Hauptmenü

Invasive Tiere (Neozoen)

Waschbär

Waschbär auf einer offenen Mülltonne vor einer Hausfassade.
© iStock

Der aus Nordamerika stammende Waschbär wurde in den 1930er-Jahren für die Pelzproduktion nach Deutschland gebracht und später freigesetzt. In der Natur hat er sich in den letzten 20 Jahren exponentiell vermehrt, seit einigen Jahren auch in der Schweiz. Der anpassungsfähige, räuberische Allesfresser stellt eine Herausforderung für den Menschen und eine Gefahr für einheimische Tiere dar.

Hervorgehoben:Sichtungen melden

Bitte melden Sie Sichtungen des Waschbären, wenn möglich mit Foto oder Video, der zuständigen Jagdaufsicht.

Der Waschbär hält sich gerne in Wäldern und in Gewässernähe auf und ernährt sich als Allesfresser von Pflanzen und Tieren. Durch seine Jagdaktivitäten kann er lokal Bestände empfindlicher Arten wie Amphibien, Reptilien und Vögel stark unter Druck setzen. Zudem konkurriert er mit einheimischen Arten, die eine ähnliche Lebensweise haben, wie etwa dem Dachs, dem Iltis und dem Marder. Der Waschbär kommt auch im Siedlungsgebiet gut zurecht. Dort findet er leicht Nahrung und Unterschlupf, was zu Konflikten mit dem Menschen führt: Er durchwühlt Abfälle, kann beim Eindringen in Gebäude Dachdämmungen beschädigen und hinterlässt Kot und Urin. Er kann ausserdem verschiedene gefährliche Krankheitserreger übertragen, wie z.B. den Waschbärspulwurm.

Waschbären erkennen

Illustrationen eines Waschbärs
© catta GmbH

Da Waschbären dämmerungs- und nachtaktiv sind, werden sie nur selten beobachtet.

Typische Merkmale sind:

  • Schwarze "Maske" über den Augen
  • Schwarz-weiss geringelter, buschiger Schwanz
  • Pfoten mit fünf Fingerzehen (Trittspuren handähnlich)

Flyer Waschbär

Flyer Waschbär (PDF, Flyer Waschbär Kanton Aargau, 2,2 MB)