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FAQ - Häufige Fragen und Antworten

Auf dieser Seite finden Sie häufige Fragen und Antworten, die den Kanton und die Gemeinden im Kanton Aargau betreffen. Das Staatssekretariat für Migration SEM verfügt ebenfalls über ein ausführliches Informationsangebot.

Rechtlicher Status

Können ukrainische Bürger ohne biometrisches Reisedokument einreisen?

Ja. Die Schweiz zeigt sich solidarisch und wird für ukrainische Bürgerinnen und Bürger ohne biometrisches Reisedokument und ohne Visum Ausnahmen gewähren, soweit im Einzelfall nicht zwingende Gründe gegen eine Einreise sprechen. Zudem können auch Ukrainerinnen und Ukrainer einreisen, die über kein Reisedokument verfügen, jedoch glaubhaft machen können, dass Sie ihr Land wegen des Kriegs verlassen haben.

Welchen Status erhalten Ukrainerinnen und Ukrainer?

Schutzsuchende aus der Ukraine, die ihre Heimat wegen des Kriegs verlassen mussten, erhalten in der Schweiz den Schutzstatus S. Das hat der Bundesrat am 11. März 2022 entschieden (siehe Medienmitteilung). Damit erhalten die Geflüchteten rasch ein Aufenthaltsrecht, ohne dass sie ein ordentliches Asylverfahren durchlaufen müssen. Das Staatsekretariat für Migration SEM hat ein Faktenblatt zum Schutzstatus S publiziert.

Was bedeutet der Schutzstatus S?

Mit dem Schutzstatus S erhalten die Betroffenen einen Ausweis S. Dieser ist momentan auf ein Jahr befristet. Diejenigen Personen, welche den Schutzstatus S erhalten, dürfen ohne Reisebewilligung ins Ausland reisen und in die Schweiz zurückkehren. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit kann ohne Wartefrist erfolgen, unterliegt jedoch einer vorgängigen Bewilligungspflicht mit Kontrolle der üblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen. Bei Arbeitsort im Kanton Aargau hat der Arbeitgeber das Gesuch beim Amt für Migration und Integration (MIKA) einzureichen.

Für welche Personen gilt der Schutzstatus S?

  • Schutzsuchende ukrainische Staatsbürger und ihre Familienangehörige, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine wohnhaft waren.
  • Schutzsuchende Personen anderer Nationalität und Staatenlose sowie ihre Familienangehörige gemäss oben genannter Definition, die vor dem 24. Februar 2022 einen internationalen oder nationalen Schutzstatus in der Ukraine hatten.
  • Schutzsuchende anderer Nationalität und Staatenlose sowie ihre Familienangehörige gemäss oben genannter Definition, die mit einer gültigen Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung belegen können, dass sie über eine gültige Aufenthaltsberechtigung in der Ukraine verfügen und nicht in Sicherheit und dauerhaft in ihre Heimatländer zurückkehren können.

Wie müssen Personen vorgehen, um den Schutzstatus S zu erhalten?

Sollten sich Schutzsuchende aus der Ukraine bereits in der Schweiz aufhalten, wäre es von Vorteil, wenn diese zunächst bei Bekannten und Verwandten untergebracht werden können. Falls jedoch keine private Unterbringungsmöglichkeit besteht, werden Bund, Kanton und Gemeinden für eine Unterbringung sorgen.

Um Wartezeiten in den Bundesasylzentren (BAZ) möglichst zu vermeiden, können die Geflüchteten ab sofort per App ein Gesuch für den Schutzstatus S einreichen und einen Termin für die Registrierung im BAZ vereinbaren.

Falls vorhanden, sollte für die Registrierung vor Ort der biometrische Reisepass mitgebracht werden. Sollten keine biometrischen Pässe vorhanden sein, wäre es dienlich, wenn die ukrainische Staatsbürgerschaft mit anderen Dokumenten nachgewiesen werden kann.

In folgenden BAZ können sie sich registrieren lassen:

  • Chiasso: Via Milano 23, 6830 Chiasso
  • Boudry: Rue de l'Hôpital 60, 2017 Boudry
  • Altstätten: Bleichemühlistrasse 6, 9450 Altstätten
  • Bern: Morillonstrasse 75, 3007 Bern
  • Basel: Freiburgerstrasse 50, 4057 Basel
  • Zürich: Duttweilerstrasse 11, 8005 Zürich

Das SEM ist zusammen mit Kanton, Gemeinden und Partnerorganisationen dabei, weitere Registrierungsstellen einzurichten. Bitte konsultieren Sie hierfür jeweils die Webseite des SEM.

Bitte beachten Sie, dass es zurzeit für die Registrierung in den Bundesasylzentren längere Wartezeiten gibt.

Bei der Registrierung der Schutzsuchenden wird mit diesen ein kurzes Gespräch geführt. Anschliessend schauen die Behörden, wo die Schutzsuchenden untergebracht werden können. Falls eine Unterbringung weiterhin bei Privatpersonen möglich ist, können die Schutzsuchenden dorthin zurückkehren.

Das SEM wird anschliessend entscheiden, ob der Schutzstatus S gewährt werden kann. Anschliessend werden die Schutzsuchenden einem der 26 Kantone zugewiesen. Wenn immer möglich nimmt das SEM bei der Zuweisung der Personen auf die Kantone auf familiäre Beziehungen oder bereits bestehende Wohnmöglichkeiten Rücksicht.

Beim Verfahren für den Schutzstatus S handelt es sich nicht um ein ordentliches Asylverfahren. Es werden keine individuellen Fluchtgründe geprüft. Die Schutzgewährung erfolgt einzig aufgrund der Zugehörigkeit zu der vom Bundesrat definierten Gruppe der Schutzberechtigten, sofern keine Ausschlussgründe vorliegen.

Der Schutzstatus S gewährt den betroffenen Personen ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz. Dieses ist vorerst auf ein Jahr befristet, kann aber verlängert werden. Sollte sich die Sicherheitslage in der Ukraine wieder wesentlich verbessern, kann der Bundesrat den Schutzstatus S gegebenenfalls wieder aufheben.

Sobald der Schutzstatus S für ukrainische Staatsangehörige ausgestellt wird, haben diese Anspruch auf Unterbringung und Unterstützung in Form von Sozialhilfeleistungen. Sie sind zudem in der Schweiz rückwirkend ab Einreise krankenversichert. Schulpflichtige Kinder müssen zudem die Schule besuchen.

Welche Rechtsstellung haben Personen mit Schutzstatus S?

Personen mit Schutzstatus S haben ein Aufenthaltsrecht im Kanton, dem sie zugewiesen wurden. Nach fünf Jahren Aufenthalt in der Schweiz haben sie Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, die bis zur Aufhebung des vorübergehenden Schutzes befristet ist. Nach zehn Jahren kann ihnen die Niederlassungsbewilligung erteilt werden.

Können Personen mit Schutzstatus S weitere Familienmitglieder in die Schweiz holen (Familiennachzug)?

Ehegatten, eingetragene Partnerinnen und Partner und minderjährige Kinder von Personen mit Schutzstatus S erhalten ebenso vorübergehenden Schutz. Die Familienzusammenführung ist analog zu derjenigen bei anerkannten Flüchtlingen geregelt.

Wie funktioniert die Finanzierung?

Die Kantone erhalten vom Bund für Personen mit Schutzstatus S während der Dauer der vorübergehenden Schutzgewährung bis zu deren Erlöschen oder Aufhebung (längstens aber bis fünf Jahre nach Schutzgewährung mit dem Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung) eine Globalpauschale. Der Kanton Aargau richtet den Gemeinden nach § 17g der Sozialhilfe- und Präventionsverordnung (SPV) Entschädigungen aus für Unterbringung, Betreuung, Verpflegung, Lebensunterhalt und Taschengeld.

Der Kantonale Sozialdienst empfiehlt den Gemeinden, bei Privatplatzierungen die Pauschale für die Unterbringung den Gastfamilien weiterzugeben, sofern diese den Wohnraum nicht kostenlos überlassen möchten. Für die Abgeltung des weiteren Lebensunterhalts steht den Gemeinden das Merkblatt Entschädigungspauschalen (PDF, 208 KB) zur Verfügung.

Müssen Gemeinden den Sozialhilfebezug von Personen mit Status S an das Amt für Migration und Integration (MIKA) melden?

Nein, die gesetzliche Meldepflicht betrifft lediglich Personen mit einer Bewilligung B, C oder L. Bei der automatisierten Meldung über die entsprechende Schnittstelle des kommunalen Fallführungssystems ist dies bereits so berücksichtigt.

Was gilt für Personen aus der Ukraine, die bereits eine befristete Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung in der Schweiz haben?

Bereits bestehende befristete Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen können verlängert werden gemäss den geltenden Bestimmungen. In Fällen wo keine Verlängerung oder Umwandlung möglich ist, können die Personen den Schutzstatus S beantragen.

Unterbringung

Können Ukrainerinnen und Ukrainer in der Schweiz privat untergebracht werden?

Ukrainerinnen und Ukrainer mit biometrischen Pässen können sich visumsfrei 90 Tage lang im Schengen-Raum aufhalten. Während dieser Zeit ist eine private Unterkunft ohne weiteres möglich. Danach müssen die Ukrainerinnen und Ukrainer ihren weiteren Aufenthalt in der Schweiz regeln. Ist ihnen dies möglich, so steht einer weiteren Unterbringung bei Privaten nichts entgegen.

Ich möchte helfen und Personen aus der Ukraine bei uns aufnehmen. Wie muss ich vorgehen?

Gemäss Staatssekretariat für Migration SEM kann eine Privatperson ukrainische Staatsangehörige freiwillig bei sich zu Hause aufnehmen, sofern die Unterbringung kostenlos ist. Angebote für eine Privatunterbringung können Sie an ukraine@ag.ch senden oder via Webseite der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) melden.

Wenn eine Person gegen Bezahlung beherbergt wird, erfolgt eine Meldung bei der zuständigen Gemeindeverwaltung.

Ich möchte Freunde oder Verwandte aus der Ukraine in die Schweiz holen, kann sie jedoch nicht bei mir zu Hause aufnehmen. Wo können diese aufgenommen werden?

Wer keine privaten Möglichkeiten zur Unterbringung hat oder nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, kann bei der Einreise an einem geöffneten Grenzübergang oder direkt bei einem der sechs Bundesasylzentren mit Verfahrensfunktion den Schutzstatus S beantragen. Bitte beachten Sie, dass es zurzeit für die Registrierung in den Bundesasylzentren längere Wartezeiten gibt (die Registrierung kann auch via App beantragt werden). Bei der Registrierung der Schutzsuchenden wird mit diesen ein kurzes Gespräch geführt. Anschliessend schauen die Behörden, wo die Schutzsuchenden untergebracht werden können. Falls eine Unterbringung weiterhin bei Privatpersonen möglich ist, können die Schutzsuchenden dorthin zurückkehren.

Erhalten Gastfamilien eine Entschädigung für die Unterbringung?

Es gibt Gastfamilien, welche die Unterbringung ohne Entschädigung anbieten möchten. Bei den anderen sieht der Kanton Aargau vor, einen Anteil an die Wohnkosten auszurichten (monatlich maximal 270 Franken).

Ich möchte eine Wohnung, ein Haus oder ein Hotelzimmer gegen Miete für geflüchtete Personen aus der Ukraine zur Verfügung stellen. Wie muss ich vorgehen?

Angebote für Einzelwohnungen, Mehrfamilienhäuser, Hotelzimmer oder andere Liegenschaften und Parzellen können der Gemeinde gemeldet werden. Bitte treten Sie dafür mit der zuständigen Gemeindeverwaltung (Kanzlei oder Sozialdienst) in Kontakt. Die Gemeinde prüft das entsprechende Angebot und entscheidet, ob das Angebot berücksichtigt werden kann.

Was muss bei ukrainischen Haustieren beachtet werden?

Die Schweiz gewährt in Ausnahmefällen die Einreise von Heimtieren (Hunde und Katzen), welche nicht alle Einfuhrbedingungen erfüllen. Diese Möglichkeit besteht jedoch ausschliesslich für Hunde und Katzen, die ihre aus der Ukraine geflüchteten Besitzer begleiten.

Bei beabsichtigter Einreise in die Schweiz bitten wir die Besitzer, das unten stehende Formular auszufüllen und den Veterinärbehörden via petsukraine@blv.admin.ch zukommen zu lassen:

Nähere Informationen dazu hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen veröffentlicht:

Ansprechpartner im Kanton Aargau ist der Veterinärdienst (veterinaerdienst@ag.ch).

Video zum Thema in Internationaler Gebärdensprache

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Wie können ukrainische Schutzsuchende ihren Unterhalt finanzieren?

Der Bund erleichtert die soziale und berufliche Integration in der Schweiz. Sämtliche bedürftige Personen mit Schutzstatus S bekommen Sozialhilfe nach Asylansätzen vom Kanton. Die Kosten für die Krankenkasse werden ebenfalls vom Kanton getragen, wenn die Person nicht über genügend eigene Mittel verfügt. Personen mit Schutzstatus S können ohne Wartefrist einer Arbeit nachgehen (auch Selbständigkeit). Die Erwerbstätigkeit unterliegt jedoch einer vorgängigen Bewilligungspflicht.

Alltag in der Schweiz

Was ist im Zusammenhang mit der Haftpflichtversicherung zu beachten?

Die Haftpflichtversicherung ist keine obligatorische Versicherung in der Schweiz. Aus diesem Grund erfolgt keine Finanzierung über die Asylsozialhilfe. Die Gastgeber haben allerdings bei Privatunterbringungen die Möglichkeit, die Gäste in die eigene Haftpflichtversicherung einzuschliessen. Eine Haftpflichtversicherung bezahlt keine Schäden, die von den durch die Police versicherten Personen sich selbst zugefügt wurden. Somit sind Schäden im Haushalt des Gastgebers nicht versichert.

Können Geflüchtete aus der Ukraine den öffentlichen Verkehr kostenlos nutzen?

Aufgenommene Flüchtlinge (Schutzstatus S) können vorerst bis am 31. Mai 2022 den öffentlichen Verkehr der Schweiz kostenlos nutzen: Informationen zu Flüchtenden aus der Ukraine - Alliance SwissPass

Muss für ukrainische Fahrzeuge eine Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden?

Ukrainische Motorfahrzeuge benötigen grundsätzlich eine gültige Internationale Versicherungskarte (ehemals Grüne Karte), um in die Schweiz einreisen zu können. Kann keine Internationale Versicherungskarte vorgelegt werden, müssen die Geflüchteten eine Grenzversicherung abschliessen. Eine in einem EWR-Staat abgeschlossene Grenzversicherung ist in der Schweiz ebenfalls gültig. In der Schweiz können Grenzversicherungen bei der Grenzzollstelle oder bei einer Zolldienststelle abgeschlossen werden (Grenzübergänge, Zollstellen, Öffnungszeiten).

Wo können Schutzsuchende Hrywnja in Schweizer Franken umtauschen?

Zurzeit kann die ukrainische Währung Hrywnja in der Schweiz nicht in Schweizer Franken umgetauscht werden. Die Banken, die Schweizerische Nationalbank und der Bund suchen aktuell nach Lösungen.

Welche Tools können bei der Verständigung helfen?

Die Allianz Suisse stellt für die Verständigung zwischen Schutzsuchenden und Gastfamilien eine kostenlose Dolmetsch-Hotline (PDF, 65 KB) für die Sprachen Deutsch, Ukrainisch und Russisch zur Verfügung.

Gesundheit

Was ist im Zusammenhang mit einer möglichen Tuberkulose-Erkrankung zu beachten?

Die Ukraine und Russland haben im Vergleich zur Schweiz eine 10-fach erhöhte Tuberkulose-Inzidenz. Schutzsuchende mit den folgenden Symptomen sollten sich daher an einen Arzt oder eine Ärztin wenden:

  • Husten
  • Müdigkeit und Krankheitsgefühl
  • Leichtes Fieber
  • Nächtliches Schwitzen
  • Gewichtsabnahme
  • Appetitlosigkeit
  • Brustschmerzen
  • Frühere Tuberkulose oder Tuberkulose in der Familie

An wen können sich Schutzsuchende bei gesundheitlichen Fragen wenden?

Medgate betreibt unter der Telefonnummer +41 58 387 77 20 eine kostenlose Hotline für Betroffene mit gesundheitlichen Anliegen. Zurzeit ist eine Beratung in den Sprachen Deutsch und Englisch möglich.

Migesplus - eine Organisation des Schweizerischen Roten Kreuzes – vermittelt auf ihrer Webseite Gesundheitsinformationen in verschiedenen Sprachen, darunter auch Ukrainisch.

Der Verein Psy4Asyl bietet eine Zusammenstellung hilfreicher Links und Tools zum Thema psychische Gesundheit an.

Haben Schutzsuchende Zugang zur nötigen medizinischen Versorgung?

Ukrainerinnen und Ukrainer können sich drei Monate lang visums- und bewilligungsfrei in der Schweiz aufhalten, zum Beispiel also bei Verwandten oder Privatpersonen wohnen. In diesem Fall untersteht die Person nicht dem Krankenversicherungsobligatorium. Allenfalls verfügt sie über eine Ferienversicherung oder ihr Gastgeber hat eine Gästeversicherung abgeschlossen.

Sobald sich eine schutzbedürftige Person bei einem Bundesasylzentrum meldet und dort ein Gesuch um Schutzstatus S einreicht, wird sie nach der Kantonszuweisung vom Kanton rückwirkend auf den Zeitpunkt der Einreise für die obligatorische Krankenversicherung angemeldet. Die Kosten für die Prämien und Kostenbeteiligungen (Franchise und Selbstbehalt) werden den Kantonen vom Bund mit der Ausrichtung der Globalpauschalen subventioniert.

Der Kantonale Sozialdienst schliesst die Krankenversicherung für Menschen mit Schutzstatus S über die Aquilana Versicherungen ab. Entsprechend können diese Personen bei Bedarf sofort behandelt werden.

Wenn sich Menschen ohne Schutzstatus S behandeln lassen, ist die Finanzierung (nur Notversorgung) im Rahmen der "Nothilfe" vom zuständigen Gemeindesozialdienst zu übernehmen.

Bitte beachten Sie auch die weiteren Informationen zur Gesundheit.

Erhalten Schutzsuchende Prämienverbilligung?

Wenn Schutzbedürftige ohne Aufenthaltsbewilligung keine Sozialhilfe (mehr) beziehen, haben sie Anspruch auf individuelle Prämienverbilligung (Art. 82a Abs. 7 des Asylgesetzes, AsylG).

An wen können sich Ukrainerinnen und Ukrainer wenden, wenn sie Opferschutz benötigen?

Wer in der Schweiz in seiner körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ist, hat Anspruch auf Unterstützung. Die Opferberatung Aargau ist für Sie da: 062 835 47 90.

Weitere Informationen auf Ukrainisch und Russisch finden Sie über folgende Links:

Erwerbstätigkeit

Wo können sich Unternehmen melden, die eine geflüchtete Person aus der Ukraine anstellen möchten?

Muss man für eine Anstellung eine Bewilligung einholen?

Ja, für diese Anstellungen müssen Arbeitgebende eine Bewilligung einholen. Dazu muss der Arbeitsvertrag ans Amt für Migration und Integration zur Prüfung geschickt werden.

E-Mail Migrationsamt

Wo können sich Personen mit Schutzstatus S zur Arbeitsvermittlung melden?

Ukrainische Personen, welchen der Schutzstatus S vom Staatssekretariat offiziell bewilligt wurde und die sich in der Lage sehen, direkt eine Arbeit aufzunehmen, aufgrund ihres Berufes und ihrer z.B. gut vorhandenen Deutsch- oder Englischkenntnisse, können sich beim zuständigen RAV zur Arbeitsvermittlung anmelden.

RAV Beratung & Vermittlung

Können Personen mit Schutzstatus S im Homeoffice für einen ausländischen Arbeitgeber arbeiten?

Arbeiten im Homeoffice, welche ausschliesslich für einen ausländischen Arbeitgeber (z.B. für den bisherigen Arbeitgeber im Heimatland) getätigt werden, oder die Weiterführung einer bestehenden selbstständigen Tätigkeit ohne Einfluss auf den schweizerischen Arbeitsmarkt, gelten nicht als bewilligungspflichtige Erwerbstätigkeiten. Es braucht daher keine Arbeitsbewilligung.

Private Hilfe

Wo kann ich Kleider- oder Sachspenden abgeben?

Zurzeit werden keine Kleider- oder Sachspenden vom Kanton Aargau entgegengenommen. Bitte wenden Sie sich an private Sammelstellen in Ihrer Region. Die Aargauer Zeitung bietet eine Übersicht.

Ich interessiere mich für Freiwilligenarbeit. Wo erhalte ich Informationen?

Zahlreiche engagierte Privatpersonen und Helferkreise organisieren Freiwilligenarbeit im Flüchtlingswesen. Mit den sieben regionalen Koordinationsstellen werden diese Tätigkeiten in den Regionen gebündelt. Zudem sind die Koordinationsstellen Ansprechstelle für Freiwillige und Betreuende in den Unterkünften und Gemeinden. Dabei vermitteln sie Einsätze, unterstützen bei der Umsetzung von Projekten und geben Auskunft bei Fragen und Problemen.

Merkblätter und Dokumente

Ich möchte mich gerne als Dolmetscher oder Dolmetscherin engagieren. Wo kann ich mich melden?

Besten Dank für Ihr Interesse am Engagement als Freiwillige im Rahmen der aktuellen Situation in der Ukraine und in der Schweiz.

Falls Sie Geflüchtete aus der Ukraine mit einer niederschwelligen sprachlichen Begleitung unterstützen möchten, können Sie uns gerne eine E-Mail an ukraine@ag.ch senden. Mit Ihrer Hilfe kann die Kontaktherstellung zu Gastfamilien, die Begleitung in lebenspraktischen Situationen (z. B Kontakt mit KiTa) oder Ähnliches vereinfacht werden. Es geht explizit nicht um professionelles Dolmetschen, wie beispielsweise dem Dolmetschen von Gesprächen in der Verwaltung. Das professionelle Dolmetschen basiert aufgrund der zugrundeliegenden Qualität auf entsprechenden Aus- und Weiterbildungen.

Wenn Sie sich als professionelle Dolmetscherin oder professioneller Dolmetscher engagieren möchten, senden Sie bitte ihre Bewerbungsunterlagen an das Projekt HEKS Linguadukt (linguadukt-jobs@heks.ch).

Aktuell konzentrieren wir uns auf die Erfassung der Angebote. Damit wir Ihr Angebot weiter prüfen können, benötigen wir einige Informationen zu Ihrer Person:

  • Name/Vorname
  • Adresse
  • Telefonnummer
  • Mobilnummer
  • E-Mail-Adresse
  • Nationalität/Herkunft/Ausweis
  • Sprachen (Ukrainisch und/oder Russisch) und das Sprachniveau (falls nicht Muttersprache)
  • Verfügbarkeit (Vormittag/Nachmittag/Wochenende)
  • Mögliches Einsatzgebiet
  • Mobilität (Auto/öV)

Bitte teilen Sie uns zudem mit, ob wir Ihre Daten an Gemeinden oder NGOs in Ihrer Region weiterleiten dürfen.

Zivilschutz

Wo ist mein Schutzplatz?

Wer über einen Schutzraum im eigenen Wohngebäude verfügt, ist diesem zugewiesen. Wer über keinen Schutzraum im eigenen Wohngebäude verfügt, ist einem öffentlichen oder gemeinsamen Schutzraum in unmittelbarer Nähe zugewiesen. Diese Schutzraumplanung wird laufend aktualisiert.

Wie erfahre ich, wo mein Schutzraum liegt?

Die Bekanntgabe der definitiven Zuteilung erfolgt auf Anordnung des Bundes, wenn es die Lage erfordert. Die Information an die Bevölkerung wird abgestimmt auf das jeweilige Ereignis auf Gemeindestufe organisiert. Auskünfte zum Thema Zuweisungsplanung können die Gemeinden mit fachlicher Unterstützung der regionalen Zivilschutzorganisation erteilen. Die Sektion Koordination Zivilschutz gibt zu allgemeinen Fragen Auskunft: 062 835 46 46.

Sind im Kanton Aargau genügend Schutzplätze verfügbar?

Ja, es stehen genügend Schutzplätze für alle Einwohnerinnen und Einwohner zur Verfügung. Es sind aktuell 784'192 Schutzplätze. Das entspricht zirka 110 Prozent der ständigen Wohnbevölkerung.

Wie aktuell ist die Zuweisungsplanung im Kanton Aargau?

Die Zuweisungsplanung wird im Kanton Aargau auf Basis der Gemeinderegister wöchentlich nachgeführt.

Persönliche Notfallplanung

Wie wird die radiologische Situation überwacht?

Das Bundesamt für Gesundheit BAG informiert auf seiner Webseite zur radiologischen Situation in der Schweiz.

Wo erhalte ich Informationen zu Jodtabletten?

Das Bundesamt für Gesundheit BAG bietet auf seiner Webseite nützliche Informationen sowie Antworten auf häufige Fragen.

Wo erhalte ich Informationen zum Notvorrat?

Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung BWL gibt auf seiner Webseite Tipps und Rat zum Thema Notvorrat.