Weiterer Anstieg der Bauinvestitionen
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Ergebnisse der Baustatistik 2015/2016 für den Kanton Aargau
Die Bauausgaben haben im Jahr 2015 gegenüber 2014 um 4,3 Prozent zugenommen. Auch für 2016 ist mit einer weiteren Zunahme der Bautätigkeit zu rechnen.
Insgesamt 4'887 Millionen Franken wurden 2015 im Kanton Aargau für Bauprojekte ausgegeben. Dies ist gegenüber dem Vorjahreswert eine Zunahme um 4,3 Prozent. Zugelegt haben sowohl der öffentliche wie auch der private Bau: Die Bauausgaben von Bund, Kanton und Gemeinden haben von 1'218 auf 1'272 Millionen Franken oder um 4,5 Prozent zugenommen. Private Auftraggeber erhöhten die Bauausgaben um 4,3 Prozent. Diese Zunahme ist in erster Linie auf den Wohnungs- und auf den übrigen Privatbau zurückzuführen.
Arbeitsvorrat nimmt auch 2016 zu
Seit 2013 werden im Rahmen der Bauerhebung nicht mehr die Bauvorhaben, sondern der Arbeitsvorrat der im Bau befindlichen Bauprojekte für das Folgejahr erhoben. Die erwarteten Kosten dieses Arbeitsvorrats sind für das Jahr 2016 ebenfalls rund 4 Prozent höher als der entsprechende Vorjahreswert. Dies deutet darauf hin, dass die Bauinvestitionen auch im 2016 weiter zugenommen haben.
Wohnungsbau 2015
2015 wurden im Kanton Aargau 4'839 neue Wohnungen erstellt. Von diesen waren rund 15 Prozent oder 730 Einfamilienhäuser. Im Vorjahr lag der Anteil der neu erstellten Einfamilienhäuser am Gesamtwohnungsbestand um ein Prozent tiefer. Trotz einer leichten Zunahme des Investitionsvolumens, hat die Zahl der neu erstellten Wohnungen im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr leicht abgenommen.
Leerwohnungsbestand 2017
Am 1. Juni 2017 standen im Kanton Aargau von insgesamt 312'678 Wohnungen 7'323 Einheiten leer. Der Bestand an leer stehenden Wohnungen hat gegenüber dem Vorjahr um 636 Einheiten oder 9,5 Prozent zugenommen. Die Leerwohnungsziffer stieg damit auf 2,34. Die absolute Zunahme ist primär auf Wohnungen, die älter als zwei Jahre sind, zurückzuführen (+630 Einheiten beziehungsweise +11,5 Prozent) und in geringerem Ausmass auf Wohnungen in Neubauten (+6 Einheiten beziehungsweise +0,5 Prozent). 12,0 Prozent oder 882 Einheiten der leer stehenden Wohnungen waren zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschriebene Einfamilienhäuser.