Innovationen fördern und Zusammenarbeit mit Forschung verstärken
Die transversale Stossrichtung hat zum Ziel, die Innovationsförderung und Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten im Bereich Klimaschutz zu stärken. Ergänzend dazu werden Möglichkeiten zum persönlichen Beitrag an den Klimaschutz aufgezeigt.
Klimaschutz, erneuerbare Energieerzeugung und -nutzung, ressourcenschonende Produktion und Kreislaufwirtschaft sind dank der starken weltweiten Dynamik zu zentralen Themen für innovative Aargauer Institutionen geworden. Sowohl das Hightech Zentrum Aargau (HTZ) wie auch das Paul Scherrer Institut (PSI) und die Fachhochschule Nordwestschweiz haben in diesen Themen deutliche Schwerpunkte in Forschung und Wissenstransfer gesetzt. Die enge Vernetzung zwischen Wissenschaft und Praxis ist von entscheidender Bedeutung.
Auch bei der Anpassung an den Klimawandel sind innovative Lösungen gefragt. Beispiele dafür sind neue Formen von Regenwassernutzung, klimaangepasste Anbaumethoden und Bewässerungssysteme in der Landwirtschaft, der Schutz vor Naturgefahren sowie Bauweisen, die auf wärmere Sommer ausgelegt sind.
Handlungsmöglichkeiten Kanton
Der Kanton Aargau kann die Vernetzung zwischen Forschung und Praxis auf mehreren Ebenen stärken: als Eigentümer des HTZ, als Mitträgerkanton der FHNW und über die Standortförderung. Er fördert den Wissenstransfer und die Innovationskraft und kann zugleich als Vorbild deutlich aufzeigen, in welche Richtung sich die Entwicklung bewegen soll. Mit gezielten Anreizen kann der Kanton die Unternehmen bei der Umsetzung von ressourcenschonenden und nachhaltigen Innovationen unterstützen (zum Beispiel über die Programme Circular Argovia oder FoodHealth des HTZ, wo Machbarkeitsstudien mitfinanziert und der Zugang zu weiteren Fördermitteln erleichtert wird).
Mit der Erweiterung der Hochschule für Technik zur Hochschule für Technik und Umwelt FHNW am Standort Brugg-Windisch werden Forschung und Transfer in den Bereichen Umwelt und Energie – insbesondere zur Kreislaufwirtschaft – weiter ausgebaut. Zudem will die FHNW mit dem Zukunftsfeld Zero Emission ihre Expertise in diesem Bereich noch stärker in Wirtschaft und Gesellschaft einbringen.
Synergiepotenzial auf kantonaler Ebene
Forschung, Entwicklung und Innovation erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. "Nichtstun" ist mittel- bis langfristig ein Risiko und mit höheren Kosten verbunden, siehe Handlungsfeld "Klimaneutrale und kreislauffähige Industrie und Gewerbe".