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General information |
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Accessions characteristics |
| Creation date(s): | 1927 |
| Grundlage Datierung: | Brandkataster, Baugesuch |
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Typologie |
| Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Einzelobjekt |
| Nutzung (Stufe 1): | Profane Wohnbauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Mehrfamilienhaus |
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Information on related materials |
| Würdigung: | Zweifamilienhaus mit Garage in neobarocken Heimatstilformen, das 1927 für den Bahnbeamten Otto Steiger errichtet wurde. Für den Entwurf und die Ausführung war das Zürcher Bauunternehmen von Walter Sigel-Schmid zuständig. Mit seiner gepflegten Gestaltung und dem guten Erhaltungszustand bildet das Gebäude ein charakteristisches Element der Wohnbebauung, wie sie in den 1920er-Jahren entlang der Salinenstrasse entstanden ist. Bemerkenswert ist dabei der repräsentative villenartige Charakter, womit es sich einerseits gezielt in die damalige Bebauungsstruktur des Quartiers eingliederte, andererseits auf die in den 1920er-Jahren hoch aktuelle Architekturdebatte über neue Formen des Wohnens eingeht. Das Innere bewahrt insbesondere eine kunstvolle Holztreppe sowie Tafelparkettböden, schlichten Deckenstuck und kassettierte Schiebetüren. Die Holztreppe besitzt ein kunstvolles Staketengeländer mit geometrischen Verzierungen. Die Wohnungen sind U-förmig um das Treppenhaus angelegt, wobei einzelne Räume bauzeitliche Ausstattungselemente bewahren. |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | In Rheinfelden belebte der wirtschaftliche Aufschwung der 2. Hälfte des 19. Jh. den Wohnungsbau im Vorstadtgebiet erst gegen 1900. Zu Ansätzen städtisch verdichteten Bauens, wie etwa mit Blockrandbebauungen, kam es aber nur vereinzelt. Ansonsten entstanden freistehende Wohnhäuser mit grosszügigen Gärten vor allem an der Kaiserstrasse, am Margaretenweg sowie am Gartenweg und an der Salinenstrasse, von denen letztere die Verbindung zu den neuen Industrieanlagen im Osten der Stadt herstellten. Als die Brauereien Salmenbräu und Feldschlösschen expandierten und zusammen mit der Saline Rheinfelden und der Solebadhotellerie zahlreiche neue Arbeitsplätze schufen, stieg der Bedarf an Wohnraum ab den 1920/30er-Jahren stetig [1]. In diese Zeit fällt auch die Errichtung des als Villa erscheinenden Zweifamilienhauses Salinenstrasse 69, das 1927 für den Bahnbeamten und Zugführer Otto Steiger errichtet wurde. Die Pläne lieferte das Zürcher Bauunternehmen von Walter Sigel-Schmid [2]. Mitte des 20. Jh. wurde die bestehende Garage abgebrochen und durch einen grösseren Betonkubus mit zwei Parkplätzen ersetzt. 1982 wurde die erneuerte Garage mit einem Dachaufbau versehen, dessen Walmdach nach dem Dach der ursprünglichen Garage von 1927 gestaltet wurde [3]. Heute umfasst das Wohnhaus drei Wohneinheiten, da das Dach zu einer separaten Wohnung ausgebaut wurde. |
| Beschreibung: | Das 1927 errichtete Zweifamilienhaus mit Garage in neobarocken Heimatstilformen befindet sich im östlich der Altstadt liegenden Wohngebiet an der Salinenstrasse 69. Das repräsentativ als Villa in Erscheinung tretende Zweifamilienhaus steht um Vorgartenbreite zurückversetzt und präsentiert sich mit einer auf die Strasse ausgerichteten, stattlichen Schaufassade. Die Formgebung ist dabei dem bernischen Landhaus des frühen 18. Jhs. nachempfunden. Der sich über einem Rechteck erhebende Mauerbau trägt ein geknicktes Walmdach mit mehreren Dachaufbauten. Der zur Strasse zweistöckige und gartenseitig wegen des abfallenden Terrains dreistöckige Baukörper weist gequaderte Ecklisenen auf, die sowohl die Gebäudeecken als auch den rückwärtigen Risalit und den Rücksprung an der Hauptfassade betonen. Über eine Freitreppe erreicht man die hinter die Fassade zurückspringende, polygonale Veranda, welche seitlich von einem Balustergeländer gerahmt wird und auf zwei Säulen einen Balkon trägt. Dieser nimmt in seinem Grundriss und in der Form des Geländers Bezug zur erdgeschossigen Veranda. Die feine, mit einem grossen, unterteilten Fensterfeld (alte, geschliffene Glasfenster) versehene Holztür wird von je zwei schmalen, hohen Fenstern flankiert. Dieselbe Gliederung findet sich auch im Obergeschoss. Während die Seitenfassaden zweiachsig konzipiert sind, wird die dreiachsige Gartenfassade durch einen Mittelrisalit gegliedert. Dieser besitzt Doppelfenster und bietet oben einem durch ein weit vorspringendes Dach geschützten Balkon Platz. Die Gewände der regelmässig angeordneten Fenster sind aus Kunststein gefertigt, besitzen eine kantige Sohlbank und sind mit Jalousieklappläden ausgestattet. An der Südwestseite ist dem Wohnhaus eine ursprünglich kleinere Garage unter einem Walmdach angeschlossen. Im Innern führt der Hauseingang auf ein mittiges Treppenhaus, von dem die Obergeschosse und die Dachwohnung erschlossen werden. Die Holztreppe besitzt ein kunstvolles Staketengeländer mit geometrischen Verzierungen. Die Wohnungen sind U-förmig um das Treppenhaus angelegt, wobei einzelne Räume die bauzeitlichen Tafelparkettböden, schlichten Deckenstuck und kassettierte Schiebetüren bewahren. |
| Anmerkungen: | [1] Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9: Der Bezirk Rheinfelden, Bern 2011. S. 250. [2] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 020 (1927). [3] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 5 (1982). |
| Erwähnung in anderen Inventaren: | - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung. |
| Quellen: | - Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0571–0573 (1899–1938) Vers. Nr. 874, Brandkataster Gemeinde Rheinfelden. - Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch Nr. 020 (1927); Nr. 5 (1982). |
| Reproduction conditions: | © Kantonale Denkmalpflege Aargau |
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URL for this unit of description |
| URL: | http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142373 |
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