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Aus der Praxis

Fleissige Mäusejäger: So lassen sich Schleiereule und Turmfalke fördern

Sechs Schleiereulen in einem Nistkasten.
Schleiereulen profitieren von Nistkästen und Strukturen in der Landschaft. Foto: Bettina Almasi

Im 30-Minuten-Video des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg erklärte die Spezialistin der Schweizerischen Vogelwarte, worauf es ankommt, damit Eule und Falke auf dem Landwirtschaftsbetrieb einziehen.

Die Zahlen sprechen für sich: Ein Schleiereulenpaar mit sechs Jungen fängt während der Aufzucht gut und gerne 1000 Mäuse. Im restlichen Jahr frisst das Paar noch einmal doppelt so viele. Turmfalken bringen ähnlich hohe Fangleistungen zustande. Gemäss Greifvogelspezialistin Anja Marty sind Falken und Eulen ebenso effiziente Mäusejäger wie Mauswiesel und Hermelin.

Nistkästen an Gebäuden

Turmfalke und Schleiereule nehmen Nistkästen an landwirtschaftlichen Gebäuden sehr gut an. Empfehlungen: Einflugloch in mehr als vier Metern Höhe Richtung offenes Feld, idealerweise Ost- oder Nordseite; Anflug-schneise ohne Hindernisse Montage auch im Gebäudeinneren möglich mit Durchlass durch die Fassade Kastenboden mit Holzschnitzeln oder Torfersatz bedecken.

Strukturen als Anflugschneisen

Bei der Reviersuche bevorzugen Schleiereulen und Turmfalken strukturreiche Landschaften: Hecken, Einzelbäume und ganzjährig stehende Säume liefern Nahrung und Deckung. Im mäusearmen Jahren sind Turmfalken häufig über extensiven Wiesen und Weiden zu beobachten, auf der Jagd nach Heuschrecken.

Schleiereule und Turmfalke profitieren somit ganz besonders von den Lebensräumen, die im Programm Labiola seit über dreissig Jahren geför-dert werden. Mit der Pflege von Biodiversitätsförderflächen leisten Landwirtschaftsbetriebe einen wesentlichen Beitrag zur natürlichen Schädlingsregulierung.

Webinar "Turmfalke und Schleiereule"

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