INV-RHE905 Bahnhof Feldschlösschen, 1900 (Dossier (Bauinventar))

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General information

Information on identification

Ref. code:INV-RHE905
Ref. code AP:RHE905
Title:Bahnhof Feldschlösschen
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Bildlegende:Ansicht von Nordwesten (2023)
Bezirk:Rheinfelden
Gemeinde:Rheinfelden
Ortsteil / Weiler / Flurname:Bahnhofsquartier
Adresse:Lichsweg
Versicherungs-Nr.:2140
Parzellen-Nr.:231
Koordinate E:2626678
Koordinate N:1266767
Situationsplan (AGIS):https://www.ag.ch/geoportal/apps/onlinekarten/?layers=dp_denkmalpflege::topicmaps.geo.ag.ch&basemap=base_landeskarten_sw::topicmaps.geo.ag.ch,1,true¢er=2626686.97,1266747.91&z=13&info=2626678.1053787293,1266766.8494919878,1&search=rheinfelden+ag,gg25

Accessions characteristics

Creation date(s):1900
Grundlage Datierung:Literatur

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Verkehrs- und Infrastrukturbauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Bahnhof
Epoche / Baustil (Stufe 3):Schweizer Holzbaustil

Information on related materials

Autorschaft:Emil Faesch (1865-1915), Friedrich Wilhelm Werz (1868–1953)
Würdigung:Von der Brauerei Feldschlösschen als Gästebahnhof genutztes Stationsgebäude, das ursprünglich für die Birsigtalbahn an der Heuwaage in Basel 1900 errichtet worden war und 1986 nach einer Restaurierung nach Rheinfelden an den heutigen Standort versetzt wurde. Für den architektonischen Entwurf zeichnete der insbesondre in Basel und im Aargau bekannte und u.a. auf Eisenbahnbauten spezialisierte Basler Architekt Emil Fasch verantwortlich, der sich damals mit dem Architekten Friedrich Wilhelm Werz assoziiert hatte. Dem im Schweizer Holzstil gestalteten Stationsgebäude kommt aufgrund seiner sorgfältigen Holzverzierungen ein baukünstlerischer Wert zu. Sein Bezug zu Feldschlösschen verleiht ihm eine lokal- und wirtschaftshistorische Bedeutung. An seinem zweiten Standort passt sich das Gebäude als Infrastrukturbau ausgezeichnet in das Bahnhofsquartier von Rheinfelden ein und entfaltet einen hohen Situations- und Identifikationswert.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Der heutige Feldschlösschen-Bahnhof entstand 1900 an der Heuwaage in Basel als Stationsgebäude der Birsigtalbahn, welche die Dörfer des Leimentals mit Basel verband. Für den Entwurf waren die Architekten Emil Faesch (1865-1915) und Friedrich Wilhelm Werz (1868–1953) verantwortlich. Im architektonischen Oeuvre von Faesch stellte die Eisenbahntechnik einen wichtigen Schwerpunkt dar, so beteiligte er sich auch an den Entwürfen für die Perronhallen und die Fassadengestaltung des Bundesbahnhofs Basel von 1903–1907 [1].
Als man in Basel im Zusammenhang mit der Verknüpfung zweier Tramlinien neue Gleise verlegte und die Haltestelle Heuwaage Richtung Stadt verschob, war für das Stationsgebäude kein Platz mehr, weshalb man eine Translozierung ins Auge fasste. Eine Verlegung in die nahe Grünanlage kam aus Platzgründen nicht zustande; jedoch zeigte die Brauerei Feldschlösschen Interesse an dem Gebäude, um es als Gästebahnhof in Rheinfelden zu nutzen. Die Brauerei Feldschlösschen liess das stark vernachlässigte Stationsgebäude 1986 abbauen, renovieren und 1989 beim Rheinfelder Bahnhof SBB auf der gegenüberliegenden Seite der Gleise wieder aufbauen [2].
Beschreibung:Der Feldschlösschen-Bahnhof befindet sich gegenüber des Aufnahmegebäudes des Bahnhofs SBB auf der anderen Seite der Gleise. Er ist als Fachwerkbau im Schweizer Holzstil ausgeführt. Der eingeschossige Wartesaal über rechteckigem Grundriss trägt ein mit Biberschwanzziegeln gedecktes Walmdach, auf dem ein Dachreiter mit Uhr thront.
Die Füllungen der Gefache mit Backsteinmaterial sind erneuert, auch die Holzkonstruktion wurde bei der Translozierung teilweise ersetzt. Der Wartesaal ist dreiseitig von einem umlaufenden, auf reich profilierten Holzstützen mit Steinpostamenten ruhenden Vordach umgeben. Auf der Frontseite öffnen sich drei Holztüren mit geschliffenem Glas auf einen heute ununterteilten Raum. Am Hausteinsockel des Gebäudes sind einfache Holzbänke auf geschwungenen Eisenstützen angebracht. Die Untersicht des Vordaches ist als Kassettendecke ausgebildet. Das Innere des Gebäudes war ehemals in einzelne, funktionsbezogene Räume unterteilt, welche zugunsten eines offenen, ungegliederten Innenraumes mit sichtbarem Dachstuhl aufgegeben wurden [3].
Anmerkungen:[1] Zu Emil Faesch und Friedrich Werz siehe Isabelle Rucki, Dorothee Huber (Hg.), Architektenlexikon der Schweiz. 19./20. Jahrhundert, Basel 1998, S. 196.
[2] Gremper 1991, S. 89–93.
[3] Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch 1986.
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), nationale Bedeutung.
Literatur:- Edith Hunziker, Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Bd. 9: Der Bezirk Rheinfelden, Bern 2011. S. 268.
- Philipp Gremper, Die Verlegung des ehemaligen Heuwaage-Bahnhofes von Basel nach Rheinfelden, in: Rheinfelden Neujahrsblätter, Bd. 47 (1991), S. 89–93.
Quellen:- Stadt Rheinfelden Baugesuchsarchiv, Baugesuch 1986.
Reproduction conditions:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

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URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=142337
 

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