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Aus der Praxis

Frösche lieben Labiola-Tümpel

Zwölf Amphibienarten sind im Kanton Aargau nachgewiesen, einige sind stark gefährdet. Neben dem Schutz der bedeutenden Amphibienlaichgebiete im Programm Natur 2020 ist die Förderung und Vernetzung von Ersatzlebensräumen zentral. Untersuchungen zeigen: Die neu angelegten Labiola-Tümpel werden schnell von Amphibien besiedelt.

Gelbbauchunke
Gelbbauchunke

Um Kulturland zu gewinnen, wurden über Jahrzehnte Bäche begradigt und verbaut. Die Kantone investieren viel in Revitalisierungsprojekte, um diesen historischen Trend umzukehren. Dabei geht aber oft vergessen, dass auch die kleinen Stillgewässer stark zurückgegangen sind. Diese wurden im Zuge der Siedlungsentwicklung, dem Ausbau der Verkehrswege und der früheren Ausrichtung der Landwirtschaft trockengelegt. Bis zu 90 Prozent der Tümpel und Teiche seien im Zuge der Intensivierung verschwunden, sagt der Biologe Beat Oertli von der Fachhochschule Westschweiz in Genf. Das sei ein riesiger Verlust für die Biodiversität, denn Teiche sind Hotspots der Artenvielfalt.

Mit der Förderung von Tümpeln und Kleingewässern im Kulturland setzt das Programm Labiola genau hier an. Um zu schauen, ob diese Fördermassnahmen auch funktionieren, werden jährlich einige zufällig ausgewählte Labiola-Tümpel im Rahmen des kantonalen Amphibienmonitorings untersucht. Die Resultate zeigen, dass es sich lohnt! So wurden beispielsweise im Jahr 2016 insgesamt 18 Labiola-Tümpel untersucht. In 16 dieser Tümpel sind Amphibien gefunden worden, in 9 sogar seltene Arten wie die Gelbbauchunke.