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Einheimische Alternativen zu Neophyten

Schmalblättriges Weidenröschen – Epilobium angustifolium

Grösserer Bestand des Schmalblättrigen Weidenröschens in den Bergen.
© Kanton Aargau

Gross, mit pinken Blüten, welche schon fast exotisch wirken. Man könnte tatsächlich meinen es mit einem Neophyten zu tun zu haben. Glücklicherweise ist das Schmallblättrige Weidenröschen aber eine heimische Art, welche sich in jedem Garten gut macht.

Allgemeines

Lebensform Mehrjährige, krautige Pflanze
Grösse 50 bis 150 cm
Blütezeit Juni bis August
Blütenfarbe Rosa bis purpurn
Nutzung Junge Pflanzenteile als Gemüse: zum Beispiel Stängel wie Spargeln zubereiten oder als Salat verwenden
Giftigkeit Ungiftig

Hervorgehoben:Haben Sie schon gewusst, dass ...

… das Schmalblättrige Weidenröschen eine Pionierpflanze ist? So bildet es pro Pflanze hunderttausende Samen, welche sich durch daran angebrachte Schirmchen mehr als zehn Kilometer weit verbreitet werden können. Dadurch kann es schnell offene Flächen, in welchen es wenig Konkurrenz durch andere Arten gibt, besiedeln. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg konnte es sich dadurch oft stark in den zerstörten Städten ausbreiten, wodurch es im Deutschen "Trümmerblume" und im Englischen "bombweed" genannt wurde.

Standort

Feuchtigkeitsbedarf Mässig feucht
Lichtbedarf Halbschattig
Im Garten In Blumenbeeten; am Rand von naturnahen Hecken

Ökologischer Nutzen

Vor allem für die Raupen diverser Schmetterlingsarten ist das Schmalblättrige Weidenröschen als Futterpflanze wichtig. Spezialisiert auf die Art sind der Weidenröschen-Blattspanner (Ecliptoptera silaceata), der Nachtkerzenschwärmer (Proserpinus proserpinus) und der Schwarze Mondfleck-Blattspanner (Spargania luctuata). Die Art wird zudem von fünf Wildbienenarten besucht.

Impressionen

© Kanton Aargau
© Kanton Aargau
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