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General information |
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Accessions characteristics |
| Creation date(s): | 19th cent. |
| Grundlage Datierung: | Schätzung |
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Typologie |
| Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Einzelobjekt |
| Nutzung (Stufe 1): | Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Mühle |
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Information on related materials |
| Würdigung: | In der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert errichtetes Wohnhaus, das zum Gehöft der seit dem Mittelalter bestehenden Esel- oder Rainmühle am Magdener Bach gehörte, und das auch die Getreidemühle beherbergte. Der unter einem voluminösen Satteldach mit Biberschwanzziegeln traufständig am Magdener Bach stehende verputzte Mauerbau zeichnet sich durch seine strenge Symmetrie aus. Das äussere Erscheinungsbild hat sich mit Ausnahme des störenden Garagenanbaus gut erhalten. Seine Stellung unmittelbar am Bach und das hohe unbefensterte Sockelgeschoss zeugen von der Nutzung als Mühle. Es handelt sich um einen bedeutenden kultur- und wirtschaftsgeschichtlichen Zeugen der historischen Bebauung im Kunzental. |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | Im Kunzental südlich der Stadt durchschneidet der Magdener Bach eine breite, ehemals als Ackerbauland genutzte Geländeterrasse. Der Bach war früher für die Versorgung der Stadt mit Trink- und Brauchwasser sowie als Energielieferant von existenzieller Bedeutung. Bereits seit dem Mittelalter sind drei Getreidemühlen ausserhalb der Stadt nachgewiesen. Bachaufwärts waren dies die Krebsmühle der Johanniter, die Esel- oder Rainmühle und die Kunzentalmühle. Das Wohnhaus Stadtweg 1 gehörte zum Gehöft der Esel- oder Rainmühle. Das Gehöft bestand 1805 aus dem Wohnhaus mit Getreidemühle, Scheune und Stallung sowie einer Sägemühle mit Wohnung im Obergeschoss. Die Sägerei stand am rechten Ufer des Magdener Bachs längs des Kunzentalwegs. Die Wasserräder der Getreidemühle und der Sägerei waren bachseitig angelegt und wurden über bachparallel geführte, unmittelbar oberhalb der Anlage durch ein steinernes Schwellenwuhr abgezweigte Kanäle gespeist. Die Mühle besass um 1850 zwei oberschlächtige Räder für zwei Mahlgänge und ergänzende Mechanismen. Bedeutende Investitionen in Wohnhaus und Mahlwerk führten 1863 zu einer Vervierfachung der Versicherungssumme. 1899 wurde die Mahlmühle aufgegeben, wenig später auch die Sägerei. Heute ist nur noch das Wohnhaus mit der einstigen Hausmühle am linken Bachufer erhalten [1]. 1982/83 fand ein tiefgreifender Innenumbau des Wohnhauses statt, das Innere ist modernisiert [2]. |
| Beschreibung: | Das Wohnhaus, das ursprünglich auch die Getreidemühle beherbergte, liegt zwischen dem Stadtweg und dem Magdener Bach. Der traufständige verputzte Mauerbau umfasst zwei Geschosse und trägt ein Satteldach mit Biberschwanzziegeln. Mit seiner fünfachsigen Hauptfassade mit mittigem Hauseingang, wendet sich das Gebäude nach Westen auf den Stadtweg, der früher viel tiefer lag. Die mit vier Fensterachsen ausgestattete Bachfassade lässt mit ihrem hohen Gebäudesockel die frühere Funktion des Gebäudes erahnen. Der Mühlekanal durchquerte das Gebäude in Längsrichtung, der Mahlraum muss über die dreiachsig gestaltete nördliche Giebelseite zugänglich gewesen sein. Vom Umbau von 1863 stammen Dachform und Dachkonstruktion sowie die schlichten spätklassizistischen Steinrahmenfenster und die im südlichen Giebeldreieck eingelassenen zeittypischen Halbkreisfensterchen. Der Gewölbekeller verläuft quer unter dem Südwestteil; die ehemalige Radkammer war unter dem östlichen Hausdrittel angeordnet. Im nordseitig anschliessenden ehemaligen Mahlraum wird die Decke von zwei Stützen getragen (Hausinneres gemäss Parzellendossier). |
| Anmerkungen: | [1] Hunziker, Hoegger 2011. S. 243; 253–255. [2] Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuche Nr. 70 (1982). |
| Erwähnung in anderen Inventaren: | - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung. |
| Literatur: | - Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9: Der Bezirk Rheinfelden, Bern 2011. S. 253–255. -- Edith Hunziker, Parzellendossier, Stadtweg 1, ehemalige Rainmühlemühle oder Eselmühle (Ass. 452, P. 249), Archiv Kantonale Denkmalpflege Aargau. - C. Disler, Die Aussenquartiere von Rheinfelden im 19. Jahrhundert. In: Rheinfelder Neujahrsblätter 1954, S. 12. |
| Quellen: | - Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0570 (1876–1898) Vers.-Nr. 385; CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 452, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden. - Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuche Nr. 70 (1982). |
| Reproduction conditions: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
| URL: | http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142377 |
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