INV-RHE974 Kaiserstrasse 22, 1889-1890 (Dossier (Bauinventar))

Archive plan context

 

General information

Information on identification

Ref. code:INV-RHE974
Ref. code AP:RHE974
Title:Kaiserstrasse 22
Preview:
1/2
Bildlegende:Ansicht von Südwesten (2023)
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Rheinfelden
Ortsteil / Weiler / Flurname:Kaiserstrasse
Adresse:Kaiserstrasse 22
Versicherungs-Nr.:483
Parzellen-Nr.:50
Koordinate E:2626409
Koordinate N:1266879
Situationsplan (AGIS):https://www.ag.ch/geoportal/apps/onlinekarten/?layers=dp_denkmalpflege::topicmaps.geo.ag.ch&basemap=base_landeskarten_sw::topicmaps.geo.ag.ch,1,true¢er=2626398.16,1266860.75&z=13&info=2626409.064811063,1266879.2861829076,1

Accessions characteristics

Creation date(s):1889 - 1890
Grundlage Datierung:Brandkataster

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Profane Wohnbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Wohnhaus

Information on related materials

Würdigung:Spätklassizistisch geprägtes Wohnhaus, das 1889/90 für Hermann Hoffmann errichtet wurde. Der verputze Massivbau unter einem knappen Satteldach zeigt insbesondere an der strassenseitigen Trauffassade eine dekorative Gestaltung mit Bandrustika im Erdgeschoss, profilierten Gesimsen und Verdachungen sowie gequaderten Lisenen im Obergeschoss. Im Innern sind aus der Bauzeit das Treppenhaus, Parkette, Türgewände und Türblätter erhalten. Mit seiner Lage unmittelbar an der Kaiserstrasse prägt das Gebäude den Strassenraum und bildet mit den anderen im ausgehenden 19. Jahrhundert entstandenen Bauten auf der gegenüberliegenden Seite der Kaiserstrasse ein städtebaulich wertvolles Ensemble.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Gemäss Brandkataster wurde das Wohnhaus 1889–1890 für Hermann Hoffmann errichtet. Beschrieben wird es darin als "Wohnhaus mit Veranda von Stein mit Trem- und Eisenbalkenkeller". Nachträgliche bauliche Veränderungen fanden am Äusseren vor allem im Bereich des Hauseingangs statt, der in der zweiten Hälfte des 20. Jh. verändert wurde, indem der ursprünglich gerade Sturz zu einem Stichbogen umgestaltet wurde; 2007 wurde der Hauseingang mit einem Glasvordach ausgestattet [1].
Beschreibung:Das zweigeschossige Gebäude steht traufständig auf der Nordseite der Kaiserstrasse. Ein schmaler Grünstreifen trennt das Gebäude von der Strasse und im Westen erstreckt sich der zugehörige Garten. Das Wohnhaus umfasst zwei Geschosse und trägt ein knappes Satteldach. Die westliche Giebelfassade mit ihrer regelmässigen Befensterung ist dreiachsig gegliedert. Im Erdgeschoss dominiert ein mittig gelegener Eingang mit Stichbogenabschluss, der über eine ausladende, ebenfalls stichbogenförmige Steintreppe erschlossen wird. Er wird links und rechts von je einem Fenster flankiert. Im Obergeschoss sind drei Fensteröffnungen vorhanden, im Giebelfeld eines. Die an den Giebelseiten vorstehenden Pfettenköpfe sind auf zierbeschnitzten Knaggen abgestützt. Im Gegensatz zur südlichen Traufseite, die der Strasse zugewandt als Schauseite fungiert, ist die Westfassade nicht weiter gegliedert. Die Südfassade hingegen hebt sich ab durch eine horizontale Gliederung mit Bandrustika im Erdgeschoss, profilierten Gesimsen und im Obergeschoss mit über den Fenstern angeordneten Verdachungen. Über die gesamte Haushöhe wird mit zwei gequaderten Pilastern links und rechts des mittleren Fensters die Symmetrie der Fassadengliederung unterstrichen. Ganz im Gegensatz zur Südfront gehalten ist die unscheinbare Nordfassade. Über einem weiteren Hauszugang mit hölzernem Türblatt (vierfeldrige Rahmen-Füllungstür mit Oblicht) in der rechten Fassadenhälfte ordnet sich die Hauserschliessung an, erkennbar an den schmalen Treppenhausfenstern. An der ebenfalls symmetrisch gestalteten Ostfassade wurde ein Wintergarten angebaut. Darüber befindet sich eine breit angelegte Terrasse.
Im Gebäudeinnern erfolgt die Erschliessung der Geschosse über eine bauzeitliche Holztreppe mit gedrechselten Holzstaketengeländer und Antrittspfosten. In zwei Räumen des Erdgeschosses hat sich der originale Parkettboden erhalten. Die Raumaufteilung wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt nachhaltig verändert und neue Raumeinheiten gestaltet. Im Obergeschoss scheint sich hingegen die ursprüngliche Anordnung erhalten zu haben. Ein Gang mit Fischgrat-Parkettboden erschliesst die beidseitig davon angelegten Räume. Auch die alten Türeinfassungen und Türblätter haben sich erhalten. Im 2. Obergeschoss befinden sich zwei Mansardzimmer mit einfachen Riemenböden [2].
Anmerkungen:[1] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 50 (1970); 25 (1995); 2007-064.
[2] Hausinneres gemäss Kurzinventar, Kathrin Schöb, 2005.
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung.
Quellen:- Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0570 (1876–1898) Vers.-Nr. 581; CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 483, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden.
- Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 50 (1970); 25 (1995); 2007-064.
Reproduction conditions:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

URL for this unit of description

URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142406
 

Social Media

Share
 
Home|Login|de en fr it
Online queries in archival fonds