Deutschkurse

Um die Gemeinden finanziell zu entlasten, übernimmt der Kanton für das Leistungsjahr 2022 für alle Gemeinden (auch bisherige Standortgemeinden), die lokale Frauenkurse im 2022 anbieten, die gesamten Kosten (exklusiv Raumkosten). Die Kostenübernahme des Gemeindeanteils durch den Kanton steht ausschliesslich im Rahmen des Programms S und gilt aufgrund der vorläufig auf ein Jahr befristeten Programmdauer und der Rückkehrorientierung des Status S nur vorübergehend. Es ist deshalb wichtig, dass die Gemeinden die Finanzierungen für lokale Kurse für die Folgejahre weiterhin in ihren Budgets berücksichtigen. Zusätzlich kann ausserordentlich für das Leistungsjahr 2022 eine Finanzierung für zusätzliche lokale Frauenkurse oder für MuKi-Deutsch beantragt werden. Details dazu finden Sie in der untenstehenden Ausschreibung.

C4000 Ausschreibung zur Subventionierung von lokalen Deutschkursen für Frauen im Rahmen des Programm S 2022 (PDF, 650 KB)

C4000 Gesuchsformular Subventionierung von lokalen Deutschkursen im Rahmen des Programm S 2022

Bei Rückfragen: integration@ag.ch

Das Programm S

Ausgangslage

Für Personen mit Status S ohne Aufenthaltsgenehmigung kann keine Integrationspauschale ausbezahlt werden. Um dennoch die Teilnahme am öffentlichen Leben, namentlich am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft, zu ermöglichen und um die Rückkehrfähigkeit zu erhalten, hat der Bundesrat mit Beschluss vom 13. April 2022 entschieden, den Kantonen einen Beitrag in Form einer Pauschale von maximal 3'000 Franken pro zugewiesener Person mit Schutzstatus S auszurichten. Aufgrund der Rückkehrorientierung des Status S ist der Fokus auf Massnahmen zu setzen, welche eine rasche Orientierung im Schweizer Alltag und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Der Kanton Aargau hat auf dieser Grundlage das Umsetzungskonzept "Programm S" erarbeitet. Die darin enthaltenen Massnahmen sind analog zu den Bundesbeiträgen vorerst auf ein Jahr befristet.

Für Gemeinden

Lokale Deutschkurse

Um die Gemeinden finanziell zu entlasten, übernimmt der Kanton für das Leistungsjahr 2022 für alle Gemeinden (auch bisherige Standortgemeinden), die lokale Frauenkurse im 2022 anbieten, die gesamten Kosten (exklusiv Raumkosten). Die Kostenübernahme des Gemeindeanteils durch den Kanton steht ausschliesslich im Rahmen des Programms S und gilt aufgrund der vorläufig auf ein Jahr befristeten Programmdauer und der Rückkehrorientierung des Status S nur vorübergehend. Es ist deshalb wichtig, dass die Gemeinden die Finanzierungen für lokale Kurse für die Folgejahre weiterhin in ihren Budgets berücksichtigen.

Regionale Integrationsfachstellen RIF

Die sechs bestehenden Regionalen Integrationsfachstellen RIF wurden auf der Grundlage des Konzepts Soziale Integration per 1. Januar 2022 mit den Koordinationsstellen für Freiwilligenarbeit und Angebote im Asyl- und Flüchtlingsbereich (KFA) zusammengeführt. Mit dem Leistungsbereich KFA entlasten die RIF die Gemeinden sowie die Freiwilligenorganisationen bei der Vermittlung von Freiwilligen und übernehmen eine Drehscheibenfunktion bei der Informationsvermittlung in den regionalen Netzwerken und in der Verbundaufgabe mit dem Kanton. Die Mittel für die RIF werden befristet erhöht. Zudem wird die Möglichkeit geschaffen, in Regionen ohne eigene RIF eine befristete Anschubfinanzierung des Kantons für Koordinationsstellen für Freiwilligenarbeit im Asylbereich (KFA) zu gewähren.

Ihre Ansprechperson: Regula Kuhn-Somnm (regula.kuhn-somm@ag.ch)
www.ag.ch/rif

Fallführung in bewährter Form

Der Kanton Aargau setzt seit 2019 die Integrationsagenda Schweiz gemäss Umsetzungskonzept IAS (PDF, 1,0 MB) um. Zentral dabei ist die durchgehende Fallführung über die IT-Plattform IAS. Diese Plattform ermöglicht dank der gemeinsamen, koordinierten Nutzung aller involvierten Stellen eine systematische und konkrete Zielerreichung für die Integration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen. Personen, welche vom SEM den Status S erhalten und dem Kanton Aargau zugewiesen wurden, werden auf der IT-Plattform IAS unabhängig der Unterbringungsform erfasst. Danach werden die Personen mit Status S systematisch vom Case Management Integration (CMI) zu einer Deutsch-Einstufung und zu einem Triagegespräch eingeladen. Auf Basis der Einstufung sowie der individuellen Ressourceneinschätzung beim Triagegespräch wird vom CMI ein Massnahmenplan gemäss definiertem Massnahmenpaket erstellt. Im Anschluss geht die Fallführung bei Personen, welche privat oder in Gemeindeunterkünften untergebracht sind, an die jeweiligen fallführenden Stellen der entsprechenden Gemeinde über. Bei Personen mit Status S, welche in kantonalen Unterkünften untergebracht sind, verbleibt die Fallführung beim CMI. Im Regelfall, d.h. zu Zeiten mit weniger Geflüchteten, dauern die Verfahren von der Registrierung bis zum Abklärungs- oder Triagegespräch bis zu 2 Monate. Aufgrund des bereits bestehenden und noch zu erwartenden Mengengerüsts werden die Ressourcen verstärkt.

Die Massnahmenliste und das Zielgruppenraster, welche im Rahmen der Umsetzung IAS zur Anwendung kommen, werden für das vorliegende Programm und für den Status S modifiziert und den fallführenden Stellen zur Verfügung gestellt.

Ihre Ansprechstelle: ias@ag.ch

Kinderbetreuung bei Erwerbstätigkeit oder während Besuch von Integrationsmassnahmen

In den lokalen Frauenkursen mit Kinderbetreuung und Mutter-Kind-Deutschkursen mit früher Sprachförderung sowie in Alphabetisierungskursen und Deutsch- und Integrationskursen werden in der flankierenden Kinderbetreuung die Kinder im Vorschulalter betreut und spielerisch gefördert (sozial, sprachlich, motorisch, kognitiv). Die Kosten sind im Kurspreis integriert und werden vom Kanton finanziert. Für Eltern/Elternteile mit Status S, welche die Deutschkurse ohne Kinderbetreuungsangebot oder andere Qualifizierungsmassnahmen besuchen, können Kosten für die Kinderbetreuung in einer Kindertagesstätte sowie die Kosten für den Spielgruppenbesuch ihrer Kinder analog den entsprechenden Kosten für vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer – auf Gesuch hin über situationsbedinge Leistungen mit dem Kantonalen Sozialdienst abgerechnet werden.

Ihre Ansprechstelle: sil.fda@ag.ch

Angebotssuche Soziale Integration

Seit Ende April besteht mit der neuen digitalen Angebotsdokumentation der Anlaufstelle Integration Aargau eine Hilfestellung für Fachpersonen, um Angebote in den Bereichen Sprache, Soziale Integraton sowie Informations- und Beratungsstellen in ihrer Nähe zu suchen, zu finden und bei der Beratung darauf hinzuweisen.

www.integrationaargau.ch/angebote

hallo-aargau.ch auf Ukrainisch und Russisch

Die Webseite hallo-aargau.ch stellt Neuzuziehenden im Kanton Aargau seit 2015 Erstinformationen in zahlreichen Sprachen zur Verfügung. Um dem Bedarf an Erstinformation von Personen mit Schutzstatus S im Kanton Aargau gerecht zu werden, wurden die Inhalte der Webseite auf Ukrainisch und Russisch übersetzt. Dies erlaubt Personen mit Schutzstatus S, sich nach persönlichem Bedarf und auf eigene Initiative zu Themen wie Arbeit, Schule, Gesundheit oder Wohnen zu informieren und auf weiterführende Links zu Broschüren, Merkblättern oder Internetseiten mit ausführlicheren Informationen und Adressen von Auskunftsstellen zuzugreifen. Die Inhalte können auch als PDF-Datei gespeichert und ausgedruckt werden, was etwa fallführenden Stellen der Gemeinden ermöglicht, Personen mit Schutzstatus S direkt mit der gewünschten themenspezifischen Erstinformation in der entsprechenden Sprache zu bedienen.

www.hallo-aargau.ch/uk
www.hallo-aargau.ch/ru

Angebotssuche Soziale Integration

Seit Ende April besteht mit der neuen digitalen Angebotsdokumentation der Anlaufstelle Integration Aargau eine Hilfestellung für Fachpersonen, um Angebote in den Bereichen Sprache, Soziale Integraton sowie Informations- und Beratungsstellen in ihrer Nähe zu suchen, zu finden und bei der Beratung darauf hinzuweisen.

www.integrationaargau.ch/angebote

Für Anbieter / Projektträger

Anbieter von Sprachkursen

Sprachkursanbieter des objektfinanzierten Angebots führen Wartelisten und melden dem MIKA zeitnah einen allfälligen Mehrbedarf an, so dass nach Möglichkeit Zusatzkurse beschafft und organisiert werden können. Sollten die personellen und/oder räumlichen Ressourcen der Sprachkursanbieter nicht zeitgerecht ausgebaut werden können, kann die temporäre Option einer digitalen Kursdurchführung oder einer Verschiebung auf andere Tageszeiten (z.B. nachmittags) ins Auge gefasst werden. Ausserdem soll auch das CMI (und die fallführenden Stellen) im Falle von erfolglosen Kurszuweisungen, langen Wartefristen und fehlenden Ausweichmöglichkeiten im nicht subventionierten Angebot dem MIKA eine Meldung machen, damit im Bedarfsfall laufend alternative Massnahmen ergriffen werden können. Grundsätzlich soll bei Mehrbedarf auf das bisherige objekt- und subjektfinanzierte Kursangebot (gemäss Massnahmenplan für VA/FL) zurückgegriffen werden. Neue Kursangebote (mit neuen Inhalten, Zielgruppen, Dauer, Zeiten etc.) - auch des nicht subventionierten Angebots - bedürfen einer Genehmigung durch den Kanton.

Ihre Ansprechperson: Eveline Keller (eveline.keller@ag.ch)

Angebote in früher Förderung und Elternbildung, ElKi-Treffpunkte

Nebst der Kinderbetreuung stehen Eltern/Elternteile mit Status S und ihren Kindern Projekte der frühen Förderung und Elternbildung sowie ElKi-Treffpunkte des KIP offen. Ein Ausbau resp. eine Zusatzfinanzierung bei diesen Projekten (wie z.B. Schenk mir eine Geschichte – Family Literacy) ist möglich.

Ihre Ansprechperson: Eveline Keller (eveline.keller@ag.ch)

Anbieter von Projekten Soziale Integration

Die Integration der Migrantinnen und Migranten findet zu wesentlichen Teilen in der Wohngemeinde statt. Eine entsprechend hohe Bedeutung haben deshalb Angebote und Strukturen auf Gemeinde- oder Regionsebene, die das Zusammenleben der einheimischen und der zugewanderten Bevölkerung und die Teilhabe der Migrantinnen und Migranten am gesellschaftlichen Leben fördern. Die niederschwelligen und informativen Angebote des KIP verfolgen das Ziel, Migrantinnen und Migranten Orientierungshilfen und Unterstützung für den Alltag zu bieten und sie in ihrem Integrationsprozess zu bestärken und zu fördern. Der Kanton fördert entsprechende Projekte im Förderbereich der "Sozialen Integration". Im Rahmen des vorliegenden Programms soll ein rascher und einfacher Ausbau von bestehenden Angeboten im Sinne einer Zusatzfinanzierung sowie ein vereinfachter Aufbau von neuen Angeboten ermöglicht werden. Der Kanton unterstützt befristet zusätzliche niederschwellige Vorhaben von Freiwilligen und prüft dazu eine vereinfachte ausserordentliche Ausschreibung. Informationen dazu folgen an dieser Stelle.

Ihre Ansprechperson: Ernst Härdi (ernst.haerdi@ag.ch)