INV-RHE973 Transformatorenstation Flossländeweg, 1923 (Dossier (Bauinventar))

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General information

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Ref. code:INV-RHE973
Ref. code AP:RHE973
Title:Transformatorenstation Flossländeweg
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Bildlegende:Ansicht von Nordosten (2024)
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Rheinfelden
Ortsteil / Weiler / Flurname:Flossländeweg / Roberstenstrasse
Adresse:Flossländeweg / Roberstenstrasse
Versicherungs-Nr.:822
Parzellen-Nr.:503
Koordinate E:2627427
Koordinate N:1267914
Situationsplan (AGIS):https://www.ag.ch/geoportal/apps/onlinekarten/?layers=dp_denkmalpflege::topicmaps.geo.ag.ch&basemap=base_landeskarten_sw::topicmaps.geo.ag.ch,1,true¢er=2627432.37,1267888.39&z=13&info=2627427.030808026,1267914.131265809,1

Accessions characteristics

Creation date(s):1923
Grundlage Datierung:Baugesuch

Typologie

Nutzung (Stufe 1):Verkehrs- und Infrastrukturbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Transformatorenstation
Epoche / Baustil (Stufe 3):Heimatstil

Information on related materials

Autorschaft:Fritz Schär, Baumeister Rheinfelden
Würdigung:Transformatorenstation des Aargauischen Elektrizitätswerk, die 1923 durch das Rheinfelder Bauunternehmen von Fritz Schär ausgeführt wurde. Die Transformatorenstation ist ein gut erhaltener Zeuge der im frühen 20. Jahrhundert ausgebauten Infrastruktur zur elektrischen Stromversorgung und von technikgeschichtlicher Bedeutung. Mit ihrer Konzeption als Turm unter einem Teilwalmdach mit Biberschwanzziegel und ihrer an der Vernakulärarchitektur orientierten Gestaltung ist sie zudem ein charakteristisches Beispiel für die Bestrebungen der Heimatschutzbewegung im frühen 20. Jahrhundert, solche damals noch neuen technischen Infrastrukturanlagen in ein traditionelles Siedlungsbild einzubinden.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Transformatorenstationen dienen dazu, die über grosse Distanz vom Elektrizitätswerk herangeführte Mittelspannung auf die für die Haushaltanschlüsse notwendige Niederspannung zu transformieren. Im frühen 20. Jh. wurden sie häufig als Turm gestaltet, wobei sie sich wie es von der Heimatschutzbewegung gefordert an regionaler Architektur orientierten, um sich ins Siedlungsbild einzupassen [1].
Die Transformatorenstation an der Ecke Flossländeweg / Roberstenstrasse haben die Aargauische Elektrizitätswerke, Kreis Bureau Rheinfelden, 1923 in Auftrag gegeben. Die Erstellung der Baupläne sowie die Ausführung wurde von Fritz Schär, der in Rheinfelden ein Baugeschäft führte, übernommen [2]. Die gleichzeitig mit der Transformatorenstation errichtete Remise (Vers.-Nr. 577) wurde 1936 abgetragen, d.h. der heutige Bau ist jünger und gehört nicht zum Schutzumfang.
Beschreibung:Die Transformatorenstation steht im von Einfamilienhäusern geprägten Roberstenquartier in der Südwestecke der Strassenkreuzung Flossländeweg / Roberstenstrasse. Es ist als zweigeschossiger Turm unter einem Teilwalmdach mit Biberschwanzziegeln gestaltet. Im Erdgeschoss der strassenseitigen Ostfassade befindet sich der Eingang zum Transformatorenraum (im Innern erneuert). Das Türgewände aus Kunststein besitzt einen profilierten Sturz. Nordseitig steigt eine Treppe auf, die zum Eingang ins Obergeschoss an der rückwärtigen Westfassade führt. Der Turm zeigt an der Ostseite ein hochrechteckiges Fenstergewände aus Kunststein mit Jalousieklappläden und einem sprossierten Fenster; zwei kleinere, nahezu quadratische aber ansonsten analog gestaltete Fensterchen sind an der Westfassade. Darüber sind drei kleine Rechtecköffnungen angebracht. Die in den Plänen eingezeichnete Doppelflügeltür des erdgeschossigen Eingangs ist nicht erhalten.
Mit diesen der vernakulären Architektur entnommenen Gestaltungselementen wurde der harmonischen Einpassung des Infrastrukturbaus in das bestehende Einfamilienhausquartier höchste Aufmerksamkeit geschenkt.
Anmerkungen:[1] Allgemein zur Typologie der Transformatorenstationen siehe Michael Neumann, Zwischen Kraftwerk und Steckdose. Zur Architektur der Trafohäuser, Marburg 1987; Yvonne Scheiwiller, Trafoturm - Turmtrafo. Schweizer Turmtransformatoren, Drahthüsli, Trafostationen. Hommage an eine Architekturform, die nicht mehr gebaut wird, Schwyz 2013; Walter Wyssling, Die Entwicklung der Schweizerischen Elektrizitätswerke und ihrer Bestandteile in den ersten 50 Jahren, Zürich 1946, S. 449-454.
[2] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 012 (1923). Der Baumeister Fritz Schär war in Rheinfelden in der ersten Hälfte des 20. Jh. tätig und arbeitete beispielsweise auch mit dem Rheinfelder Architekten Heinrich A. Liebetrau zusammen (vgl. Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9: Der Bezirk Rheinfelden, Bern 2011. S. 197).
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung.
Quellen:- Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 822, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden.
- Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 012 (1923).
Reproduction conditions:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

URL for this unit of description

URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142405
 

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