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General information |
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Accessions characteristics |
| Creation date(s): | 1920 - 1921 |
| Grundlage Datierung: | Baugesuch |
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Typologie |
| Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Einzelobjekt |
| Nutzung (Stufe 1): | Profane Wohnbauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Repräsentatives Wohnhaus, Villa |
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Information on related materials |
| Autorschaft: | Albert Hürsch |
| Würdigung: | Abwechslungsreich gestaltete Villa von 1920/21. Der zweigeschossige Massivbau auf hohem, bossiertem Kellersockel unter weit ausladendem Vollwalmdach war der erste Bau an der aussichtsreichen westlichen Hangkante des Kapuzinerbergs. Ihm folgten wenige Jahre später die benachbarten Villen Juraweg 5 (Bauinventar RHE966) und Froneggweg 11 (Bauinventar RHE968). Stilistisch zeigt die Villa gegenüber ihren jüngeren Nachbarbauten noch Anklänge an den Reformstil mit der leicht asymmetrischen Südostseite und den sehr plastisch wirkenden Buckelquadern aus hellem Kalkstein im Sockel- und Eingangsbereich. Zum Haus gehört ein weitläufiger Garten mit zwei Nebenbauten: Einer 1934 als Autogarage und Pferdestall erbauten Remise (Vers.-Nr. 1030) und einer Gartenhalle von 1958 (Vers.-Nr. 1954) (nicht im Schutzumfang). |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | 1920 liess Wilhelm Jenny-Wüthrich die Villa nach Entwurf des Architekten Albert Hürsch an der Hangkante des Kapuzinerbergs erbauen [1]. Sie war somit die erste Villa der heutigen Dreiergruppe (Bauinventar RHE966 und Bauinventar RHE968), in deren Mitte sie steht. Der Bauherr war Partner der nahe beim Haus gelegenen Rohrmöbelfabrik Voellmy-Jenny. Zum Haus gehörte ein Gartenhaus mit Hühnerstall in der nordöstlichen Ecke der Parzelle. Es wurde 1934 nach Projekt von Ernst Schelling vergrössert und zur Autogarage mit Pferdestall umgebaut [2]. 1958 kam eine freistehende Gartenhalle nach Projekt des Gartengestalters Max Arregger, Luzern, hinzu (Vers. Nr. 1954) [3]. Nach dem Eigentümerwechsel an die Familie Molinari, wurde die Eingangspartie 1967 umgestaltet [4]. 2002 kam es zu einem weiteren Umbau, wobei die Veranda an der Nordwestseite neu verglast und die bisherige rötliche Fassadenfarbe durch Cremeweiss ersetzt worden ist [5]. |
| Beschreibung: | Die Villa steht an aussichtsreicher Lage in einem weitläufigen Garten mit bauzeitlicher Einfriedung aus Zementsockel, Zementpfosten und Holzlattenzaun. Die über annähernd quadratischem Grundriss errichtete und vollständig unterkellerte Villa besitzt zwei Voll- und zwei Dachgeschosse. Der Keller tritt als mit Buckelquadern versehener Sockel zu Tage. Mit ihrem Runderker an der Südwestecke und der dort sowie im mit zwei Säulen ausgezeichneten Eingangsbereich und am umlaufenden Sockel verwendeten Buckelquaderung aus hellem Kalkstein verfügt die Villa über eine plastische Körperlichkeit, die mit den glatt verputzten, schmucklosen Wandflächen kontrastiert und für eine lebendige Gesamtwirkung sorgt. Das deutlich vorkragende Vollwalmdach mit Knick hat eine feinmaschig kassettierte Untersicht und wird in der Firstmitte von einem Kamin bekrönt. Bauzeitliche Schleppgauben und Dachlukarnen tragen zur Vielgestaltigkeit des Hauses bei. An der Nordwestseite ist dem Erdgeschoss auf der gesamten Fassadenlänge eine reich befensterte Veranda mit in der Mitte polygonal ausbuchtendem Standerker vorgelagert, auf deren Dach ein weitläufiger Balkon mit massiver Brüstung Platz findet. Das Innere wird durch ein Entrée erschlossen, von dem aus das Treppenhaus mit Richtungswechsel ins Obergeschoss führt und das selbst in eine quer dazu verlaufende Diele übergeht. Das Erdgeschoss teilt sich auf in das Wohnzimmer mit Runderker, das Esszimmer mit daneben liegender Küche und Speisekammer sowie einen als "Fenstersitz" bezeichneten, zur Diele hin offenen Raum mit zwei Sitzbänken und eine Toilette. Die Laube erstreckt sich über die ganze nordwestliche Hausseite und ist dreigeteilt: Der nördliche Drittel ist der Küche zugeordnet, der mittlere mit dem polygonalen Standerker und der südliche dem Esszimmer. Im Obergeschoss wiederholt sich die Raumaufteilung mit quer zur Treppenrichtung laufendem Gang, auf den Plänen von 1920 als "Corridor" mit "Glätte-Tisch" bezeichnet. Die vier Zimmer sind als Schlafzimmer I, Schlafzimmer II sowie als Kinder- und als Gastzimmer bezeichnet. Ein Badezimmer und eine separate Toilette vervollständigen das Raumprogramm. Der als "Terrasse" bezeichnete Balkon oberhalb der Laube ist über die ganze Hausseite durchgehend und kann sowohl vom Kinderzimmer als auch vom Schlafzimmer I betreten werden. Das Dachgeschoss birgt einen Estrich und zwei weitere, durch die Giebellukarne auf der Nordostseite belichtete Zimmer. Von der bauzeitlichen Ausstattung haben sich das Treppenhaus, hölzerne Rahmen-Füllungs-Türen, Parkettböden sowie im Gang ein grüner Linoleumfussboden erhalten [6]. |
| Anmerkungen: | [1] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 007 (1920). [2] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 013 (1934). [3] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 013 (1958). [4] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 161 (1966). [5] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 050 (2002). [6] Hausinneres gemäss Kurzinventar, Kathrin Schöb, 2005. |
| Erwähnung in anderen Inventaren: | - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung. |
| Quellen: | - Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 798, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden. - Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuche Nrn. 007 (1920); 013 (1934); 013 (1958); 161 (1966); 050 (2002). |
| Reproduction conditions: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
| URL: | http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142399 |
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