Amphibien fördern mit Labiola-Tümpeln
Amphibien verloren durch die Trockenlegung von Feuchtgebieten grosse Teile ihres Lebensraums. Mit neu angelegten Tümpeln im Kulturland können im Programm Labiola wertvolle Lebensräume neu geschaffen werden. Die Artenvielfalt in den neuen Tümpeln zeigt, dass sie von Amphibien gerne angenommen werden.
Feuchtlebensräume fehlen
Tümpel sind Kleinstgewässer, die von Zeit zu Zeit austrocknen. Dieses Austrocknen verhindert die Etablierung von Fressfeinden, wie beispielsweise Fischen, und reduziert den Bewuchs. Deshalb sind Tümpel besonders wertvolle Lebensräume für diverse Lebewesen, darunter auch Amphibien. Gewisse Amphibienarten wie die Kreuzkröte und die Gelbbauchunke sind geradezu spezialisiert auf solche kleinen, temporären Gewässer. Deshalb erstaunt es nicht, dass mit dem Rückgang der Feuchtlebensräume auch die Bestände dieser Arten stark abgenommen haben.
Labiola hilft!
Das Programm Labiola setzt genau hier an: Durch die Anlage von Tümpeln und anderen Kleingewässern an geeigneten Standorten sollen Amphibien und andere Wasserlebewesen gezielt gefördert werden. Der Kanton übernimmt dabei die Kosten für die Beratung durch Fachpersonen und die Erstellung der Tümpel.
Jährlich werden einige dieser Labiola-Tümpel im Rahmen des kantonalen Amphibienmonitorings stichprobenartig überprüft. Und das Monitoring zeigt ein erfreuliches Bild! Die zwischen 2017 und 2019 erhobenen Daten belegen, dass Amphibien die neu gebauten Tümpel gut annehmen. So wurden alle 13 Amphibienarten, die im Kanton Aargau vorkommen, in Labiola-Tümpeln beobachtet. Darunter auch Arten wie die stark bedrohte Kreuzkröte oder die Gelbbauchunke.
Interesse geweckt?
Falls auch Sie einen Beitrag zur Förderung der Amphibien leisten möchten, wenden Sie sich an die für Ihre Gemeinde zuständige Beratungsperson der Agrofutura AG. Diese berät Sie gerne über Standorteignung, Anlage und Pflege eines Tümpels. Landwirte und Landwirtinnen, welche bisher noch keine Bewirtschaftungsvereinbarung im Programm Labiola abgeschlossen haben, können sich für die Erstellung eines Tümpels an die Abteilung Landschaft und Gewässer wenden.