INV-RHE944 Im Kunzental 3, 1850 (Dossier (Bauinventar))

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General information

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Ref. code:INV-RHE944
Ref. code AP:RHE944
Title:Im Kunzental 3
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Bildlegende:Ansicht von Südwesten (2023)
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Rheinfelden
Ortsteil / Weiler / Flurname:Im Kunzental
Adresse:Im Kunzental 3
Versicherungs-Nr.:442
Parzellen-Nr.:254
Koordinate E:2627018
Koordinate N:1266836
Situationsplan (AGIS):https://www.ag.ch/geoportal/apps/onlinekarten/?layers=dp_denkmalpflege::topicmaps.geo.ag.ch&basemap=base_landeskarten_sw::topicmaps.geo.ag.ch,1,true¢er=2627006.75,1266829.43&z=13&info=2627017.812983679,1266836.207455725,1

Accessions characteristics

Creation date(s):1850
Grundlage Datierung:Brandkataster

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Profane Wohnbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Wohnhaus

Information on related materials

Würdigung:1850 für den Besitzer der benachbarten Kunzentalmühle, Nepomuk Böhler, errichtetes Wohnhaus, das ursprünglich zu einem stattlichen Gehöft gehörte. Der zweigeschossige verputze Mauerbau unter einem knappen Satteldach wendet sich mit seiner fünfachsigen Trauffassade nach Nordwesten auf den Kunzentalweg, wobei das mittige Zwerchhaus einen Akzent setzt. Das äussere, von strenger Symmetrie geprägte Erscheinungsbild des freistehenden Gebäudes zeigt spätklassizistischen Charakter und besticht durch eine weitgehend gut erhaltene Bausubstanz. Es handelt sich um einen bedeutenden kultur- und wirtschaftsgeschichtlichen Zeugen der historischen Bebauung im Kunzental.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Im Kunzental südlich der Stadt durchschneidet der Magdener Bach eine breite, ehemals als Ackerbauland genutzte Geländeterrasse. Der Bach war früher für die Versorgung der Stadt mit Trink- und Brauchwasser sowie als Energielieferant von existenzieller Bedeutung. Bereits seit dem Mittelalter sind drei Getreidemühlen ausserhalb der Stadt nachgewiesen. Bachaufwärts waren dies die Krebsmühle der Johanniter, die Esel- oder Rainmühle und die Kunzentalmühle [1].
Das Wohnhaus Im Kunzental 3 gehörte ursprünglich zu einem stattlichen Gehöft und wurde 1850 von Nepomuk Böhler erbaut, der seit 1813 Eigentümer der südwestlich benachbarten Kunzentalmühle war. 1894 brachte es der in der Firma Feldschlösschen tätige Rudolf Gugelmann in seinen Besitz und liess die rückwärtige Laubenfront in grösseren Abmessungen erneuern. 1999 erfolgte eine Sanierung der Fenster sowie der Umbau von Küche/Bad im 1. OG. 2006/7 wurde die Laube an der Ostfassade neu verglast und an der Nordfassade ein Wintergarten angebaut [2].
Beschreibung:Das stattliche Wohnhaus stand ursprünglich auf einer grosszügigen Parzelle, die im 20. Jh. zweimal anlässlich des Baus der Magdenerstrasse verkleinert wurde. Heute wird das Grundstück im Süden durch den Stadtweg begrenzt, der früher nur ein kleiner Feldpfad war.
Der zum Magdener Bach traufständig verputzte Mauerbau unter einem Satteldach mit Biberschwanzziegeln umfasst zwei Geschosse, fünfachsige Trauffassaden und dreiachsige Giebelfassaden. Die nordwestliche Trauffassade ist mit einem drei Achsen überspannenden Zwerchhaus unter einem schwach geneigten Giebeldach akzentuiert. An der rückwärtigen Trauffassade ist zwischen gemauerten Eckrisaliten eine 1894 erneuerte Laubenfront auf Gusseisenstützen eingespannt; ihre Verglasung schmücken geätzte Bandmotive. Die Mitte der dreiachsigen südlichen Giebelseite besetzt der Hauseingang mit gestuftem Rechteckgewände und profilierter Verdachung.
Im Innern des Hauses haben sich im Wesentlichen die Raumeinteilung sowie Türen und einzelne Böden aus der Bauzeit erhalten. In der Stube findet man in beiden Geschossen je einen Kastenofen mit Sitzkunst wohl aus dem 20. Jh. Quer unter der südlichen Haushälfte verläuft ein Gewölbekeller. (Hausinneres gemäss Kurzinventar 1998).
Anmerkungen:[1] Hunziker, Hoegger 2011. S. 243; 253–255.
[2] Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuche Nrn. 122 (1998); 2006-032 (2006).
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung.
Literatur:- Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9: Der Bezirk Rheinfelden, Bern 2011. S. 253–255.
- Edith Hunziker, Parzellendossier, Im Kunzental 3, Wohnhaus (Ass. 442, P. 254), Archiv Kantonale Denkmalpflege Aargau.
- C. Disler, Die Aussenquartiere von Rheinfelden im 19. Jahrhundert. In: Rheinfelder Neujahrsblätter 1954, S. 14.
Quellen:- Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0570 (1876–1898) Vers.-Nr. 375; CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 442, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden.
- Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuche Nrn. 122 (1998); 2006-032 (2006).
Reproduction conditions:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

URL for this unit of description

URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142376
 

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