Datenaktualisierung Gebäude- und Wohnungsregister (GWR)
Das GWR ist das massgebliche Gebäudeinformationssystem der Schweiz. Viele Daten im Kanton Aargau sind veraltet und sollen nun aktualisiert werden. Damit wird eine bessere Grundlage für die kantonale und kommunale Berichterstattung geschaffen.
Das Eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) ist ein zentrales Instrument zur Überwachung der Fortschritte auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel. Es enthält detaillierte Informationen zu Gebäuden und Heizsystemen, welche die Grundlage bilden, um Treibhausgasemissionen aus dem Gebäudebereich zu berechnen und energiepolitische Entscheidungen zu unterstützen. Im Kanton Aargau sind die Angaben zu den Heizsystemen von rund 82 % der Wohngebäude und 62 % der Gebäude ohne Wohnnutzung seit mindestens acht Jahren nicht mehr aktualisiert worden.
Insbesondere für die kantonale Verwaltung stellt das GWR eine zentrale Datenquelle für die Berichterstattung über die CO₂-Emissionen der Gebäude, das Monitoring der kantonalen Energiestrategie energieAARGAU, sowie zur Beantwortung politischer Geschäfte oder zur Erarbeitung von Förderprogrammen dar.
Mit diesem Projekt werden sie einmalig aktualisiert und die Datenqualität damit massgeblich erhöht. Dabei werden die Gemeinden entlastet und eine nachhaltige Bewirtschaftung des GWR etabliert.
Grundlage für die Aktualisierung bietet eine Methodik der HSLU, welche auf Erfahrungen mit dem Kanton Luzern beruht. Dazu vergleicht die HSLU die bestehende GWR-Datenbank mit verschiedenen Sekundärdatenquellen und erstellt für jede Gemeinde eine bereinigte Liste mit aktualisierten Angaben.
Fakten zum Projekt
| Wirkung | Die Verbesserung des GWR als zentrale Datengrundlage ermöglicht eine aussagekräftigere Modellierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen auf Stufe Bund, Kanton und Gemeinden. Dies wiederum ermöglicht unter anderem die Ableitung effektiver Massnahmen im Energie- und Klimabereich. Der GWR-Datensatz wird einmalig auf den neusten Stand gebracht, die Gemeinden dadurch entlastet und für künftige Aktualisierungen sensibilisiert. Ein vergleichbares Projekt im Kanton Luzern führte zu einer Verbesserung der Datenqualität um über 30%. |
|---|---|
| Gesamtkosten | Fr. 100'000 |
| Anteil Kanton | Fr. 90'000 |
| Stand | neue Massnahme |
| Projektdauer | 2025–2026 |
| Zuständige Abteilung | Abteilung Energie |
| Kontaktperson | Indrajith Kamalanathan |
| Zuordnung Handlungsfeld |