INV-RHE964 Alleeweg 19, 1914 (Dossier (Bauinventar))

Archive plan context

 

General information

Information on identification

Ref. code:INV-RHE964
Ref. code AP:RHE964
Title:Alleeweg 19
Preview:
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Bildlegende:Ansicht von Nordwesten (2023)
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Rheinfelden
Ortsteil / Weiler / Flurname:Kapuzinerberg
Adresse:Alleeweg 19
Versicherungs-Nr.:765
Parzellen-Nr.:186
Koordinate E:2626733
Koordinate N:1266571
Situationsplan (AGIS):https://www.ag.ch/geoportal/apps/onlinekarten/?layers=dp_denkmalpflege::topicmaps.geo.ag.ch&basemap=base_landeskarten_sw::topicmaps.geo.ag.ch,1,true¢er=2626742.04,1266559.78&z=13&info=2626732.9396317042,1266571.2761657855,1

Accessions characteristics

Creation date(s):1914
Grundlage Datierung:Brandkataster

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Profane Wohnbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Wohnhaus

Information on related materials

Autorschaft:Heinrich Albert Liebetrau
Würdigung:Ländlich anmutendes Wohnhaus unter Gehrschilddach des bedeutenden Rheinfelder Architekten Heinrich Albert Liebetrau (1886–1953). 1914 erbaut, zählt es zu dessen Frühwerk. Wie das Nachbarhaus (Bauinventar RHE963), vertritt es den Reformstil, was sich an den vier unterschiedlich und gemäss der inneren Raumorganisation gestalteten Fassaden mit ihren auf lebhafte Wirkung zielenden Vor- und Rücksprüngen zeigt. Zum ländlichen Habitus tragen der längliche Baukörper und das verschindelte Dachgeschoss unter Gehrschild bei. Als Zeuge der frühesten Bebauung des Kapuzinerbergs kommt dem Haus neben der architekturgeschichtlichen auch eine siedlungsgeschichtliche Bedeutung für Rheinfelden hinzu.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Das Gebäude wurde 1914 für Otto Klemm, Direktor, nach Entwurf des Rheinfelder Architekten Heinrich Albert Liebetrau als Wohnhaus erbaut [1]. 1980 wurde es gemäss Projekt von Roland Müller, Rheinfelden, im Erdgeschoss umgebaut [2]. 1987 folgte ein Ausbau des Dachgeschosses [3] und 2013 wurde der Sitzplatz an der Südfassade überdacht [4]. Bis auf diese Ergänzung hat das Haus seine äussere Gestalt weitestgehend bewahrt.
Beschreibung:Der längliche Baukörper steht mit seiner Giebelseite zum Alleeweg und ist von einem eingefriedeten Garten umgeben. Auf hohem Kellersockel stehend, besitzt er zwei gemauerte Vollgeschosse und ein verschindeltes Dachgeschoss unter geschweiftem Gehrschilddach. Ein kantiges Sohlbankgesims umzieht das Haus mehrheitlich und gliedert den Baukörper horizontal. Die Fenster sind gemäss der inneren Raumdisposition bemessen und angeordnet. Dies zeigt sich besonders an der Nordseite mit dem Vordach zum Hauseingang und dem auffälligen, rundbogigen Quergiebel des Treppenhauses und den gegenüber den übrigen Fenstern kleiner bemessenen querrechteckigen und quadratischen Fensterchen im Obergeschoss. Auch die hochrechteckigen Fenster der geschlossen wirkenden rückwärtigen Giebelseite sind kleiner. Die der Strasse zugewandte Giebelseite ist mit einem Standerker und darüberliegendem Balkon mit bauzeitlichem Geländer ausgestattet. Ein zweiter Standerker mit darüberliegendem Balkon befindet sich an der südlichen Längsseite. Der untere Teil des Treppenhauses liegt hinter dem rundbogigen Quergiebel, dessen Stirnseite mit einem glattverputzten Ornament, das zum Kellenwurf der Fassade kontrastiert, geschmückt ist. Es ist die gleiche Technik, wie sie am Erker des Nachbarhauses (Bauinventar RHE963) vorkommt.
Im Innern hat sich im Obergeschoss die ursprüngliche Raumaufteilung im Wesentlichen erhalten. An bauzeitlicher Ausstattung ist die Vertäfelung der westseitigen Nische im Wohnzimmer zu nennen [5].
Anmerkungen:[1] StAAG: CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 765, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden und Kurzinventar, Kathrin Schöb, 2005.
[2] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 116 (1980).
[3] Stadt Rheinfelden, Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 41 (1987).
[4] Stadt Rheinfelden, Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 186 (2013).
[5] Hausinneres gemäss Kurzinventar, Kathrin Schöb, 2005.
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung.
Quellen:- Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 765, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden.
- Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuche Nrn. 116 (1980), 41 (1983) und 186 (2013).
Reproduction conditions:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

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URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142396
 

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