Riesenbärenklau – Heracleum mantegazzianum
Der Riesenbärenklau ist ein invasiver Neophyt aus dem Kaukasus und verbreitet sich in nährstoffreichen, feuchten Wäldern, an Uferzonen und in Pärken. Der Saft der Pflanze kann starke Verbrennungen verursachen. Funde müssen der Koordinationsstelle Neobiota gemeldet werden.
Alle Merkmale auf einen Blick
| Wuchsform | Krautig |
|---|---|
| Grösse | Zum Teil mehr als 3 m |
| Blütenstand | Doppeldolde |
| Blüten | Klein, meist weiss, teilweise grünlich-gelb |
| Blätter | Gross (bis zu 3 m lang) und tief in 3–5 Abschnitte geteilt, mit gezähntem Rand |
| Stängel | Bis zu 10 cm dick und grün, mit roten Flecken |
| Früchte | Oval, flach, am Rand borstig behaart |
Die Blüten des Riesenbärenklaus sind, wie bei vielen Vertretern derselben Familie, klein und weiss. Ebenfalls typisch ist, dass sie in einer Doppeldolde angeordnet sind. Der Stängel des Riesenbärenklaus ist häufig rötlich gefleckt. © Erwin Jörg
Der Riesenbärenklau kann, wie es sein Name schon erahnen lässt, mit Wuchshöhen über 3 m sehr gross werden. © Erwin Jörg
Die Blätter des Riesenbärenklaus können (inklusive Blattstiel) bis zu 3 m lang werden. Sie sind jeweils tief in 3–5 wenig tief fiederteilige Abschnitte geteilt. © Erwin Jörg
Die Blattscheiden sind beim Riesenbärenklau oft etwas aufgeblasen. © Erwin Jörg
Den Riesenbärenklau findet man häufig an nährstoffreichen, etwas feuchteren Standorten, wie zum Beispiel am Ufer von Gewässern. © Erwin Jörg
Mehrere Exemplare des Riesenbärenklaus an einem steilen Hang. © Erwin Jörg
Wichtigste Unterschiede zu ähnlichen Arten
Waldengelwurz – Angelica sylvestris
| Grösse | Meist 50–150 cm hoch |
|---|---|
| Blätter | Meist doppelt gefiedert mit ovalen Teilblättern, welche einen fein gezähnten Rand aufweisen |
| Stängel | Nicht gefleckt |
| Früchte | Oval mit geflügelten Rippen |
Wie auch beim Riesenbärenklau sind die Blüten der Waldengelwurz klein und weiss. © Kanton Aargau
Auch die Blüten der Waldengelwurz sind in Doppeldolden angeordnet. Der Stängel ist jedoch nicht gefleckt und häufig etwas rot-grünlich. © Kanton Aargau
Im Gegensatz zum Riesenbärenklau sind die Blätter der Waldengelwurz bis zum Grund geteilt, also (doppelt) gefiedert. Zudem sind die Teilblätter oval und ihr Rand ist vergleichsweise fein gezähnt. © Kanton Aargau
Die Waldengelwurz ist auch im ausgewachsenen Stadium kleiner als der Riesenbärenklau. © Kanton Aargau
Wiesenbärenklau – Heracleum sphondylium
| Grösse | Meist 50–150 cm hoch |
|---|---|
| Blätter | Tief bis zum Blattnerv geteilt, Teilabschnitte weniger tief geteilt |
| Stängel | Nicht gefleckt |
Die Blüten des Wiesenbärenklaus sind klein, weiss und in Doppeldolden angeordnet. © Erwin Jörg
Der Stängel des Wiesenbärenklaus hat, im Vergleich zu dem des Riesenbärenklaus, keine Flecken. © Erwin Jörg
Die unteren Blätter des Wiesenbärenklaus sind häufig bis zum Grund geteilt. Die einzelnen Blattabschnitte wiederum sind normalerweise weniger tief geteilt als beim Riesenbärenklau. © Erwin Jörg
Im Wald findet man den Wiesenbärenklau eher selten. Wie es sein Name erahnen lässt, findet man ihn häufiger auf Wiesen. © Kanton Aargau