INV-KUN910 Lourdes-Kapelle, 1950 (Dossier (Bauinventar))

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General information

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Information on identification

Ref. code:INV-KUN910
Ref. code AP:KUN910
Title:Lourdes-Kapelle
Bezirk:Baden
Gemeinde:Künten
Ortsteil / Weiler / Flurname:Sulz
Adresse:Dorfstrasse
Versicherungs-Nr.:108
Parzellen-Nr.:3074
Koordinate E:2666815
Koordinate N:1248302

Accessions characteristics

Creation date(s):1950
Grundlage Datierung:Literatur

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Sakrale Bauten und Anlagen
Nutzungstyp (Stufe 2):Kapelle

Information on related materials

Würdigung:Zierliche Lourdes-Kapelle in zeittypischer Formensprache an idyllischer Lage mit Baumbestand und Bachlauf. Der vollständig und intakt erhaltene Sakralbau mit Anklängen an den Heimatstil ist ein wertvoller Zeuge der Kirchenarchitektur der 1950er-Jahre.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Die erste Kapelle in Sulz entstand 1898–1899 und ging auf Stiftungen zurück; Hauptstifterinnen waren Rosina Staubli und Anna Maria Staubli [1]. 1949 wurde sie abgebrochen. Für den architektonischen Entwurf der heutigen Kapelle zeichnete Zeferin Bigliotti aus Baar ZG verantwortlich. Er war mit Elisabeth Kohler aus Sulz verheiratet. Der Bau der Kapelle wurde mit Fronarbeit geleistet. Am 11. September 1950 wurde die Kapelle durch Bischof Franziskus von Streng eingeweiht. Nachdem sich im Mauerwerk Risse gebildet hatten, wurde das Fundament nachträglich mit Stahl armiert.
Beschreibung:Die Kapelle liegt idyllisch von Bäumen umgeben nördlich des alten Siedlungskerns in einer Schleife des Künterbachs, der hier in die Alte Reuss mündet. Die Kapelle steht mit ihrer von einem Vorzeichen bestimmten Stirnseite zur Strasse orientiert und besteht aus einem verputztem Kirchenraum unter schwach geneigtem Satteldach und einem seitlichen Glockentürmchen. Der Einheitsraum ist nach Osten chorbildend eingezogen. Das Licht kommt durch beidseits je zwei original verglaster Fenster ohne Gewände und mit zeittypischem Stichbogen und im Chor durch ein Rundfenster an der Nordwand. Die weiss verputzten Wänden kontrastieren mit dem dunkelroten Tonplattenboden und den Holzdecken. Jene im Chor ist als leicht gewölbte Leistendecke geformt. Der Chor ist vom Schiff um eine Stufe erhöht und mit einem filigran vergitterten Geländer mit Holzlauf zusätzlich ausgezeichnet. In der Stirnwand ist eine Nische eingelassen, welche einer farbig gefassten Lourdes-Madonna Platz bietet. Sie ist von einem Bogen aus Hausteinen überfangen, der an die Statuennische der Lourdesgrotte erinnert.
Erwähnung in anderen Inventaren:- Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), regionale Bedeutung (Sulz).
Anmerkungen:[1] P.W. Hauser, Zur Geschichte von Künten, Laufenburg o. J. [1951], S. 30.
Literatur:- P.W. Hauser, Zur Geschichte von Künten, Laufenburg o. J. [1951].
 

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URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=38754
 

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