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NL.A-0303 Gewerkschaft Unia Aargau und Vorgängerorganisationen, 1896-2019 (Bestand)
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General information |
Information on identification |
| Ref. code: | NL.A-0303 |
| Ref. code AP: | NL.A-0303 |
| Title: | Gewerkschaft Unia Aargau und Vorgängerorganisationen |
| Creation date(s): | 1896 - 2019 |
| Level: | Bestand |
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Information on context |
| Name of the creator / provenance: | Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI), Industrie Gewerbe Dienstleistungen (SMUV), Verkauf Handel Transport Lebensmittel (VHTL), Unia Aargau |
| Administration history: | Unia ist die mit Abstand grösste Einzel-Gewerkschaft der Schweiz. Sie entstand am 16. Oktober 2004 aus dem Zusammenschluss der Gewerkschaften Bau und Industrie (GBI), Industrie Gewerbe Dienstleistungen (SMUV), Verkauf Handel Transport Lebensmittel (VHTL), der alten (im Dienstleistungssektor tätigen) unia sowie der Genfer Gewerkschaft im Tertiärsektor actions. Sie ist dem Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), dem grössten Schweizer Dachverband von Gewerkschaften, angeschlossen. Die Unia Region Aargau entsteht, analog zur nationalen Entwicklung, am 16. Oktober 2004 aus dem Zusammenschluss der vier kantonalen Gewerkschaften GBI, SMUV, VHTL und der vormaligen unia. Die neue Unia Region Aargau ist die kleinste der Deutschschweizer Unia-Regionen, aber mit Abstand die grösste Einzel-Gewerkschaft des Kantons Aargaus. Der Gründung ging eine Phase der immer enger werdenden Zusammenarbeit des SMUV Region Aargau und der GBI Subregion IV, Region Aargau voraus. 1996 gründeten beide die (kleine) unia, um neue Mitglieder im Dienstleistungsbereich zu gewinnen. Bis Herbst 2000 unterstützen sie sich gegenseitig in Referendumsabstimmungen und bei Mobilisierungen, vor allem auf dem Bau und bei regionalen Streiks (u. a. Wäscherei Aare AG, Rheinfelden). 2002 wurde unter dem Namen "Gewerkschaftshaus Aargau" eine gemeinsame Organisation mit Sekretariat in Aarau gegründet. Die Zusammenarbeit wurde nochmals enger. Als sich der formelle Zusammenschluss im September 2002 anbahnte, machte auch der VHTL Aargau mit und der Namenszusatz "IPG Interprofessionelle Gewerkschaft" erscheint neu. Die Unia Region Aargau stand ab 2005 aufgrund ihrer beschränkten personellen und finanziellen Mittel schon bald auf dem Prüfstand. Verschiedene Spar-, Sanierungs- und Aufbauprogramme brachten in den kommenden Jahren nicht genügend Erfolg. 2016 trat der Regio-Vorstand an die Unia Nordwestschweiz heran, um ein Zusammenschluss-Projekt zu starten. Dieses mündete per 1. Mai 2017 in der Fusion zur neuen Unia Region Aargau-Nordwestschweiz. Die strategische Leitung nahmen die Delegiertenversammlung und der Regiovorstand wahr. Operativ wurde die Region über die Regio-Geschäftsleitung und das Regionalsekretariat in Aarau geführt. Zu den Hauptaufgaben für die Branchen Industrie, Tertiär, Bau und Gewerbe gehörten: Gesamt- und Firmenarbeitsverträge, Zusammenarbeit mit Vertrauensleuten und Personalkommissionen in den Betrieben, Mobilisierungen für Kampagnen, Rechtsschutz und Dienstleistungen für Mitglieder, Einflussnahme auf die kantonale Arbeitsmarktpolitik und Öffentlichkeitsarbeit. 2005 wurden Sektionen, Aktions- und Mitgliedergruppen der Vorgängerorganisationen schrittweise in zwei Sektionen zusammengeführt. Die Sektion Ostaargau umfasste die früheren Sektionen Baden, Brugg und Turgi und ab 2010 auch die Sektion Lenzburg-Freiamt. Die Sektion Westaargau umfasste zuerst die früheren Sektionen Aarau und Zofingen und ab 2010 auch die Sektion Fricktal. Ab 2008 kam es zu einer weiteren inneren Umstrukturierung. Die Sektionsvorstände wurden durch Aktionsgruppen aus aktiven Mitgliedern abgelöst. Die Sektionen mit allen Mitgliedern bestanden weiter. Ihre Aufgaben beschränkten sich weitgehend auf die Kontaktpflege und Ehrungen langjähriger Mitglieder. Nach der Fusion 2017 wurden die zentralen Aufgaben - Leitung, Planung und Ressourcen - vom Regionalsitz in Basel geführt. Das Sekretariat in Aarau wurde vor allem für die Bewegungsarbeit auf dem Terrain, Mitgliederwerbung, Aktionen und Kampagnen genutzt.
Quellen: NL.A-0303.0001.13, Reglement über die Organisation des Gewerkschaftshauses Region Aargau, 17. Mai 2002 NL.A-0282/0025, Jahresberichte des Aargauischen Gewerkschaftsbunds 2001 und 2016 NL.A-0303/0028, Wiederaufnahme der Fusionsgespräche 2016 |
| Archival history: | Mit der ersten Ablieferung am 11.11.2011 wurden die Akten des Gewerkschaftshauses Region Aargau und die Gründungsunterlagen der Gewerkschaft Unia vom Staatsarchiv integral übernommen, nachdem sie im Volkshaus Aarau vorbereinigt wurden. Die Unterlagen enthalten teilweise auch weit zurückreichende Dokumente der Vorgängerorganisationen GBI, SMUV, unia und VHTL und umfassen den Zeitraum 1896-2005. Die übernommenen Unterlagen wurden durch das Staatsarchiv als ein Bestand erschlossen.
2018 kontaktierte der Unterstützungsverein Archive der Aargauer Arbeiterbewegung UV-AAA, mit Sitz im Volkshaus Aarau, das Staatsarchiv, um eine grössere Nachlieferung von Akten der dort ansässigen Gewerkschaften und der kantonalen SP vorzubereiten. Die Gewerkschaftsarchivarin Rita Lanz bereitete im Auftrag des UV-AAA die Ablieferungen in enger Absprache mit dem Staatsarchiv vor. Das Staatsarchiv Aargau übernahm im Juni 2020 eine Nachlieferung der Unia im Umfang von 32 Laufmetern aus dem Zeitraum 1921-2019. Diese Nachlieferung wurde 2022 bis 2023 durch die Gewerkschaftsarchivarin im Staatsarchiv erschlossen. Dabei wurden Ordner, die ausschliesslich die Gewerkschaften SMUV oder GBI betrafen und bei der Organisation der Ablieferungen aus dem Volkshaus fälschlicherweise der Unia zugeordnet worden waren, in die Bestände NL.A-0277 SMUV Region Aargau bzw. NL.A-0281 GBI Subregion Aargau integriert. |
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Information on content and structure |
| Contains: | Gründungs-, Ziel- und Strategiepapiere, Akten von Gremien und Interessengruppen sowie Unterlagen aus dem Bereich Branchenbeziehungen der Vorläuferorganisationen GBI, SMUV, unia und VHTL, Organisationsfragen, Sitzungsunterlagen von Delegiertenversammlungen, Regionalvorstand, Geschäftsleitung und weiteren Gremien, Budgets und Rechnungen, Personal, Mitgliederstatistik und Mitgliederwerbung, Sektionen und Interessengruppen, Branchen- und Vertragsbeziehungen aller vier Sektoren, Paritätische Kommissionen, Kontrollen des Arbeitsmarktes (Flankierende Massnahmen, EU), Kampagnen zu Abstimmungen, gewerkschaftliche Aktionen, Rechtsberatung für die Mitglieder |
| Appraisal and destruction: | Kassiert wurden Buchhaltungsbelege, Unterlagen zur Liquiditäts- und Budgetkontrolle, unterjährige und undatierte Finanzunterlagen und Auswertungen zur Mitgliederbewegung, Formulare Eintritt und Stammdatenblätter von Mitgliedern, Falldossiers und Statusberichte der Paritätischen und Tripartiten Kommissionen, Dokumentationsmaterialien, Unterlagen Dritter (insbesondere der Unia Schweiz und anderer Unia Regionen), Arbeitsmittel (z. B. Büromaterialbestellungen, Druckvorstufen), Doubletten. |
| System of arrangement: | Die Unterlagen wurden nach dem Ordnungssystem für Gewerkschaften und politische Parteien des Staatsarchivs Aargau von 2022 zu Dossiers und Serien geordnet. Die Dossiers zu den Vorläuferorganisationen aus der Ablieferung von 2011 wurden den passenden Serien zugeordnet, da es sich nur um 59 Dossiers handelte. |
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Zugangs- und Benutzungsbestimmungen |
| Access regulations: | Für die Aktenübernahme 2010 (NL.A-0303.0001.01 bis NL.A-0303.0006.05) gilt: Die Benutzung für Drittpersonen ist im Schenkungsvertrag vom 30. März 2011 zwischen der Unia Region Aargau und dem Staatsarchiv Aargau geregelt. Für die Einsichtnahme in die Unterlagen der geschäftsleitenden Gremien gilt eine generelle Schutzfrist von zehn Jahren. Für die Einsichtnahme durch Drittpersonen in Unterlagen, welche schützenswerte Personendaten enthalten, gelten die Bestimmungen des Gesetzes über die Information der Öffentlichkeit, den Datenschutz und das Archivwesen vom 24. Oktober 2006 (IDAG) und diejenigen der Verordnung zum Gesetz über die Information der Öffentlichkeit, den Datenschutz und das Archivwesen vom 26. September 2007 (VIDAG). Mit Ausnahme der Unterlagen der geschäftsleitenden Gremien sowie der personenbezogenen Daten gibt es keine Einschränkungen in der Benutzung für die Einsichtnahme durch Drittpersonen.
Für Aktenübernahmen ab 2011 (NL.A-0303/0007 bis NL.A-0303/0415) gilt: Die Einsichtnahme in sämtliche Akten richtet sich nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Information der Öffentlichkeit, den Datenschutz und das Archivwesen vom 24. Oktober 2006 (IDAG) und denjenigen der Verordnung zum Gesetz über die Information der Öffentlichkeit, den Datenschutz und das Archivwesen vom 26. September 2007 (VIDAG). Demnach unterliegen Sachakten (ohne besonders schützenswerte Personendaten) neu einer Schutzfrist von 30 Jahren. |
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Information on related materials |
| Related material: | NL.A-0276 Gewerkschaft Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen Region Aargau, SMUV Aargau NL.A-0280 Gewerkschaft Verkauf, Handel, Transport, Lebensmittel Regionalverband Aargau-Solothurn, VHTL Aargau-Solothurn NL.A-0281 Gewerkschaft Bau und Industrie GBI Region IV, Subregion Aargau |
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Usage |
| Permission required: | Staatsarchiv Aargau |
| Physical Usability: | Uneingeschränkt |
| Accessibility: | Einsichtnahme eingeschränkt |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://ag.ch/staatsarchiv/suche/detail.aspx?ID=2163 |
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