INV-RHE952 Transformatorenstation Kapuzinerberg, 1923-1924 (Dossier (Bauinventar))

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General information

Information on identification

Ref. code:INV-RHE952
Ref. code AP:RHE952
Title:Transformatorenstation Kapuzinerberg
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Bildlegende:Ansicht von Nordwesten (2023)
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Rheinfelden
Ortsteil / Weiler / Flurname:Kapuzinerberg
Versicherungs-Nr.:374
Parzellen-Nr.:177
Koordinate E:2626648
Koordinate N:1266487
Situationsplan (AGIS):https://www.ag.ch/geoportal/apps/onlinekarten/?layers=dp_denkmalpflege::topicmaps.geo.ag.ch&basemap=base_landeskarten_sw::topicmaps.geo.ag.ch,1,true¢er=2626639.11,1266488.61&z=13&info=2626648.0062934402,1266487.1467004986,1

Accessions characteristics

Creation date(s):1923 - 1924
Grundlage Datierung:Baugesuch, Brandkataster

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Verkehrs- und Infrastrukturbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Transformatorenstation
Epoche / Baustil (Stufe 3):Heimatstil

Information on related materials

Autorschaft:Heinrich A. Liebetrau (1886–1953)
Würdigung:Transformatorenstation des Aargauischen Elektrizitätswerk, die 1923–1924 nach Bauplänen des Rheinfelder Architekten Heinrich A. Liebetrau errichtet wurde. Die Transformatorenstation ist ein gut erhaltener Zeuge der im frühen 20. Jahrhundert ausgebauten Infrastruktur zur elektrischen Stromversorgung und von technikgeschichtlicher Bedeutung. Mit ihrer Gestaltung als Turm unter einem mit Biberschwanzziegel gedeckten Satteldach und neoklassizistisch geprägtem Fassadendekor aus Kunststein ist sie zudem ein charakteristisches Beispiel für die Bestrebungen der Heimatschutzbewegung im frühen 20. Jahrhundert, solche damals noch neuen technischen Infrastrukturanlagen in ein traditionelles Siedlungsbild einzubinden.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Transformatorenstationen dienen dazu, die über grosse Distanz vom Elektrizitätswerk herangeführte Mittelspannung auf die für die Haushaltanschlüsse notwendige Niederspannung zu transformieren. Im frühen 20. Jh. wurden sie häufig als Turm gestaltet, wobei sie sich wie es von der Heimatschutzbewegung gefordert an regionaler Architektur orientierten, um sich ins Siedlungsbild einzupassen [1].
Die Transformatorenstation auf dem Kapuzinerberg nahe der damaligen Pension Eden wurde 1923 vom Aargauischen Elektrizitätswerk in Auftrag geben und bis 1924 errichtet. Die Baupläne zeichnete der Rheinfelder Architekt Heinrich A. Liebetrau (1886–1953), der auch für die Bauleitung zuständig war [2].
Beschreibung:Die als Turm gestaltete Transformatorenstation befindet sich im westlichen Bereich des Kapuzinerbergs hinter dem Hotel Eden. Der verputze Massivbau umfasst zwei Geschosse und trägt ein geknicktes Satteldach, das mit Biberschwanzzieglen gedeckt ist. Zwei umlaufende feine Gurtgesimse sowie ein deutlich kräftigeres und stärker profilierteres Dachgesims gliedern den Baukörper. An der Westseite befindet sich der Eingang. Das neoklassizistische Türgewände besteht aus Kunststein und ist mit seinen Profilierungen und teilweiser Scharrierung elegant gestaltet. Es rahmt eine zweiflügelige Holztür mit aufgesetzten Kassetten. Über dem Türsturz tragen zwei dekorative Konsolen ein Vordach. Analog zum Vordach ist die Sohlbank mit Zierkonsolen des Rechteckfensters im Obergeschoss an der Nordseite konzipiert. Die beiden Giebelfelder zeigen kleine Ochsenaugen mit horizontalen Holzlamellen. An der Südseite sind unterhalb des Dachgesimses drei kleine quadratische Öffnungen. Gemäss den Bauplänen von Liebetrau waren für das Erdgeschoss ursprünglich noch rasterförmige Rankgitter zur Fassadengestaltung vorgesehen.
Anmerkungen:[1] Allgemein zur Typologie der Transformatorenstationen siehe Michael Neumann, Zwischen Kraftwerk und Steckdose. Zur Architektur der Trafohäuser, Marburg 1987; Yvonne Scheiwiller, Trafoturm - Turmtrafo. Schweizer Turmtransformatoren, Drahthüsli, Trafostationen. Hommage an eine Architekturform, die nicht mehr gebaut wird, Schwyz 2013; Walter Wyssling, Die Entwicklung der Schweizerischen Elektrizitätswerke und ihrer Bestandteile in den ersten 50 Jahren, Zürich 1946, S. 449-454.
[2] Zu Heinrich A. Liebetrau siehe Edith Hunziker: "Liebetrau, Heinrich Albert", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.11.2008. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/047830/2008-11-25/, konsultiert am 05.11.2025.
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung.
Quellen:- Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 374, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden.
- Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 018 (1923).
Reproduction conditions:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

URL for this unit of description

URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142384
 

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