CO₂-Einsparungspotenzial des E-Biking im Kanton Aargau
Das Projekt ist Teil einer schweizweiten E-Bike-Studie und untersucht das Potenzial zur Verringerung der verkehrsbezogenen Kohlendioxidemissionen im Kanton Aargau durch E-Biking und Velofahren.
Die Untersuchung zielt darauf ab, spezifische Informationen zum Mobilitätsverhalten von E-Bikenden und Velofahrenden zu erhalten. Diese Informationen sind eine wertvolle Grundlage für die Planung attraktiver Velowege und eine effizientere Nutzung der bestehenden Strasseninfrastruktur. Das Projekt ergänzt die bereits laufende Studie E-Biking in Switzerland (EBIS), welche diese Fragestellung für die ganze Schweiz untersucht. Anhand einer ergänzenden Stichprobe von Velofahrenden im Kanton Aargau können spezifische Ergebnisse für den Kanton gewonnen werden.
Fakten zum Projekt
| Wirkung | Das Projekt zielte darauf ab, wichtige Grundlagen für die Planung attraktiver Velowege und für eine effiziente Nutzung der Strasseninfrastruktur zu erhalten. Durch den kantonalen Beitrag zur schweizweiten Studie E-Biking in Switzerland (EBIS) konnte eine ergänzende Stichprobe von Velofahrenden im Kanton Aargau und eine spezifische Auswertung für den Kanton gewonnen werden. Die EBIS Studie zeigt zum einen, welche Anforderungen verschiedene Personengruppen an die Veloinfrastruktur haben. Zentrale Faktoren für die Routenwahl sind die Verkehrsmenge, Höhenunterschiede, die Qualität des Velowegs sowie die physische Trennung zwischen Velos motorisiertem Verkehr. Die Präferenzen variieren nach Geschlecht und Fahrhäufigkeit. Es zeigt sich eine breite Unterstützung für bessere Veloinfrastruktur, sowohl auf Haupt- als auch auf Nebenstrassen. So zeigt die Studie, dass Personen, welche heute nicht Velo fahren, eine stärker vom motorisierten Verkehr getrennte Veloinfrastruktur wünschen. Personen, welche hingegen bereits heute E-Bikes nutzen, schätzen vielfach eine direkte Infrastruktur auch entlang von stärker befahrenen Strassen. Die Studie schliesst mit einer Analyse der erzielten CO2-Reduktionen durch E-Biking sowie des Einsparpotenzials unter verschiedenen Szenarien der zukünftigen Verbreitung von E-Bikes. Die CO2-Einsparungen hängen direkt vom jeweils ersetzten Verkehrsmittel ab. Das bei den Studienteilnehmenden beobachtete Substitutionsmuster zeigt, dass E-Bike Fahrten die CO2-Emissionen des zurückgelegten Weges um 78% senken. Dies entspricht einer gesamthaften Reduktion von 22,000 Tonnen CO2 pro Jahr, oder 0.2% der Transportemissionen. Szenarien mit einer stärkeren Verbreitung von E-Bikes zeigen ein erhebliches Potenzial zur Senkung der verkehrsbedingten Emissionen in der Schweiz. E-Bikes leisten bereits heute einen Beitrag zur Emissionsreduktion. Mit politischen Fördermassnahmen könnte ihre Wirkung deutlich gesteigert werden. Um das volle Potenzial der Klimareduktion durch E-Biking auszuschöpfen, müssen auch Bevölkerungsgruppen erreicht werden, die das E-Bike bisher nicht als realistische Alternative zum Auto oder zum öffentlichen Verkehr betrachten. Die Ergebnisse implizieren, dass der Ausbau und die Verbesserung der Veloinfrastruktur – insbesondere physisch getrennte Routen – das E-Biking attraktiver machen können und damit einen direkten Beitrag zur Einsparung von CO2-Emissionen leisten. |
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| Gesamtkosten | Fr. 592'236 |
| Anteil Kanton | Fr. 25'000 |
| Stand | abgeschlossene Massnahme |
| Projektdauer | 2022–2025 |
| Zuständige Abteilung | Abteilung Verkehr |
| Kontaktperson | Mathias Niedermaier |
| Zuordnung Handlungsfeld | |
| Links | Schlussbericht der Studie |