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General information |
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Accessions characteristics |
| Creation date(s): | 1805 - 1808 |
| Grundlage Datierung: | Literatur |
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Typologie |
| Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Einzelobjekt |
| Nutzung (Stufe 1): | Verkehrs- und Infrastrukturbauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Brücke |
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Information on related materials |
| Autorschaft: | Blasius Balteschwiler (1752–1832) |
| Würdigung: | Als Fragment erhaltener Brückenkopf der alten, gedeckten Holzrheinbrücke, die 1805 vom bedeutenden Baumeister und Brückenbauer Blasius Balteschwiler (1752–1832) entworfen und 1807/08 ausgeführt wurde. 1897 fiel die Brücke zum Grossteil einem Brand zum Opfer. Beim Bau der heutigen Rheinbrücke von 1911/12 (Bauinventarobjekt RHE926) wurden die bestehenden Reste der Holzkonstruktion, die zeitweise noch kombiniert mit einer Eisenkonstruktion als Notbrücke dienten, entfernt. Der Brückenkopf steht heute als Kulturobjekt mit historischer und konstruktionsgeschichtlicher Bedeutung auf der Rheininsel. |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | Die 1198 belegte erste Rheinfelder Brücke gehörte mit jenen von Laufenburg (1207) und Basel (1225) zu den wichtigsten Übergängen am Oberrhein. In Rheinfelden begünstigten zwei aus dem Flussbett ragende Muschelkalkfelsen einen Brückenbau. Ihre Geschichte ist geprägt von Naturkatastrophen wie Hochwassern und Bränden sowie von kriegerischen Auseinandersetzungen wie dem Dreissigjährigen Krieg und den Napoleonischen Kriegen, die jeweils zu einer Zerstörung und einem nachfolgenden Wiederaufbau führten [1]. Nachdem die im 18. Jh. bestehende Brücke beim Franzoseneinfall beschädigt worden war und deren Instandstellung offenbar längerfristig den Anforderungen nicht mehr genügte, erarbeitete der berühmte Baumeister und Brückenbauer Blasius Balteschwiler (1752–1832) [2] 1805 ein Neubauprojekt, das 1807/08 ausgeführt wurde. Am 12. Juni 1897 zerstörte ein Brand den nördlichen Brückenabschnitt, worauf von der Firma Buss & Comp. in Pratteln BL eine Notbrücke aus Eisen errichtet wurde, die bereits am 14. August 1897 eröffnet werden konnte [3]. Beim Bau der heutigen Rheinbrücke von 1911/12 (Bauinventarobjekt RHE926) wurden die bestehenden Reste der Holzkonstruktion entfernt. Der südliche Brückenkopf seht heute als Fragment auf der Rheininsel. |
| Beschreibung: | Die Brücke von Blasius Balteschwiler verband die Ufer des schweizerischen (links) und des deutschen (rechts) Rheinfeldens an der Stelle der Rheininsel, so dass sie als Besonderheit zwei Seitenarme des Rheins überspannen musste. Die Holzbrücke war als gedeckte Balkenbrücke mit einem Sprengwerk aus Sprengwerksstreben und Spannriegel ausgeführt und auf mehrere Steinpfeiler abgestützt. Im nördlichen Teil integrierte sie den auf einem kleinen Felssporn im Rhein stehenden Böckersturm, der seit dem Mittelalter den rechtsufrigen Brückenzugang sicherte. Das auf der Rheininsel aufgestellte Fragment umfasst ein Teilstück der Bedachung, die oberhalb der Brückenbrüstung ansetzte. Erhalten sind zwei in moderne Betonsockel eingelassene Ständer, die in der Horizontalen den Binderbalken eines als Sparrendreieck konzipierten Dachstuhls tragen. In Längsrichtung tragen sie das Rähm mit dem sie durch gebogene Streben verbunden sind und darüber die Fusspfette auf der die Rafen aufliegen. Die Rafen werden zusätzlich von einer Mittelpfette gestützt, eine Firstpfette fehlt jedoch. Das Satteldach ist mit Biberschwanzziegeln gedeckt. Zum Schutz der Konstruktion sind die Giebelfelder mit einer modernen Bretterverschalung versehen. |
| Anmerkungen: | [1] Hunziker, Hoegger 2011. S. 85–86. [2] Im Aargau baute Balteschwiler auch die Brücken von Baden (1809), Laufenburg (1810), Wettingen (1818) und Kaiserstuhl (1823). Zu Balteschwiler siehe Anton Wohler: "Balteschwiler, Blasius", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.11.2016. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/042069/2016-11-10/, konsultiert am 10.09.2025. [3] Fotografien einer Stadt. Rheinfelden 1860–1940, Gemeinde Rheinfelden (Hg.), Basel 1980, o. S. |
| Erwähnung in anderen Inventaren: | - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung. - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung, Einzelobjekt 0.0.34. - Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz (IVS), nationale Bedeutung, Strecke AG 12, Linie AG 12.4. |
| Literatur: | - Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9: Der Bezirk Rheinfelden, Bern 2011. S. 85–86. - Walter Hochreiter et al., Drinnen, draussen, dabei. Die Geschichte der Stadt Rheinfelden, Heidelberg 2014, S. 207–208. - Fotografien einer Stadt. Rheinfelden 1860–1940, Gemeinde Rheinfelden (Hg.), Basel 1980, o. S. - Josef Killer, Die Familie Balteschwiler von Laufenburg. In: Vom Jura zum Schwarzwald, Db. 46–48 (1972–1974), S. 3–62, hier S. 27–29. - Josef Killer, Brücken im Aargau. Brücken von der Römerzeit bis 1940, in: SIA Bd. 105 (1987), S. 634–645. |
| Reproduction conditions: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
| URL: | http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142422 |
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