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General information |
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Accessions characteristics |
| Creation date(s): | 1869 |
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Typologie |
| Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Teil einer Baugruppe |
| Weitere Teile der Baugruppe: | RHE948A |
| Nutzung (Stufe 1): | Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Fabrikgebäude, Manufakturgebäude |
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Information on related materials |
| Würdigung: | Die beiden Gebäude sind wesentliche Bestandteile des wirtschaftsgeschichtlich bedeutendes Ensemble aus mehreren Fabirkgebäuden des 18. und 19. Jahrhunderts, die im Kern auf die 1297 erstmals erwähnte Kunzentalmühle zurückgehen. Die Gebäude liegen teilweise direkt am Magdenerbach und setzten durch ihre Lage unmittelbar ausserhalb der Altstadt Rheinfeldens einen städtebaulichen wichtigen Akzent. Die Entwicklung von der einstigen Getreidemühle zur Tabakfabrik uns späteren Hefefabrik sowie Brennerei lässt sich an den verschiedenen Bauvolumen nachvollziehen. Die hofartig gruppierten Baukörper bilden zusammen mit der vom Magdenerbach geprägten Nahumgebung ein räumlich reizvolles Ensemble. |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | Der Fabrikkomplex ist aus der Kunzentalmühle heraus entstanden. Diese wurde bereits 1297 erwähnt. Nach dem Hochwasser von 1748 wurde die Mühle unter ihrem damaligen Besitzer Oberamtmann Franz Fortunat Bürgin neu errichtet. Weitere Handänderungen und Baumassnahmen an der Mühle folgten, bis um 1851 Heinrich Hermann Fischer, aus Mannheim stammend und in Rheinfelden ansässig, seine seit 1841 in Magden in Betrieb genommene Tabakstampfe in die von ihm erworbene Kunzentalmühle verlegte. 1852 liesse er die Mühle zur Tabakfabrik Fischer & Cie. umbauen (Vers.-Nrn. 446 u. 788). Gleichzeitig wurde die 1828 erwähnte Scheune zum Magazin mit Keller umgebaut (Vers.-Nr. 2688) und an der Südseite des Hofs ein neues Magazingebäude (Vers.-Nr. 448) neu erbaut. Nach Erbgang und Handänderungen kam die Fabrik 1911 in den Besitz von Carl Klipfel. Er richtete im Fabrikgebäude die Hefefabrik Emil Klipfel & Cie. ein, um Presshefe, Backmalzprodukte und als Nebenprodukt der Hefefabrikation Spiritus herzustellen. 1918 wurde das Gebäude um ein Geschoss aufgestockt, wobei Henrich Albert Liebetrau als Architekt fungierte. 1945 erfolgte ein Umbau gemäss Projekt von Architekt Franz Schüpbach, Rheinfelden. 2007/08 wurde das westlich angrenzende Gebäude 6 B (Vers.-Nr. 788) ausgekernt und unter Wahrung des Äusseren zu Wohnungen und Büros umgebaut. Es ist vom Gebäude 6.1 (Vers.-Nr. 446) abparzelliert und nicht im Schutzumfang. 1938 kam die neu gegründete Firma Vinosa, Vereinigte Brennerei und Weinkellerei Hohler & Müller AG, auf das Areal und baute das Gebäude Im Kunzental 8 (Vers.-Nr. 448) gemäss Projekt des Architekten Franz Schüpbach, Rheinfelden, zu Brennerei, Likörfabrik und Weinkellerei um. Später war darin zeitweise eine Uhrenwerkstätte eingerichtet und seit 1987 wird es zu Wohnzwecken und für Büros sowie Kursräume genutzt [1]. |
| Beschreibung: | Die im Schutzumfang eingeschlossenen drei Gebäude sind Im Kunzental 6.1 (Vers.-Nr. 446), 8 (Vers.-Nr. 448) und 12 (Vers.-Nr. 447) und bilden zusammen mit den nicht zum Schutzumfang gehörenden Gebäuden Im Kunzental 6 (Vers.-Nr. 2688), 6 B (Vers.-Nr. 788) einen Hof, der nach Osten geöffnet ist. Die aus der Mühle hervorgegangenen Bauten im Norden 6B und 6.1 (Vers.-Nrn. 446 u. 788) grenzen direkt an den Magdenerbauch. Die westliche Seite des Hofs nehmen die beiden Gebäude 6 und 12 (Vers.-Nrn. 2688 u. 447)ein, während das grossvolumige Gebäude 8 (Vers.-Nr. 448) den Hof nach Süden begrenzt. Gebäude 8: Gegenüber den anderen Bauten zeichnet sich dieser markante Industriebau durch eine besonders sorgfältige Gestaltung aus. Der aus drei hohen Vollgeschossen und einem darüberliegenden Kniestock bestehende Bau unter knapp aufsitzendem Satteldach geht im Kern vermutlich auf 1852 und in der Gesamtform auf 1869 zurück, 1876 wurde es um eine Achse nach Westen verbreitert. Der hofseitige Aufzugsturm stammt von 1946. Das Gebäude diente in den unteren Geschossen als Magazin und im helleren obersten Geschoss als Arbeitssaal der Tabakfabrik Fischer & Cie. Es zeigt zeittypische Stilmerkmale wie die Rundbogenfenster oder die als Relief aus dem glatten Verputz der Fassade hervortretenden Ecklisenen und die Dachneigung begleitenden Treppchen. Ein umlaufendes Sohlbankgesims trennt das mit Rundbogenfenster ausgezeichnete oberste Geschoss von den beiden unteren. Es ist wie die Fenster- und Türgewände dunkelrot gefasst und kontrastiert zum gelben Verputz (Inneres nicht besichtigt). Gebäude 12: Der dreigeschossige Bau unter Satteldach steht quer zum Nachbargebäude Nr. 8 und ist an dieses angebaut. Hofseitig ist es wie sein grösserer Nachbar gelb verputzt und über dem ebenerdigen Eingang mit einer kleinen Holzlaube ausgestattet. Die nach aussen gerichtete West- und Südseite ist blassrosa verputzt und durch Rechteckfenster verschiedener Grösse geprägt. Das Gebäude ist 1852 als Magazin der Tabakfabrik Fischer & Cie. entstanden. |
| Anmerkungen: | [1] Die Angaben stammen aus Hunziker/Hoegger 2011, S. 254–255; und Hanak 2021. |
| Erwähnung in anderen Inventaren: | - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung. |
| Literatur: | - Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9, Bern 2011, S. 254. - Michael Hanak, Denkmalpflegerisches Gutachten ehemaliges Fabrikgebäude Im Kunzental 8/12, Rheinfelden, 2021. |
| Quellen: | - Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0570 (1876–1898) Vers.-Nrn. 378 (alte Nr. 326), 379 (alte Nr. 327), 380 (alte Nr. 391); CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nrn. 446 (alte Nr. 378), 447 (alte Nr. 380), 448 (alte Nr. 381), Brandkataster Gemeinde Rheinfelden. - Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, diverse Baugesuche. |
| Reproduction conditions: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
| URL: | http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142381 |
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