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INV-RHE989 Siedlung Augarten, 1971-1976 (Dossier (Bauinventar))
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General information |
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Accessions characteristics |
| Creation date(s): | 1971 - 1976 |
| Grundlage Datierung: | Baugesuche, Literatur |
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Typologie |
| Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Baugruppe |
| Nutzung (Stufe 1): | Profane Wohnbauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Siedlung, Wohnanlage |
| Epoche / Baustil (Stufe 3): | Nachkriegsmoderne |
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Information on related materials |
| Autorschaft: | Gelpke & Düby, Volketswil |
| Würdigung: | Grosssiedlung "Augarten" (urspr. "R1000") mit über 1000 Wohneinheiten, die 1971–1976 von den Architekten Gelpke & Düby, Volketswil im Auftrag des Basler Chemiekonzerns Ciba Geigy (ab 1996 Novartis) errichtet wurde. Der Augarten ist ein charakteristischer baulicher Zeuge der Hochkonjunktur der Nachkriegszeit. Bei seiner Entstehung stellte er eines der grössten Bauprojekte in der Schweiz dar, das für intensive Diskussionen sorgte und von den Medien breit verfolgt wurde. Mit seiner Konzeption als Satellitenstadt und den kubisch geschnittenen Baukörpern in einem durchfliessenden, parkartigen Grünraum zeigt der Augarten exemplarisch die Prinzipien des Städtebaus der Nachkriegsmoderne. Seine sechs Hochhäuser treten prominent in Erscheinung und prägen schon von weitem den westlichen Ortseingang von Rheinfelden. Architektonisch bemerkenswert ist die sog. "gemischte Bauweise" mit den Haustypologien Hochhäuser, Mehrfamilienhäuser, Reiheneinfamilienhäuser und Atriumhäuser, die gemäss einem der Siedlung zugrundeliegenden soziologischen Konzept angeordnet sind. Auf diesem basieren auch das gemeinschaftliche Zentrum und die qualitätvolle, weitgehend autofreie Grün- und Freiraumgestaltung. |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | In den 1960er- und frühen 1970er-Jahren war die permanent ansteigende Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt ein brennendes gesellschaftliches Thema. Mit dem Wirtschaftsaufschwung, der Zuwanderung und der laufenden Verteuerung des Baulandes wurde der bezahlbare Wohnraum immer knapper. Verschärft wurde die Situation noch durch die Bevölkerungsprognose, die in der Schweiz bereits für das Jahr 2030 von 10 Mio. Einwohnern ausging. Für Rheinfelden existierten Prognosen bis zu 20'000 Einwohner. Mit der Zonenplanrevision von 1965 schuf die Gemeinde deshalb grosszügig Bauland und begann die Streubauweise zu hinterfragen. Der Schweizer Raumplanungspionier und Architekt Hans Marti, der für die Regionalplanung Unteres Fricktal verantwortlich zeichnete, hatte die Idee entwickelt, im Raum Kaiseraugst-Mumpf Grossüberbauungen von jeweils tausend Wohnungen zu erstellen [1]. Noch vor Abschluss der Ortsplanung wurde das Grossprojekt "R1000" an die Gemeinde herangetragen. In der Region Basel hatte insbesondere die prosperierende Chemieindustrie mit ihren Tausenden von Angestellten zur akuten Wohnungsnot beigetragen. Seit den späten 1950er-Jahren expandierten die Chemieunternehmen auch ins Fricktal und planten ihre neuen Produktionsstandorte in Stein, Sisseln, Kaisten und Münchwilen. Aufgrund der Wohnungsnot unter den Angestellten gründeten die vier grossen Firmen Ciba, Geigy, Hoffmann-La Roche und Sandoz 1962 die "AG für Wohnbauplanung der Industrie" mit dem Ziel, im Fricktal eine Grosssiedlung zu errichten. Die Leitung übernahm der Geigy-Verwaltungsratspräsident Louis von Planta. Mit der in Muttenz BL domizilierten Aktiengesellschaft beschloss die finanzstarke chemische Industrie sich selbst des Wohnbauproblems anzunehmen, anstatt sich auf den staatlich subventionierten Wohnungsbau oder Bausubventionen der Firmen zu verlassen, und nahm damit ihre politische und soziale Verantwortung wahr [2]. Noch im Gründungsjahr erhielt das Raumplanungs- und Architekturbüro Gelpke & Düby aus Volketswil ZH den Auftrag zu einer Studie über den künftigen Wohnraumbedarf der Mitarbeitenden der chemischen Industrie sowie die damit verbundenen Baukosten und benötigte Bodenfläche. Zusätzlich fanden Befragungen der Mitarbeitenden zu ihren Wohnbedürfnissen statt. Ab 1964 beschäftigte man sich mit der Frage nach dem geeigneten Standort für eine Grossüberbauung [3]. Vorgeschlagen wurde zunächst das Tempelhofareal bei Augst, wo später in unmittelbarer Nähe auf der anderen Seite der Kantonsgrenze zwischen Basel-Landschaft und dem Aargau in Kaiseraugst von 1973–1977 die Siedlung Liebrüti unter der Bauherrschaft von Hofmann-La Roche gebaut werden sollte. Kurzzeitig dachte man auch über Möhlin nach, entschied sich dann aber aufgrund der guten Verkehrsanbindung und der städtischen Infrastruktur für das Weiherfeld in Rheinfelden, obwohl dieses der Ortsbürgergemeinde gehörende Grundstück nicht eingezont war. Das landwirtschaftlich genutzte Gebiet erschien mit seiner rund zwei Kilometern vom Stadtzentrum entfernten Lage zwischen Rhein und der Verkehrsader mit Bahnlinie, Kantonsstrasse sowie der künftigen Autobahn N3 (heute A3) am geeignetsten [4]. Die Planung von Grosssiedlungen in neu erschlossenen Gebieten in einer gewissen Entfernung zum Stadtzentrum war in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg ein häufig verfolgtes Vorgehen. Ein international einflussreiches Ereignis war in diesem Zusammenhang die Internationale Bauausstellung in Berlin 1957 (Interbau), in deren Zentrum der Neubau des weitgehend kriegszerstörten Hansaviertels stand, an dem sich namhafte Architekten wie Le Corbusier, Walter Gropius, Alvar Alto oder Oscar Niemeyer beteiligten. Die entstandenen Bauten stellen als Stadtlandschaft ein lockeres Ensemble dar und sind von grosszügig bemessenen Grünflächen durchzogen. Dieses Prinzip wurde prägend für den Städtebau der Nachkriegsmoderne und vor allem für die neu entstehenden Satellitenstädte. In der Schweiz beispielhaft dafür sind das Tscharnergut in Bern (Hans und Gret Reinhard u.a. 1958-1965), Le Lignon in Vernier bei Genf (Addor & Julliard, 1963–1971) oder die sogenannten "Göhner-Siedlungen", welche die Ernst Göhner AG in den 1960–70er-Jahren in systematisierter Vorfertigung v.a. in der Agglomeration Zürich schuf. Im Aargau entstanden unter diesen städtebaulichen Prämissen abgesehen vom Augarten die Siedlugnen In den Wyden in Birr (Charles-Edourad Geisendorf, Robert Winkler, 1959–1965), die Liebrüti in Kaiseraugst (Schachenmann & Berger, 1973–1977), die Webermühle in Neunehof (Steiger Partner Architekten, 1975–1984) und die Telli in Aarau sowie das Langäckerquartier in Spreitenbach (div. Architekten, 1960er Jahre). Die in Rheinfelden von der "AG für Wohnbauplanung der Industrie" beauftragten Architekten Gelpke & Düby hatten aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Ernst Göhner AG bereits Erfahrung im industriellen Massenwohnungsbau vorzuweisen. So waren sie wesentlich an der Entwicklung des Göhner-Systems von der Adaption der Grosstafelbauweise über die Grundrisse bis zum Städtebau beteiligt. Bei den beiden 1966 ausgeführten kleineren Testsiedlungen in Cham ZG und Thalwil ZH und dann bei der ersten von 1966–1973 errichteten Göhner-Grossüberbauung Sunnebüel in Volketswil zeichneten hauptsächlich sie für den gestalterischen Entwurf verantwortlich [5]. Zudem hatten Gelpke & Düby im Kanton Aargau zahlreiche Regional-, Orts- und Quartierplanungen realisiert und waren auch für die bis 1965 gerade neu erarbeitete Orts- und Verkehrsplanung von Rheinfelden zuständig. Da das Projekt mit seinen über 1'000 Wohneinheiten für rund 3'000 Personen zu den grössten Wohnbauprojekten der Schweiz gehörte, wurden renommierte externe Gutachter herangezogen. Zunächst wandte sich der Stadtrat an den von der Regionalplanung her mit dem Fricktal bestens vertrauten Hans Marti, der es aus raumplanerischer und architektonischer Sicht positiv bewertete und sich in seinem Gutachten folgendermassen äusserte: "Das Projekt R 1000 stellt eine Synthese ortsplanerischer, städtebaulicher, architektonischer, konstruktiver und wirtschaftlicher Gedankengänge dar, deren Ziel es ist, alle Rationalisierungen und Vereinfachungen sowie die technischen und organischen Möglichkeiten in den Dienst preisgünstiger Wohnungen unterschiedlicher Grösse mittleren Komforts zu stellen. Es ist die lobenswerte Absicht der Bauherrschaft und ihrer Architekten, mit modernen Bau- und Planungsmethoden einen wesentlichen Beitrag zur Beschaffung anständigen Wohnraumes für die Arbeiter- und Angestelltenschaft zu leisten." [6]. Für die Beurteilung der sozialen Konsequenzen einer derart rapiden Bevölkerungszunahme empfahl Marti aber beim berühmten Soziologen und ETH-Professor Lucius Burckhardt eine Stellungnahme einzuholen. Dieser stimmte zwar der Aussage zu, dass eine einheitliche Grosssiedlung der Streubauweise vorzuziehen sei, befürchtete aber, dass sich die Zuzüger nicht in Rheinfelden integrieren könnten. Einerseits richte sich "R1000" zu stark an die Chemie-Angestellten, die als Städter ein hohes Kultur-, Sport- und Freizeitangebot gewohnt seien, was in Rheinfelden bzw. in der Siedlung nicht gewährleistet werden könne; andererseits sei die räumliche Entfernung zur Altstadt mit 25 Minuten Fussdistanz zu weit, als dass eine Durchmischung stattfände. Er war der Auffassung, dass das Projekt "R1000" vom soziologischen Standpunkt aus abzulehnen sei [7]. Seine negative Stellungnahme erstaunt vor dem Hintergrund, dass er 1955 neben Max Frisch und Markus Kutter zu den Autoren der Programmschrift "achtung: die schweiz" gehörte, in der die Autoren eine dem Projekt "R1000" keineswegs unähnliche städtebauliche Vision propagierten, nämlich anstelle der Landesausstellung im Jahr 1964 eine "moderne Stadt" auf der grünen Wiese zu bauen [8]. Architekt Gelpke kritisierte an Burckhardts Stellungnahme, dass sie nur auf einem kleinen Teil der Unterlagen beruhe und Burckhardt sich bei den Projektverantwortlichen nicht nach ihrem soziologischen Konzept erkundigt habe. Während der Stadtrat Gutachten einholte, beauftragte die Firma Geigy die Architekten Gelpke & Düby, die Ideen und Pläne von "R1000" mit einem Prototyp zu überprüfen. So entstanden in Herten (Badisch Rheinfelden) 64 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und vier Reiheneinfamilienhäuser für die Mitarbeitenden des Werks in Grenzach. Aufgrund der Erfahrungen in Herten wurden die Pläne für Rheinfelden verbessert. Beispielsweise vergrösserten die Architekten die Entrées und die Balkone auf der Wohnseite [9]. Der Stadtrat hatte sich inzwischen entschieden, den Stimmbürgern die Ablehnung von "R1000" zu beantragen. Seinen Vorschlag, auf baubereitem Land eine halb so grosse Siedlung "R500" zu erstellen, lehnte die Bauherrschaft ab, da die Baukosten erst ab einer seriellen Produktion von 1000 Wohneinheiten sinken würden. Die Ortsbürgergemeinde hingegen sprach sich an ihrer Versammlung vom 29. März 1968 zugunsten von "R1000" aus und beschloss, das notwenige Land im Baurecht zur Verfügung zu stellen [10]. Nun begann in Rheinfelden eine hitzig geführte Debatte, die in den Medien landesweit Beachtung fand. Für Pro und Contra bildete sich je ein Aktionskomitee. Das befürwortende "Aktionskomitee für die wirtschaftliche Entwicklung und den Fortschritt Rheinfeldens" organisierte im August 1969 wohl mit finanzieller Unterstützung der Bauherrschaft eine Informationsausstellung, für die auf dem Platz vor der Turnhalle am Schützenweg (Bauinventarobjekt RHE929) ein Pavillon aufgestellt wurde, um das Projekt mit Fotos, Plänen und Modellen verständlich zu machen. Zu der Eröffnung am 14. August wurden Presse und Behörden eingeladen [11]. Die endgültige Entscheidung fiel an der Einwohnergemeindeversammlung vom 22. September 1969, als im gedrängt vollen Bahnhofsaal (Bauinventarobjekt RHE907) eine Zweidrittelmehrheit (damals noch ohne Frauen) sowohl für die Einzonung des Areals wie auch für das Projekt "R1000" stimmte [12]. Darauf führte man im Sommer 1970 die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten gesamtschweizerisch durch, worauf als Hauptunternehmer folgende drei Firmen gewählt wurden, die ein Konsortium bildeten: das international tätige Bauunternehmen Ed. Züblin AG, die Firma Ad. Schäfer, damals eines der grössten Hochbauunternehmen des Kanton Aargaus, und das Rheinfelder Bauunternehmen Ad. Mergenthaler (Vgl. Bauinventarobjekt RHE920) [13]. Am 22. April 1971 fand der erste Spatenstich statt, den der Stadtammann Richard Molinari und der Verwaltungsratspräsident der inzwischen fusionierten Ciba-Geigy Louis von Planta zusammen ausführten, was einen symbolischen Akt dafür darstellte, dass man nun gemeinsam an einem Strang ziehe [14]. Während rund fünf Jahren wuchs nun auf dem freien Feld eine Satellitensiedlung aus dem Boden, die ab 1971 nicht mehr "R 1000", sondern nach dem alten Flurnamen "Augarten" genannt wurde [15]. Trotz Lärm, Schmutz und Bauverkehr, da die Bautätigkeit noch in vollem Gang war, zogen bereits im Sommer 1972 die ersten Bewohnerinnen und Bewohner ein. Das auf dem Areal schon bestehende Bauernhaus Waldhof – es wurde 1947 nach einem Entwurf des Landwirtschaftlichen Bauamts Brugg unter der Bauleitung des Feldschlösschen-Architekten Ernst Schelling errichtet [16] – beherbergte während der Bauzeit provisorisch einen Einkaufsladen, eine Poststelle und das Baubüro. Ab Mai 1973 existierte morgens und abends eine Busverbindung Augarten – Basel. Im selben Jahr wurde der noch heute aktive Bewohnerverein Augarten gegründet. 1974 wurden das Augartenschulhaus bezogen und 1976 das Zentrum mit den Geschäften und dem ökumenischen Haus Pelikan eröffnet [17]. Die Bauzeit des Augartens fiel in die wirtschaftliche Rezession Mitte der 1970er-Jahre und markiert gleichsam das Ende des Baubooms während der Hochkonjunktur. Seit der Ölpreiskrise 1973 geriet der Absatz der Wohnungen ins Stocken. So waren etwa im Mai 1977 erst 35% der 1072 bezugsbereiten Wohnungen belegt. Rheinfelden war zeitweise sogar schweizweit der Spitzenreiter im prozentualen Leerwohnungsbestand. Negativ auf die Attraktivität des Augartens als Wohnort wirkte sich auch die diskutierte Errichtung eines Atomkraftwerks in Kaiseraugst aus, dessen Standort nur etwa ein Kilometer vom Augarten entfernt gewesen wäre, und wogegen die Bevölkerung mit der Besetzung des Bauplatzgeländes 1975 heftig demonstriert hatte [18]. Die Bauherrschaft und der Stadtrat trafen deshalb verschiedene Massnahmen, um dem Leerstand entgegenzuwirken. So wurde neben einer intensiven Werbetätigkeit für das Wohnen im Augarten mit Publikationen und Veranstaltungen auch der Mietzins, der im Verlauf der Bautätigkeit aufgrund der Teuerung gestiegen war, wieder gesenkt. Als weiterer Anreiz wurden die Kleinwohnungen in den Hochhäusern ab 1977 möbliert angeboten. Diese Vermietungsförderung zusammen mit einer wirtschaftlichen Beruhigung zeigten rasch Wirkung, so dass Ende 1978 bereits über 80% der Wohnungen belegt waren. 1980 wurde schliesslich die Vollbelegung erreicht und für gewisse Wohnungstypen bestanden bereits Wartelisten. Rheinfeldens Bevölkerung war damit um ein Viertel gewachsen [19]. Bereits in den 1970er-Jahren begann Ciba-Geigy den Erwerb von Wohneigentum für ihre Mitarbeitenden zu fördern, weshalb im Augarten die Mieter auch schon in den ersten Jahren günstig zum Kauf kommen konnten. Allgemein begannen die Basler Chemie- und Pharmaunternehmen in den folgenden Jahren nach und nach ihre Liegenschaften abzustossen. 2003 verkaufte die 1996 aus der Fusion von Ciba-Geigy und Sandoz hervorgegangene Novartis den verbliebenen Teil der Siedlung an die Crédit Suisse. Heute gehören die Hochhäuser und die Zentrumsbauten nach der Übernahme der Crédit Suisse durch die UBS zur UBS Asset Management Switzerland AG. Die Reihenhäuser und Atriumhäuser sind mehrheitlich in Privatbesitz. In den Mehrfamilienhäusern besteht Stockwerkeigentum. Die verschiedenen privaten Eigentümerschaften sind in Eigentümergenossenschaften organisiert. Zudem besteht eine Betriebsgenossenschaft. Aufgrund der gewachsenen kleinteiligen Eigentümerstruktur fand eine Vielzahl an unterschiedlichen nachträglichen baulichen Veränderungen statt, wobei insgesamt die für die Siedlung charakteristischen Strukturelemente, der architektonische Ausdruck und auch die Bausubstanz im Wesentlichen erhalten geblieben sind. An grösseren baulichen Veränderungen ist der Abbruch und Ersatzneubau der beiden Kindergärten zu nennen. Der Kindergarten Hard 8 im Westen wurde 2014 ersetzt; der Kindergarten Holder 1 im Osten 2015. Von 2006 bis 2010 fand eine Sanierung der Hochhäuser und der Mehrfamilienhäuser durch den Totalunternehmer Unirenova Zürich in Zusammenarbeit mit den Architekten Otto + Partner AG Liestal statt. Die Hochhäuser erhielten alle einen zusätzlichen Liftturm, der die barrierefreie Erschliessung à niveau aller Wohnungen gewährleistet. Das Augartenschulhaus wurde nachträglich mit einer Aussenwärmedämmung versehen. Die häufigsten der kleineren baulichen Eingriffe der privaten Eigentümerschaften, wie sie an Wohnhäusern und Gärten vorgenommen wurden, seien überblicksmässig aufgeführt: Bei den Mehrfamilienhäusern sind es die Verglasung der Balkone sowie die Ergänzung von Lifttürmen; bei den Reiheneinfamilienhäusern der Einbau von Oberlichtern über dem Badezimmer und/oder dem Treppenhaus sowie der Anbau von Pergolen, letzteres gilt auch für die Atriumhäuser. Bei allen Wohneinheiten wurden zudem häufig im Inneren Zwischenwände entfernt, um die aufgrund der veränderten Bewohnerstruktur nicht mehr benötigten Kinderzimmer zu grösseren Wohn- oder Esszimmern zusammenzulegen. Bei den Wohneinheiten mit Garten halten teilweise unpassende Sichtschutzvorrichtungen Einzug. Gerade bei diesen kleineren Massnahmen ist für die Erhaltung des Gesamterscheinungsbilds auf eine gewisse Einheitlichkeit und eine architektonische Qualität zu achten. |
| Beschreibung: | Die Wohnsiedlung Augarten befindet sich rund zwei Kilometer südwestlich der Altstadt. Das 20 Hektaren grosse Areal hat die Form eines Rechtecks, das im Norden von der Kantonsstrasse Basel–Frick (Baslerstrasse), im Süden von der Bahnlinie sowie im Westen und im Osten von der Augsterstrasse und der Augartenstrasse begrenzt wird. Zur Bauzeit war diese Parzelle von Feldern umgeben, inzwischen ist das Gebiet zwischen dem Augarten und der Altstadt vollständig überbaut. Vom ehemaligen Bauernhof "Waldhof", der sich auf dem zuvor landwirtschaftlich genutzten Gelände des Augartens befand, wurde das Wohnhaus von 1947 beibehalten, renoviert und als Freizeithaus in die Siedlung miteinbezogen, wofür sich seine zentrale Lage innerhalb der Siedlung anbot. Die in Ost-West-Richtung verlaufende Waldhofstrasse bildet die Haupterschliessungsachse, von der in einem orthogonalen Raster mehrere Querstrassen abzweigen. Die Strassen schaffen innerhalb der Siedlung vier Bereiche, was dem zugrundeliegenden sozialen Konzept der Architekten Gelpke & Düby entspricht. Diese beruht auf der Einteilung des Augartens in vier kleinere Sektoren, sogenannte "Nachbarschaften", welche in sich verschiedene Haus- und Wohnungstypen beinhalten, so dass eine soziale Durchmischung von Familien, Alleinstehenden, jungen und älteren Menschen entstehen soll. Der Kristallisationspunkt bildet das Zentrum, in dem übergeordnete Funktionen zusammengefasst sind. Hier befinden sich die Schule, die Kindergärten, Einkaufsgelegenheiten, Verpflegungsmöglichkeiten, ein Freizeithaus und ein ökumenisches Kirchgemeindehaus, das von Anfang an auch für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe zur Verfügung stehen sollte. Indem die Siedlung innerhalb der "Nachbarschaften" weitgehend verkehrsfrei ist und die Erschliessung über Fusswege entlang den Gebäuden erfolgt, ergeben sich auch viele qualitätvolle Aussenräume, Durchwegungen und Plätze, die spontane Begegnungen ermöglichen und den sozialen Austausch fördern sollen. Die Positionierung der Baukörper folgt mit leichten auflockernden Versetzungen im Wesentlichen dem durch die Erschliessungsstrassen vorgegebenen orthogonalen Raster. Der Augarten ist eine Siedlung in sogenannter "gemischter Bauweise" mit verschiedenen Haustypologien. Da die gemischte Bauweise hohe und niedrige Bauten kombiniert, ist eine detaillierte Planung an einem Stück erforderlich, damit die Baukörper, z.B. hinsichtlich Ausnützung oder Schattenwurf, aufeinander abgestimmt sind. Auch unter vergleichbaren Anlagen gehört der Augarten mit seinen vier verschiedenen Wohnhaustypologien zu den differenziertesten, denn sie umfassen sechs zwölfstöckige Hochhäuser, 55 viergeschossige Mehrfamilienhäuser, 114 zweigeschossige Reiheneinfamilienhäuser und 56 eingeschossige Atriumhäuser. Die verschiedenen Haustypen mit unterschiedlich grossen Wohnungen sollten unterschiedliche Bewohnerinnen und Bewohner ansprechen. Dabei sind sie so gruppiert, dass die Hochhäuser die Zentrumsbauten rahmen und gleichermassen zur Mitte der Siedlung hin Akzente setzen. Mit den langgestreckten Baukörpern der Mehrfamilienhäuser werden die teppichsiedlungsartigen Bereiche der Atriumhäuser und Reiheneinfamilienhäuser eingefasst. Die architektonische Gestaltung folgt den Prinzipien der Nachkriegsmoderne mit kubischen Bauformen, Flachdächern und repetitiven Elementen, die der vorgefertigten, seriellen Bauweise geschuldet sind. So sind etwa die durchfensterten Fassadenbereiche alle analog mit grosszügigen hochrechteckigen Fenstern, niedrigen Brüstungen, vorkragenden Wandscheiben und Betonpfeilern mit Unterzug konzipiert. Diese vorfabrizierten Bauteile schaffen trotz der unterschiedlichen Haustypologien eine einheitliche Architektursprache über die gesamte Siedlung. Vorherrschende Materialien und Farben zur Bauzeit sind Sichtbeton für die Tragkonstruktion, Waschbeton für Brüstungen, Holz in einem Mahagonibraun für Fenster und Türen und Verputze in rötlichen, gräulichen und bräunlichen Beigetönen für die fensterlosen Stirnseiten. Bunte Akzente setzten die Stoffsonnenstoren in gelb, orange und rot sowie die regenbogenfarbigen Tore der oberirdischen Garagenboxen. Im Folgenden seien die verschiedenen Haustypologien einzeln beschrieben:
Scheibenhochhäuser Die sechs 12-stöckigen Scheibenhochhäuser sind durch die fensterlosen Stirnseiten und das regelmässige orthogonale Raster geprägt, das sich aus den horizontalen Brüstungen von Balkonen und Laubengängen sowie den vertikalen Betonpfeilern ergibt. Sie sind jeweils in zwei gleichgrosse Quader gegliedert, die an der Stelle des mittigen Erschliessungsturms mit Lift und Treppenhaus sowohl horizontal wie auch vertikal leicht versetzt zueinander sind, was zur Auflockerung des Bauvolumens beiträgt. Aufgrund der vertikalen Versetzung und der unterschiedlichen Höhe der Erdgeschosse, erschliesst der bauzeitliche Lift nur die Wohnungen einer Gebäudehälfte à niveau, die anderen sind durch eine Zwischentreppe zu erreichen oder durch den neuen zusätzlichen Lift. Die Geschosse umfassen Wohnungen verschiedener Grösse, ursprünglich vor allem Kleinwohnungen. Für den gestalterischen Entwurf der Hochhäuser orientierten sich Gelkpe & Düby an den grossen Vorbildern der internationalen Moderne. Besonders deutlich zeigen dies die Pfeiler und Durchgänge im Erdgeschoss, die unmissverständlich an die von Le Corbusier propagierten "pilotis" erinnern, welche dieser mit seinem Architekturmanifest "Fünf Punkte zu einer neuen Architektur" von 1927 zu einem Merkmal der Moderne schlechthin erheben wollte. Die scheibenförmigen Pfeiler der Augarten-Hochhäuser gleichen dabei insbesondere der sehr skulpturalen und brutalistischen Ausgestaltung dieses Konzeptes, wie es Le Corbusier bei seinen für die Nachkriegsmoderne charakteristischen "unités d'habitation" umgesetzt hat. Mehrfamilienhäuser Unter den 21 als Zeilenbauten mit fensterlosen Stirnseiten konzipierten Mehrfamilienhäusern existieren drei verschiedene Typen - von Gelpke & Düby als M1, M2 und M3 bezeichnet - die im Sinn der sozialen Durchmischung auf die vier "Nachbarschaften" verteilt sind. Als Grundprinzip für alle Mehrfamilienhäuser gilt, dass auf jedem Geschoss Zweispänner durch einen Treppenhausturm mit anschliessendem Laubengang erschlossen werden. Die Erschliessungsfassaden sind dabei immer nach Norden oder Osten, die Balkone bzw. Gärten bei den Erdgeschosswohnungen nach Süden oder Westen ausgerichtet. Durch die geschickte Grundrissdisposition stellt der Laubengang bei allen Mehrfamilienhauswohnungen einen privaten Aussenraum dar und dient nicht als Durchgang. Die elf Mehrfamilienhäuser M1 besitzen zwei Treppenhaustürme und folglich vier Wohnungen pro Geschoss. Einem Treppenhausturm sind jeweils eine 3,5- und eine 4,5-Zimmerwohnung zugeordnet. Von Haustyp M2 bestehen fünf Häuser, die über drei Treppenhaustürme und somit sechs Wohnungen pro Geschoss verfügen, wobei das mittlere Kompartiment zwei spiegelbildlich angeordnete 5,5-Zimmerwohnungen umfasst und die beiden äussern je eine 2,5- und eine 5,5-Zimmerwohnung. Die fünf Mehrfamilienhäuser M3 besitzen mit drei Treppenhaustürmen auch sechs Wohneinheiten pro Geschoss, wobei dem mittleren Kompartiment eine 3,5- und eine 4,5-Zimmerwohnung, den beiden äusseren je eine 3,5- und eine 6,5-Zimmerwohnung zugeordnet sind. Reiheneinfamilienhäuser Bei den Reiheneinfamilienhäusern gibt es zwei Haustypen, R1 und R2, die sich darin unterscheiden, dass erstere sechs Wohneinheiten umfassen, zweitere lediglich vier. R1 wurde in den nördlichen "Nachbarschaften" umgesetzt, R2 in den südlichen. Die Reihenhäuser sind die einzigen Wohneinheiten der Siedlung, die sich auf zwei Geschosse erstrecken und im Innern eine Treppe aufweisen. Alle Wohneinheiten besitzen je einen Garten, zwei gedeckte Sitzplätze und zwei Balkone. Ansonsten sind die Fassaden anlog zu den Hoch- und Mehrfamilienhäusern gestaltet, indem sich tragende Betonelementen mit grossflächigen holzgefassten Fensterpartien abwechseln. Atriumhäuser Die eingeschossigen Atriumhäuser mit jeweils sechs Zimmern bilden die Zentren der beiden südlichen "Nachbarschaften" im Augarten. Jeweils zehn, bzw. acht im Bereich der anschliessenden Kindergärten, sind um einen gemeinsamen kleinen Platz angeordnet, von denen aus schmale Wege zwischen den Häusern durchführen. Die insgesamt sechs Plätze sind landschaftsarchitektonisch alle unterschiedlich gestaltet. Die Wohnräume der Atriumhäuser gruppieren sich entweder L- (Haustyp A1) oder T-förmig (Haustyp A2) um ein Atrium und einen Hof, der dem Eingang vorgelagert ist. Das Wohn- und das Esszimmer sind mit ihren Fenstern jeweils auf das Atrium ausgerichtet, die Küche auf den Hof. Das Atrium ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern den unbeobachteten Aufenthalt im Freien, zugleich belichtet es die umliegenden Trakte. Diese Haustypologie erfreute sich in der Nachkriegsmoderne allgemeiner Beliebtheit, die u.a. von den entsprechenden Entwürfen von Arne Jacobsen im Hansaviertel angefacht wurde. Zentrum Der Zentrumsbereich des Augartens besteht neben dem bereits erwähnten Bauernhaus, das zu einem Freizeitzentrum umfunktioniert wurde, aus vier quaderförmigen Baukörpern aus Sichtbackstein, die um einen in den Bauplänen romantisierend als "Piazza" bezeichneten Platz angeordnet sind. Verbindendes Element der Gebäude ist ein den zentralen Freiraum rahmender Laubengang, der aus einer Metallkonstruktion aus knallig roten Profilen mit repetitiv gereihten, halbrunden Tonnendächern aus transparentem Kunststoff besteht. Die quadratische "Piazza" beherrscht ein ebenfalls quadratisches, aber über Eck gestelltes und um drei Stufen eingetieftes Brunnenbecken. Diesen Brunnen stiftete die Ortsbürgergemeinde Rheinfelden 1975 als "Zeichen der Verbundenheit", wie es die nebenstehende Plakette festhält. Mit seiner Materialkombination, Farbigkeit sowie seinem Formenvokabular zeigt das Zentrum eine für die späten 1970er-Jahre charakteristische Pop-Ästhetik, wie sie später auch die Postmoderne prägen wird. Das Zentrum markiert somit nicht nur chronologisch, sondern auch stilistisch den Abschluss der Bauphase des Augartens. Die vier Gebäude werden heute noch gleich oder ähnlich genutzt wie in den Bauplänen vermerkt. Im Westen befindet sich das heutige "Tagungs- und Freizeitzentrum Pelikan", das ursprünglich auch eine Nutzung als Kirche ermöglichen sollte, aber von Anfang an als flexibler Mehrzwecksaal konzipiert wurde. Das nördliche Gebäude war als Restaurant vorgesehen, das südliche als Lebensmittelgeschäft und der östliche Gebäudetrakt für Läden und eine Postfiliale. Schulhaus Das Schulhaus liegt in der Mittelachse der Siedlung nahe den Zentrumsbauten. Die zugehörigen Freiflächen für Sport, Spiel und Pausenbetrieb rund um das Schulgebäude sind in die Freiraumgestaltung der Siedlung integriert und schaffen einen harmonischen Übergang zu den Wohnbauten. Das Raumprogramm umfasst im Obergeschoss 12 Klassenzimmer mit entsprechenden Nebenräumen und im Erdgeschoss eine Abwartwohnung, einen grossen unterteilbaren Mehrzwecksaal, drei Handarbeitszimmer sowie eine Turnhalle. Dazu gehören auch ein Feuerwehrmagazin und eine Zivilschutzanlage. Das Untergeschoss ist in Massivbauweise erstellt, die übrigen Gebäudeteile bestehen aus vorfabrizierten Elementen des Systems Peikert [21]. Das Schulhaus ist mit den Innenhöfen im Obergeschoss so konzipiert, dass es die Vorteile einer Pavillonschule (Kleinteiligkeit mit viel Bezug zum Aussenraum) mit der grundsätzlich ökonomischeren Lösung eines zweigeschossigen Gebäudes verbindet [22]. Nachträglich wurde das Schulhaus mit einer Aussenwärmedämmung versehen, welche das ursprünglich die Fassaden gestaltende Raster verunklärt. Grün- und Freiraumgestaltung Das Gelände, auf dem sich die Siedlung Augarten erstreckt, zeichnet sich durch eine künstliche Modellierung mit verschiedenen Anhöhen aus, für die wie üblich der Aushub verwendet wurde. So befinden sich etwa die Atriumhäuser auf leicht erhöhten Flächen und die Rasenflächen im Bereich der Hochhäuser zeigen sanfte Hügelverläufe. Über diese differenzierte Topographie verläuft das Wegnetz aus Vollverbundpflastersteinen, das von Hecken sowie Nadel- und Laubgehölzen gesäumt ist. Während die Nadelgehölze eher in den stärker versiegelten Bereichen vorkommen, finden sich die Laubgehölze in den Bereichen mit mehr angrenzenden Grünflächen und geringerem Erhitzungspotenzial [23]. Besonders charakteristisch für den Augarten ist, dass jede Wohneinheit entweder mit Balkon, Terrasse, Garten oder Atrium einen starken Bezug zum Aussenraum bietet. Auch in den oberen Geschossen der Hoch- und Mehrfamilienhäuser hat man aufgrund der geschickten Anordnung der Bäume und Rasenflächen den Eindruck, sich im Grünen zu befinden. Im Umgang mit dem Augarten als Denkmal ist besonders auf das einheitliche äussere Erscheinungsbild der Siedlung zu achten. So gilt es die Setzung der Baukörper mit ihrem architektonischen Ausdruck, das Verhältnis von Grünflächen und Baukörpern, die bauzeitliche Farbigkeit, Materialität und Bepflanzung zu erhalten. Für Erweiterungen und Modernisierungen sind hinsichtlich Farbe, Materialisierung und Formensprache Vorgaben und Lösungen anzustreben, die einen qualitativen Anspruch erfüllen und sich harmonisch in den Bestand einpassen und zudem berücksichtigen, dass innerhalb einer Haustypologie Einheitlichkeit geboten ist. |
| Anmerkungen: | [1] Hochreiter et. al. 2014, S. 247–249; Molinari 1988, S. 15. [2] Gschwind 2016, S. 281. [3] Das Wohnbauprojekt R 1000. Eine Orientierung für Geigy-Mitarbeiter, S. 5. [4] Enezian 1973, S. 43–44; AG für Wohnbauplanung der Industrie / Verwaltungsratsprotokoll 5., Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 12.Januar 1967 (Firmenarchiv der Novartis AG, Firmenarchiv Geigy ASS 7/6). [5] Fabian Furter, Patrick Schoeck-Ritschard, Göhner wohnen. Wachstumseuphorie und Plattenbau, Baden 2013, S. 48; Furter 2023, S. 228. [6] ETH Zürich, gta-Archiv, Sign. 3-01.36-1, Hans Marti, Gutachten R 1000 zu Handen des Stadtrates Rheinfelden, 4. Nov. 1967. [7] Molinari 1988, S 17–18, [8] Lucius Burckhardt, Max Frisch, Markus Kutter, achtung: die Schweiz. hg. von Markus Ritter, Martin Schmitz, Berlin 2019. [9] Das Wohnbauprojekt R 1000. Eine Orientierung für Geigy-Mitarbeiter, S. 26–29. [10] Molinari 1988, S. 19. [11] Anton Schaller, Endlich muss die Entscheidung fallen. Das "R1000", eine grosse Chance für Rheinfelden, in: National-Zeitung Basel, 17.08.1969; Rheinfelden vor dem Entscheid über "R 1000" NZZ 18.08.1969. [12] Molinari 1988, S. 19–20. [13] Enezian 1973, S. 75. [14] Molinari 1988, S. 20. [15] Hochreiter et. al. 2014, S. 250. [16] Rheinfelder Neujahrsblätter, 1950, S. 50–51. [17] Massarotti 1983, S. 65–70. [18] U. Fischer, Kaiseraugst heute. In: Das Werk, Bd. 63 (1976), H. 4: Die Architektur von Atomkraftwerken, S. 260–261. [19] Massarotti 1983, S. 70–72. [20] Hochreiter et. al. 2014, S. 250 [21] Zum System Peikert siehe System & Serie, hrsg. von ICOMOS Suisse Arbeitsgruppe System & Serie, Zürich 2022, S. 108–113. Ihr Schulbausystem VSP präsentierte die Zuger Bau- und Architekturfirma Peikert Bau AG erstmals 1966 als begehbares Mock-up auf der ersten Schweizerischen Fachmesse für Vorfabrikation in Spreitenbach. [22] s.n., Das neue Schulhaus in der Siedlung Augarten, in: Rheinfelder Neujahrsblätter (1975), S. 53–59. [23] Zur Grünraumgestaltung siehe Emanuel Münch, Grosswohnsiedlung Augarten Rheinfelden. Gartendenkmalpflegerisches Gutachten und Entwicklungsziele. Bachelorarbeit Landschaftsarchitektur, Ostschweizer Fachhochschule Rapperswil, 2022. |
| Literatur: | - Garabed Enezian, Die Siedlung R 1000 und die Gemeinde Rheinfelden (1965–72), in: Rheinfelder Neujahrsblätter 1973, S. 26–109. - Fabian Furter, Testfeld Planung. Raumentwicklung, Städtebau und Architektur, in: Zeitgeschichte Aargau 1950–2000, Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hg.), Zürich 2021, S. 56–123, hier S. 105. - Fabian Furter, Industriell bauen für die postindustrielle Gesellschaft. Massenwohnungsbau in der Nachkriegsschweiz 1945–1975, Diss. ETH 2023, S. 254–256. - Fabian Furter (Buch und Regie), Fabian Wegmüller (Kamera und Schnitt), Dokumentarfilm "Wohnen im Superformat. Der Aargau und seine Grossüberbauungen", Zeitgeschichte Aargau 2024 (https://www.zeitgeschichte-aargau.ch/film-und-bild/wohnen-im-superformat/ Zugriff 27.10.2025) - Wendel Gelpke, Hans Düby, R 1000. Projekt einer Grossüberbauung mit 1000 Wohnungen in Rheinfelden, in: Bauen+Wohnen (1969), Heft 10, S. 362–370. - Eva Gschwind, Firmeneigener Wohnungsbau in der Region. Grösser, besser, günstiger – und ohne Staat, in: Georg Kreis et. al., Chemie und Pharma in Basel, Bd. 2: Wechselwirkungen einer Beziehung. Aspekte und Materialien, Basel 2016, S. 276–285. - Simon Heiniger, R 1000. Ein Spaziergang durch die Siedlung Augarten, Architektur Basel 18.12. 2021 (https://architekturbasel.ch/r-1000-ein-spaziergang-durch-die-siedlung-augarten/ Zugriff 14.02.2024) - Simon Heiniger, 50 Jahre Siedlung Augarten. Ein fotografischer Rückblick, Architektur Basel 20.07.2023 (https://architekturbasel.ch/50-jahre-siedlung-augarten-ein-fotografischer-rueckblick/ Zugriff 14.02.2024) - Walter Hochreiter et al., Drinnen, draussen, dabei. Die Geschichte der Stadt Rheinfelden, Heidelberg 2014, S. 247–250. - Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aarau, Bd. 9: Bezirk Rheinfelden, Bern 2011, S. 29. - Helmut Kopf, Der Augarten heute, in: Rheinfelder Neujahrsblätter, Bd. 47 (1991), S. 94–104. - V. Massarotti, 10 Jahre Augarten. 1972–1982, in: Rheinfelder Neujahrsblätter 39 (1983), S. 63–78. - Richard Molinari, Im Dienste der Stadt Rheinfelden. Rückblick auf eine langjährige Amtstätigkeit, Rheinfelden 1988. - Christian Müller, 50 Jahre Augarten, eine bewegende und bewegte Geschichte, in: Rheinfelder Neujahrsblätter 2024, S. 11–31. - Emanuel Münch, Grosswohnsiedlung Augarten Rheinfelden. Gartendenkmalpflegerisches Gutachten und Entwicklungsziele. Bachelorarbeit Landschaftsarchitektur, Ostschweizer Fachhochschule Rapperswil, 2022. - s.n., Das neue Schulhaus in der Siedlung Augarten, in: Rheinfelder Neujahrsblätter (1975), S. 53–59. |
| Quellen: | - Das Wohnbauprojekt R 1000. Eine Orientierung für Geigy-Mitarbeiter, hrsg. von der J. R. Geigy A. G., Basel o. J., Firmenarchiv der Novartis AG, Firmenarchiv Geigy, ASS 8/2. - Verkaufsprospekt, Firmenarchiv der Novartis AG, Firmenarchiv Geigy, ASS 8/2. - Firmenarchiv der Novartis AG, Firmenarchiv Geigy ASS 7/6; 8/1; 8/2. - Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, div. Baugesuche zu Parz.-Nr. 574. |
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