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Artenportraits

Fünffingerige Jungfernrebe – Parthenocissus quinquefolia

Die Fünffingerige Jungfernrebe ist ein invasiver Neophyt aus Nordamerika und wird häufig in Gärten an Hauswänden gepflanzt. Ihre Beeren werden von Vögeln verbreitet. Im Herbst fällt sie durch die starke Rotfärbung ihrer Blätter, die leuchtend roten Stängel und blauen Beeren auf.

Alle Merkmale auf einen Blick

Wuchsform Kletterpflanze
Grösse Bis zu 20 m
Blütenstand Halbkugelige Rispe
Blüten Klein, unscheinbar, gelb-grün
Blätter Handförmig geteilt mit 5–7 gestielten Blättern, welche einen gezähnten Rand aufweisen, oberseits grün glänzend, unterseits dasselbe oder matt und weiss-grünlich, im Herbst sind sie rot gefärbt
Triebe Je nach Unterart grün oder rot, mit verzweigten Ranken gegenüber den Blättern, welche zum Teil Haftscheiben aufweisen können
Früchte Dunkelblaue Beeren, mehr oder weniger bereift
Die Blüten der Fünffingerigen Jungfernrebe sind klein und wenig auffällig. © Erwin Jörg
Die Blätter sind handförmig geteilt und bestehen aus 5–7 Teilblättern. Diese haben eine lanzettliche Form und einen gezähnten Blattrand. © Kanton Aargau
Gegenüber den Blättern bildet die Fünffingerige Jungfernrebe Ranken. Bei der Unterart P. quinquefolia haben diese vor allem entlang von Flächen auch Haftscheiben zur Verankerung. Hier im Bild ist die Unterart P. inserta, welche Ranken ohne Haftscheiben bildet. © Kanton Aargau
Nach der Blüte bilden sich kugelige Beeren, welche im reifen Zustand dunkelblau und etwas bereift sind. © Erwin Jörg
Die Art ist im Herbst gut an der roten Färbung ihrer Blätter erkennbar. © Erwin Jörg

Wichtigste Unterschiede zu ähnlichen Arten

Europäische Weinrebe – Vitis vinifera

Blütenstand Längliche Rispe
Blätter Nicht bis zum Grund geteilt (stattdessen tief gelappt)
Triebe Ranken immer ohne Haftscheiben
Die Blätter der Europäischen Weinrebe sind viel weniger tief geteilt als bei der Fünffingerigen Jungfernrebe. © Kanton Aargau
Wie auch die Fünffingerige Jungfernrebe bildet die Europäische Weinrebe Ranken gegenüber ihren Blättern aus. Diese haben jedoch, im Unterschied vor allem zur Unterart P. quinquefolia, nie Haftscheiben. © Kanton Aargau
Die Blüten und somit auch die Früchte der Europäischen Weinrebe sind in einer Rispe angeordnet (und nicht in einer Traube wie die umgangssprachliche Bezeichnung nahe legen werden würde). Im Vergleich zur Fünffingerigen Jungfernrebe ist diese länglicher und weniger breit. © Kanton Aargau
Eine Europäische Weinrebe vor einem Gebäude. Häufig wird sie, wie die Fünffingerige Jungfernrebe, zur Begrünung auch direkt an die Fassade von Gebäuden gepflanzt. © Kanton Aargau

Hopfen – Humulus lupulus

Blüten Weibliche Blüten zapfenartig
Blätter Nicht bis zum Grund geteilt (stattdessen tief gelappt), die Oberen zum Teil sogar ungeteilt, Oberseite der Blätter rau behaart
Triebe Ranken nicht vorhanden, windet sich um andere Pflanzen oder Gegenstände
Die Blätter des Hopfens sind mehr oder minder geteilt, aber nie bis zum Grund. Sie weisen einen gezähnten Rand auf. © Kanton Aargau
Im Gegensatz zur Fünffingerigen Jungfernrebe hat der Hopfen gegenüber seinen Blättern keine Ranken, sondern jeweils ein anderes Blatt. Er hat also eine gegenständige Blattstellung. © Kanton Aargau
Da der Hopfen keine Ranken hat, windet er sich entweder um andere Pflanze oder Gegenstände, wie z.B. diesen Pfahl. Dabei windet er sich immer nach rechts, also im Uhrzeigersinn. © Kanton Aargau
Im Bild sieht man eine in einem Garten wachsende Pflanze. Die Art findet man jedoch auch wild wachsend im Wald. © Kanton Aargau