DSI-HOT002 Leumen, Untervogtei, 1536 (Dossier (Denkmalschutzinventar))

Archive plan context


Ansichtsbild:
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Identifikation

Signatur:DSI-HOT002
Signatur Archivplan:HOT002
Titel:Leumen, Untervogtei
Bezirk:Laufenburg
Gemeinde:Mettauertal
Ehem. Gemeinde:Hottwil (bis 31.12.2009)
Adresse:Leumen
Ortsteil / Weiler / Flurname:Hottwil
Versicherungs-Nr.:841 A
Parzellen-Nr.:2401
Grundbuch-Nr.:1281
Koordinate E:2654348
Koordinate N:1266535
Situationsplan (AGIS):http://www.ag.ch/app/agisviewer4/v1/html/agisviewer.htm?config=agis_geoportal_fs.json&thema=185&scale=5000&basemap=base_landeskarten_sw&x=2654348&y=1266535

Typologie

Nutzung (Stufe 1):Landwirtschaftliche Bauten
Nutzungstyp (Stufe 2):Ländlicher Oberschichtbau
Epoche / Baustil (Stufe 3):Spätgotik

Schutz / Status

Kantonale Unterschutzstellung (DSI):8/12/1985
Kategorie Inventar Kulturgüterschutz:A (nationale Bedeutung)
Kantonaler Schutzumfang:Integral

Dokumentation

Entstehungszeitraum:1536
Bau- und Nutzungsgeschichte:Zeitweiliger Sitz von Untervogt Samuel Geissmann.

Komplexe, nicht in allen Teilen geklärte Baugeschichte:
1538/39 Errichtung des "Untervogtshauses" als dreigeschossiger Wohnturm (dendrochronologische Datierung): Kellersockel eventuell älter.
1630 Erneuerung der Dachkonstruktion (dendrochronologische Datierung).
1741 Grössere Umgestaltung (Jahreszahl an Hauseingang und Ofenwand Nebenstube).
1785, 1812, 1816 diverse Veränderungen im Innern (Jahreszahlen an Wandschrank und Kachelofen).
1808 Nördlicher Laubenanbau (Jahreszahl).
1842 Anbau der Ökonomie mit Trotte (HOT003) (dendrochronologische Datierung).
1986 Restaurierung der Schaufassade (Wiederherstellung alte Fenstersituation, Fassadenmalerei).
Beschreibung:Das turmartig hochragende dreigeschossige Gebäude bildet mit der nachträglich angebauten Ökonomie (HOT003) und dem benachbarten Haus "im Spittel" (HOT001) eine intakte historische Baugruppe am südwestlichen Ortseingang von Hottwil.
Die zum Dorf gerichtete Schaufassade ist sorgfältig gestaltet und mit Malereien reich verziert (Restaurierung 1986). Für spätgotische Bauten charakteristische unregelmässige Anordnung von Staffel-, Zwillings- und Einzellichtern, welche auf die innere Raumnutzung zugeschnitten ist. Die Fensteröffnungen umrahmen rote Farbbänder, ergänzt durch einen dünnen Begleitstrich und einfache Girlanden- und Blattrankenmotive. Seitliche Begrenzung durch graue Eckquadermalerei, in der Fläche ein grosses Berner Wappen und eine aufrechte Pflugschar. Über den Erdgeschossfenstern ein sorgfältig aufgemaltes Wappenband mit den Schildern der 13 Alten Orte, an den Seiten gehalten von einem Bären und einem (rekonstruierten) Löwen.
Auf der nördlichen, strassenabgewandten Traufseite liegt der rundbogige Hauseingang.
Gut erhaltene Wohnungsausstattung aus dem 16. bis 19. Jh. Auf die Bauzeit zurück gehen die kielbogigen Eingänge zu Stube und Obergeschosskammern, ebenso die über drei Geschosse führende steinerne Wendeltreppe. Stubenbuffet mit geohrten Füllungen, eingebaute Schränke, Wandtäfer und Decken aus dem 18. Jh. In der Ofenwand der Nebenstube Reliefkacheln mit achteckigem Fliesenmuster (1741); Sitzofen mit braun-weissem Tropfenmuster von 1812. In der Stube schwarz-grün patronierter Kachelofen mit Nelkenmotiv (1816), aus der Werkstatt von Hafner Ulrich Joho in Schinznach.
Inschriften:Im Scheitel "17 SA / GM 41 / HIAC / GM" (Samuel Geissmann/Hans Jakob Geissmann),
darüber die Inschrift: "In Gottes Namen Gehend aus / und ein Der Segen Gots Blibbet / Mir"
Reproduktionsbestimmungen:© Kantonale Denkmalpflege Aargau
 

Usage

Permission required:Keine
Physical Usability:Uneingeschränkt
Accessibility:Öffentlich
 

URL for this unit of description

URL: http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=22812
 

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