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Pflegende und betreuende Angehörige

Gemeinsam für betreuende Angehörige

Die Interessensgemeinschaft für betreuende Angehörige vereint die grössten Unterstützungsorganisationen im Kanton. Die gemeinsamen Aktivitäten verbessern die Vernetzung und Koordination der Angebote.

Gemeinsame Kommunikation und vernetzte Zusammenarbeit

Die IG stärkt betreuende Angehörige im Kanton Aargau durch koordinierte, einheitliche, unterstützende und barrierefreie Kommunikation (www.ag.ch/ichhelfe) und vernetzte Zusammenarbeit. Sie orientiert sich an ihren strategischen Zielen.

Strategische Ziele der IG (PDF, 2 Seiten, 96 KB)

Mitglieder der Interessensgemeinschaft für betreuende Angehörige
OrganisationKontakt
Fachstelle Alter und FamilieTel. 062 835 29 20
alter@ag.ch familie@ag.ch
Entlastungsdienst Schweiz, Aargau-SolothurnTel. 058 680 21 50
ag-so@entlastungsdienst.ch
Fachstelle für Angehörige psychisch kranker Menschen der Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG)Tel. 056 462 24 61
angehoerige@pdag.ch
Pro Infirmis Aargau-SolothurnTel. 058 775 10 50
ag.so@proinfirmis.ch
Pro Senectute AargauTel. 062 837 50 70
info@ag.prosenectute.ch
Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton AargauTel. 062 544 03 03
https://www.srk-aargau.ch/entlastung
vaka - Spitex AargauTel. 062 552 55 00
info@vaka.ch
www.vaka.ch/de/

Diesjähriger Fokus: Ältere betreuende Angehörige (65+)

Die Interessengemeinschaft für betreuende Angehörige richtet ihren Fokus 2026 auf ältere betreuende Angehörige (65+).

Ehemalige Fokusthemen

Betreuende Angehörigen von Personen mit Demenz

Im Kanton Aargau leben rund 12'000 Personen mit Demenz. Davon wird ein grosser Teil zuhause durch Angehörige unterstützt. Meist übernehmen Partnerinnen und Partner, erwachsene Kinder oder nahe Verwandte diese Aufgabe. Sie leisten einen erheblichen Anteil der Betreuung im Alltag – oft über viele Jahre und mit grossem persönlichem Engagement. Die Herausforderungen reichen von der Organisation des Alltags über die emotionale Belastung bis hin zu finanziellen und gesundheitlichen Folgen für die betreuenden Angehörigen selbst. Ihr Einsatz ist eine tragende Säule der Versorgung von Menschen mit Demenz.

Anlässlich des interkantonalen Tags der betreuenden Angehörigen am 30. Oktober 2025 fand im Salzhaus Brugg ein Auftritt des Podcasts "Chopfsach" statt..

Die Podcastschmiede produziert "Chopfsach", die Stiftung Plattform Mäander trägt den Podcast als Hauptpartnerin, zusammen mit Alzheimer Schweiz und Lundbeck

Aufzeichnung

Zusammenfassung

Verfasst von Nico Leuenberger (www.chopfsach-podcast.ch)

Herausforderungen im Alltag

Die Episode beleuchtet den täglichen Umgang mit Demenz aus der Perspektive von Betroffenen und Angehörigen. Schwierige Entscheidungen, wie der Verlust des Führerscheins oder der Umgang mit ärztlichen Terminen, sind nur einige der vielen Herausforderungen. Geschichten aus dem Alltag, wie beispielsweise Anekdoten über den Verlust von Autoschlüsseln oder Verwechslungen im Wortschatz, geben direkte Einblicke.

Vielfalt der Demenzformen

Es wird verständlich erklärt, welche unterschiedlichen Demenzformen existieren und warum es wichtig ist, deren spezifischen Verlauf und Symptome zu kennen. Diese Einblicke in den Verlauf und die Diagnose der unterschiedlichen Demenztypen helfen sowohl den Betroffenen als auch den Angehörigen, besser mit der Erkrankung umzugehen.

Die Rolle des Humors

Ein zentrales Thema der Episode ist der Umgang mit Demenz durch Humor. Es wird betont, dass trotz der Schwere der Thematik Lachen und Leichtigkeit helfen können, die Anspannung zu lösen, die mit dem täglichen Leben mit Demenz einhergeht. Humor bietet die Möglichkeit, schwierige Situationen erträglicher zu machen, solange er respektvoll eingebracht wird.

Frühe Unterstützung und Netzwerke

Ein Schwerpunkt der Episode ist die Empfehlung, frühzeitig Hilfe anzunehmen und ein Unterstützungsnetzwerk aufzubauen. Offene Kommunikation und das Teilen der Verantwortung innerhalb der Familie und mit Fachleuten wird als entscheidend für die Bewältigung des Alltags hervorgehoben.

Körper- und Haushalthygiene

Der Umgang mit der Pflege von Körper und Haushalt stellt viele vor grosse Herausforderungen. Die Episode betont die Wichtigkeit von Toleranz angesichts veränderter Hygieneroutinen und legt nahe, präventiv ein Betreuungsnetz aufzubauen, das im Falle zunehmender Selbstgefährdung greift.

Kommunikation ist der Schlüssel

Die Kommunikation mit Demenzkranken erfordert Geduld und Einfühlungsvermögen. Es wird geraten, auf Vorwürfe zu verzichten und stattdessen eine verständnisvolle und einfühlsame Kommunikation zu suchen. Diese Art der Interaktion fördert das Wohlbefinden der Betroffenen und erleichtert den Alltag.

Respekt vor der Individualität

Wichtig ist, die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Betroffenen zu berücksichtigen. Viele zuhörende Angehörige erkennen darin die Möglichkeit, aktive und bedeutungsvolle Beziehungen zu ihren demenzkranken Angehörigen zu pflegen, indem sie sich auf deren verbliebene Fähigkeiten und Interessen konzentrieren.

Fazit

Die neue Episode "Chopfsach" bietet wertvolle Einblicke und praktische Anleitungen für den Umgang mit Demenz. Sie ermutigt die Zuhörerinnen und Zuhörer, neue Perspektiven zu entwickeln und proaktiv Hilfe zu suchen, während sie gleichzeitig das Thema direkt und respektvoll behandeln. In der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen und Emotionen, die Demenz mit sich bringt, erinnern die Gäste und Expertinnen und Experten daran, dass man nicht allein ist – eine ermutigende Botschaft für alle, die von dieser Krankheit betroffen sind.

Betreuende Angehörige von Personen mit Demenz.

Um Angehörige auf die Unterstützungsangebote und die Bedeutung der Selbstfürsorge aufmerksam zu machen, setzt die Organisation eine Informationskampagne mittels Social Media und Buswerbung um.

Social Media Videos

Betreuende Angehörige leisten Tag für Tag einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft - oft neben Beruf, Familie und eigenen Bedürfnissen. Sie unterstützen, begleiten und pflegen nahestehende Menschen und übernehmen dabei grosse Verantwortung.

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Angehörigenbetreuung verändert den Alltag - Unterstützung macht den Unterschied.

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Die Massnahmen und Aktivitäten der Interessengemeinschaft für betreuende Angehörige umfassten in diesem Jahr eine Veranstaltungsübersicht für Angehörige von Personen mit Demenz.

Young Carers

Young Carers sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die regelmässig jemanden betreuen, dem es nicht gut geht. Das können Familienmitglieder wie Eltern, Grosseltern oder Geschwister sein oder auch Personen aus der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis. Die betreute Person kann körperlich oder psychisch krank sein, eine Behinderung haben, von einer Sucht betroffen sein oder einen Unfall erlitten haben.

Die Interessensgemeinschaft betreuende Angehörige des Kantons Aargau stellt Flyer und Plakate zur Verfügung, um auf die Herausforderungen von Young Carers aufmerksam zu machen und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Wer die Flyer und/oder Plakate in der Schule oder im Betrieb auflegen/aufhängen möchte, kann diese kostenlos per E-Mail an familie@ag.ch bestellen oder hier herunterladen:

PDF Flyer Young Carers (PDF, 2 Seiten, 526 KB) (PDF, 2 Seiten, 526 KB)

PDF Plakat Young Carers (PNG, 556 KB) (PDF, 1 Seite, 3,1 MB)

Social Media Videos

Young Carers übernehmen früh Verantwortung - wie Jonas, der mit 16 Jahren seine Mutter unterstützt

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Young Carers übernehmen früh Verantwortung - wie Jonas, der mit 16 Jahren seine Mutter unterstützt.

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Anlässlich des interkantonalen Tags der betreuenden Angehörigen fand am Mittwoch, 30. Oktober 2024, im Salzhaus Brugg eine hybride Informationsveranstaltung statt. Die Veranstaltung bestand aus einem wissenschaftlichen Vortrag der Careum Hochschule Gesundheit sowie anschliessenden Interviews mit zwei ehemaligen Young Carers und Nil Tinar Melcher, die eine Selbsthilfegruppe für Young Carers leitete. Die Veranstaltung richtete sich sowohl an Young Carers als auch an ihre Angehörigen und Freunde sowie an Fachpersonen. Der Anlass bot neben dem thematischen Fokus auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen.

Lernmodul: Betreuende Angehörige

In diesem Lernmodul

  • lernen Sie Organisationen kennen, die betreuende Angehörige entlasten
  • sehen Sie die Rolle der Organisation in der Versorgungskette
  • erkennen Sie die Wichtigkeit der Zusammenarbeit: zwischen Organisation und Angehörigen und zwischen den verschiedenen Organisationen.


Dauer: Ca. 20 Minuten

Das Lernmodul enthält Informationen über die Angebote der zugehörigen Organisationen sowie deren Rolle in der gesamten Versorgungskette.