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General information |
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Accessions characteristics |
| Creation date(s): | 1923 - 1924 |
| Grundlage Datierung: | Brandkataster |
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Typologie |
| Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Einzelobjekt |
| Nutzung (Stufe 1): | Profane Wohnbauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Wohn- und Geschäftshaus |
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Information on related materials |
| Autorschaft: | Heinrich Albert Liebetrau |
| Würdigung: | Repräsentatives Wohnhaus im Stil bernischer Landsitze des bedeutenden Rheinfelder Architekten Heinrich Albert Liebetrau (1886–1953) von 1923/24. Zum Haus mit bauzeitlich eingefriedetem Garten gehörte von Beginn an eine Autogarage. Das konsequent symmetrisch gestaltete Haus zeichnet sich durch das geschweifte Vollwalmdach und einen Eingangsrisaliten sowie einen gartenseitigen Standerker aus. Das Äussere ist intakt erhalten, samt mehrheitlich originalen Fenstern mit Vorfenstern und Balkongeländern. Das Gebäude ist daher ein wichtiger Bauzeuge seiner Zeit und eines der eher dem konservativen Geschmack entsprechenden Werke Liebetraus. |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | Das Gebäude wurde 1923/24 für den Bezirkstierarzt Dr. Ernst Augsburger nach Entwurf des Rheinfelder Architekten Heinrich Albert Liebetrau als Wohnhaus mit Praxisraum ("Apotheke") erbaut [1]. Passend zum Beruf des Bauherrn, gehörte von Beginn weg eine Autogarage (Vers.-Nr. 60), dazu. Das Erdgeschoss wurde 2001 umgebaut, wobei das Äussere unverändert geblieben ist [2]. |
| Beschreibung: | Das in der Art bernischer Landsitze mit weit ausladendem geschweiftem Vollwalmdach erbaute Haus steht in einem sich nach Süden ausdehnenden Garten mit grösstenteils bauzeitlicher Einfriedung. Der zweigeschossige, mit zeittypischem Kellenwurf verputzte Massivbau steht auf einem zu Tage tretenden Kellersockel. Sämtliche Fassaden sind durch regelmässige Befensterung symmetrisch gegliedert. Die Fenster samt Vorfenster in den Vollgeschossen und in den beiden längsseitigen Giebellukarnen sind bauzeitlich. Die dem Garten zugewandte Längsseite besitzt einen dreiachsigen Standerker mit darüberliegendem Balkon und feingliedrigem Geländer aus der Bauzeit. Die in der Balkonbrüstung vom Verputz ausgesparten und leicht eingetieften Dreiecke sind sehr zeittypisch für die 1920er-Jahre ("Zacken-Moderne"). Der gartenseitige Balkon hat auf der strassenseitigen Längsseite ein Pendant im axial angeordneten Eingangsrisaliten. Dieser bildet eine schmale Vorhalle zum Hauseingang, die von zwei glatt verputzten Pfeilern mit angedeutetem Kapitell gesäumt wird. Die Pfeiler tragen einen schmalen Balkon mit glatter Brüstung und Rechteckrahmen, der vielleicht einst einem Hinweis auf die Arztpraxis Platz bot. Das filigrane Balkongeländer dürfte auch hier bauzeitlich sein. Der von profiliertem Gewände gerahmte Hauseingang ist doppelt ausgebildet, wobei sich nur eine Tür öffnen lässt. Sie führt in einen kastenartigen, mit Holz verkleideten Windfang im Hausinnern. Das Innere bietet gemäss den Baueingabeplänen nur einen dem Arztberuf vorbehaltenen Raum, der mit "Apotheke" bezeichnet ist. Ein Bezirkstierarzt übt seine dem Grossvieh gewidmete Tätigkeit hauptsächlich vor Ort aus, was auch die Autogarage erklärt. Diese steht an der nordwestlichen Ecke des Grundstücks und wiederholt als länglicher Baukörper unter Vollwalmdach die Gesamtform des Hauses. Das kassettierte Tor ist original und bezieht sich mit seiner grünen Farbe auf die Jalousieläden des Haupthauses. Die Garage steht etwas von der Strasse zurückversetzt und schafft zusammen mit der radial angeordneten Kopfsteinpflästerung und den hüfthohen, rund verlaufenden Mauern der bauzeitlichen Einfriedung eine einladende Platzsituation. Im Innern hat sich die bauzeitliche Ausstattung mit braunem Klinkerboden im Hausgang, Zimmertüren, Wandtäfern, Parkettböden in den Zimmern sowie mit Holztreppe und einer Sitzbank zwischen Treppe und Windfang erhalten [3]. |
| Anmerkungen: | [1] StAAG: CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 829, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden und Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 007 (1924). [2] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 59 (2001). [3] Hausinneres gemäss Kurzinventar, Kathrin Schöb, 2005. |
| Erwähnung in anderen Inventaren: | - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung. |
| Quellen: | - Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 829, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden. - Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuche Nrn. 007 (1924) und 59 (2001). |
| Reproduction conditions: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
| URL: | http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142397 |
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