Nordamerikanische Goldruten – Solidago canadensis aggr.
Die Nordamerikanischen Goldruten sind invasive Neophyten und verbreiten sich vor allem entlang Bahnböschungen und anderen Ruderalstandorten. Zu den besonders invasiven Arten zählen die Kanadische Goldrute und die Riesen-Goldrute.
Alle Merkmale auf einen Blick
| Wuchsform | Krautig |
|---|---|
| Grösse | 50–200 cm |
| Blütenstand | Köpfchen in langen Rispen |
| Blüten | Zusammengesetzte Scheinblüten (Köpfchen) aus gelben Röhren- und Zungenblüten, Zungenblüten kürzer oder nur etwas länger als die Röhrenblüten |
| Blätter | Lanzettlich, mit gezähntem Rand, sitzend |
| Stängel | Grün und flaumig behaart (S. canadensis) oder rötlich und kahl (S. gigantea), rund |
| Früchte | Sehr klein (etwa 1 mm), mit weissem Schirmchen |
Die Nordamerikanischen Goldruten haben gelbe Röhrenblüten (in der Mitte) und gelbe Zungenblüten (am Rand). Bei der Riesen-Goldrute, welche hier im Bild ist, sind die Zungenblüten ein bisschen länger als die Röhrenblüten. © Erwin Jörg
Bei der Kanadischen Goldrute sind die Zungenblüten kürzer als die Röhrenblüten. © Kanton Aargau
Im Bild eine Riesen-Goldrute mit ungeöffneten Blüten. Vor allem im blütenlosen (vegetativen) Zustand besteht die Möglichkeit zur Verwechslung mit anderen Arten. Sobald aber das Gelb der Blüten hervorkommt, sind die Unterarten der Sammelart gut zu identifizieren. © Kanton Aargau
Die Blätter der Nordamerikanischen Goldruten sind lanzettlich und haben einen gezähnten Rand. Hier im Bild sind die Blätter der Riesen-Goldrute. © Erwin Jörg
Die Blätter der Kanadischen Goldrute (im Bild) unterscheiden sich kaum von denen der Riesen-Goldrute. © Kanton Aargau
Bei der Riesengoldrute ist der Stängel kahl, beziehungsweise nur im Bereich des Blütenstands behaart. Zudem hat er eine rötliche Farbe. © Kanton Aargau
Die Kanadische Goldrute hat einen grünen, behaarten Stängel. © Kanton Aargau
Die Amerikanischen Goldruten haben kleine Früchte mit einem Schirmchen. Anfänglich ist dieses weiss, kann aber später bräunlich werden. © Kanton Aargau
Wichtigste Unterschiede zu ähnlichen Arten
Blutweiderich – Lythrum salicaria
| Grösse | Meist kleiner (30–120 cm) |
|---|---|
| Blütenstand | Ähre |
| Blüten | Nicht zusammengesetzt, stark rosa |
| Blätter | Gegenständig, ganzrandig |
| Stängel | Kantig |
Vor allem im blütenlosen (vegetativen) Zustand besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit den Nordamerikanischen Goldruten.
Im vegetativen Zustand ist der Blutweiderich am einfachsten von den nordamerikanischen Goldruten zu unterscheiden, indem man sich die Blattstellung anschaut. Diese ist beim Blutweiderich gegenständig. © Kanton Aargau
Der Stängel des Blutweiderichs ist vier bis mehrkantig. © Kanton Aargau
Die grell rosa Blüten des Blutweiderichs unterscheiden ihn, sobald er blüht, deutlich von den Nordamerikanischen Goldruten. Seine Blüten sind zudem in einer Ähre angeordnet. © Kanton Aargau
Echte Goldrute – Solidago virgaurea
| Grösse | Meist kleiner (6–120 cm) |
|---|---|
| Blüten | Zungenblüten deutlich länger als die Röhrenblüten |
| Blätter | Untere Blätter länglich eiförmig und gestielt |
Die Zungenblüten der Echten Goldrute sind deutlich länger als ihre Röhrenblüten. Die Köpfchen haben einen Durchmesser von etwa 2 cm. © Erwin Jörg
Schmalblättriges Weidenröschen – Epilobium angustifolium
| Blütenstand | Lockere Traube |
|---|---|
| Blüten | Nicht zusammengesetzt, rosa |
| Blätter | Ganzrandig |
Vor allem im blütenlosen (vegetativen) Zustand besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit den Nordamerikanischen Goldruten.
Die Blätter des Schmalblättrigen Weidenröschens haben, wie bei den Nordamerikanischen Golruten, eine lanzettliche Form. Sie haben aber einen Blattrand der ganzrandig ist. Zudem verlaufen die gut sichtbaren Blattnerven eher quer zur Blattlänge. © Kanton Aargau
Das Schmalblättrige Weidenröschen hat grosse, rosa Blüten, womit es im blühenden Zustand nicht mehr mit den Nordamerikanischen Goldruten zu verwechseln ist. © Kanton Aargau
Häufig bildet das Schmalblättrige Weidenröschen grosse Bestände. © Kanton Aargau