INV-RHE966 Juraweg 5, 1923-1924 (Dossier (Bauinventar))

Archive plan context

 

General information

Information on identification

Ref. code:INV-RHE966
Ref. code AP:RHE966
Title:Juraweg 5
Preview:
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Bildlegende:Ansicht von Südosten (2023)
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Rheinfelden
Ortsteil / Weiler / Flurname:Kapuzinerberg
Adresse:Juraweg 5
Versicherungs-Nr.:821
Parzellen-Nr.:127
Koordinate E:2626476
Koordinate N:1266487
Situationsplan (AGIS):https://www.ag.ch/geoportal/apps/onlinekarten/?layers=dp_denkmalpflege::topicmaps.geo.ag.ch&basemap=base_landeskarten_sw::topicmaps.geo.ag.ch,1,true¢er=2626470.57,1266451.79&z=13&info=2626475.9518309683,1266487.37779362,1

Accessions characteristics

Creation date(s):1923 - 1924
Grundlage Datierung:Baugesuch

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Profane Wohnbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Repräsentatives Wohnhaus, Villa

Information on related materials

Autorschaft:A. Widmer und R. Calini, Basel
Würdigung:Herrschaftliches Einfamilienhaus von 1923 mit stilistischen Anklängen an einen barocken Berner Landsitz. Es steht in einem umfriedeten Garten etwas erhöht von den Quartierstrassen auf einer aussichtsreichen Hangkante des Kapuzinerbergs. Der zweigeschossige, verputzte Massivbau mit Kunststeingliederungen unter geknicktem Walmdach ist ein gut erhaltener Vertreter der Bebauung aus den 1920er-Jahren zwischen Juraweg und Froneggweg.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Gottfried Witschy-Lützelschwab, Postbeamter, liess das Haus 1923 nach Projekt der Architekten A. Widmer und R[ichard] Calini, Basel, erbauen. Beim Neubau handelte es sich gemäss Baueingabe vom 21. Juni 1923 um "2 Wohnräume im Erdgeschoss, 3 Schlafzimmer im 1. Stock, 2 Dachkammern, ferner Küche, Bad und Aborte, Keller und Estrich. […]" [1]. Im Garten des Hauses fanden Gemüse- und Blumenbeete Platz. 1934 ging das Haus an einen neuen Besitzer, Dr. Johann Hässig, Bezirksschullehrer [2]. 1967 kam die Doppelgarage nördlich des Hauses hinzu [3]. Der Familie Hässig gehörte das Haus bis 1982. Aus dem gleichen Jahr stammt das Dachfenster an der Südwestseite [4]. 1987 wurde an der Südwestseite ein eingeschossiger Pavillon nach Entwurf des Architekten Anton Giess, Rheinfelden, angebaut [5].
Beschreibung:Der in bauzeitlicher Umfriedung mit Staketenzaun und Betonpfosten stehende Massivbau besteht aus zwei Vollgeschossen auf umlaufendem Sockel und einem geknickten Vollwalmach mit deutlichem Dachvorsprung. Konstruktiv setzt sich das Haus über einem Betonkeller, teilweise mit Backsteingewölbe, aus verputzten Backsteinmauern in den Hauptgeschossen und Rieg-Binnenwänden im Dachgeschoss zusammen. Eine Kunststeingliederung aus Sockel, Eckbänderung, Gurt- und Kranzgesimsen verleiht dem Bau zusammen mit dem geknickten Vollwalmdach ein barockes, an bernische Landsitze erinnerndes Gepräge. An der fensterlosen Nordostseite ist die Haustür mit kräftigem Gewände und einer konsolengestützten Verdachung eingelassen. Die dem Quartier zugewandte Südostseite ist mit drei Fensterachsen pro Geschoss ausgestattet, währen die aussichtsreiche Nordwestseite jeweils vier Fensterachsen pro Geschoss aufweist. Die südwestliche Seite besitzt einen in den Bauplänen von 1923 als "Veranda" bezeichneten Standerker mit darüberliegendem Balkon aus der Bauzeit und seit 1987 einen daran angebauten Pavillon mit abgeschrägten Kanten und grosszügiger Rundbogen-Befensterung. Das Dachgeschoss wird von zwei bauzeitlichen Giebellukarnen mit Fensterpaar und seit 1982 mit einer dritten Lukarne auf der südwestlichen Seite belichtet.
Das unterkellerte Innere enthält im Erdgeschoss Vorplatz, Treppenhaus und Küche in der nordöstlichen, Ess- und Wohnzimmer im mittleren und der Veranda im südwestlichen Hausteil. Im Obergeschoss sind neben Treppenhaus und Vorplatz ein Badezimmer und drei Zimmer sowie ein Badezimmer untergebracht. Das Dachgeschoss war gemäss Bauplan von Anfang an mit Lukarnen belichtet und mit einem Estrich sowie zwei Kammern ausgestattet.
(Inneres nicht gesehen, Baubeschrieb gemäss Bauplänen von 1923).
Anmerkungen:[1] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 015 (1923)
[2] StAAG: CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 821, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden.
[3] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 015 (1967)
[4] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 088 (1982)
[5] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 050 (1987)
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung.
Quellen:- Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 821, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden.
- Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuche Nrn. 015 (1923); 015 (1967); 088 (1982); 050 (1987).
Reproduction conditions:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

URL for this unit of description

URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142398
 

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