INV-KUN909 Röm.-kath. Pfarrkirche Kreuzerhöhung, 1964-1965 (Dossier (Bauinventar))

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Information on identification

Ref. code:INV-KUN909
Ref. code AP:KUN909
Title:Röm.-kath. Pfarrkirche Kreuzerhöhung
Bezirk:Baden
Gemeinde:Künten
Ortsteil / Weiler / Flurname:Chratz
Adresse:Kirchweg 44
Versicherungs-Nr.:226
Parzellen-Nr.:118
Koordinate E:2667025
Koordinate N:1249218

Accessions characteristics

Creation date(s):1964 - 1965
Grundlage Datierung:Literatur

Typologie

Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.):Einzelobjekt
Nutzung (Stufe 1):Sakrale Bauten und Anlagen
Nutzungstyp (Stufe 2):Kirche (röm.-kath.)

Information on related materials

Würdigung:Weithin sichtbare Kirche von 1964–1965. Das plastisch-bewegte Kirchenschiff unter ansteigendem Dach mit skulptural wirkendem Glockenturm und platzbildendem Vorhof sowie Pfarrhaus entspricht dem zeittypischen Ideal der zusammenfassenden Kirchenanlage. Der Entwurf dazu stammt von dem renommierten Kirchenbauarchitekten Walter Moser.
Bau- und Nutzungsgeschichte:Künten und Sulz waren seit dem Hochmittelalter nach der Pfarrei Rohrdorf kirchgenössig; 1901 wurden die beiden Dörfer zu einer selbständigen Pfarrei erhoben. Ein erstes Gotteshaus entstand 1776 aus einer Wallfahrtskapelle. Im 19. Jh. wurde es etappenweise vergrössert, bis es seine stattliche Form mit seitlichem Kirchturm erreichte. Die Kirche stand an der Westhalde des Eggenrains am südlichen Ortsausgang. Sie wurde erst Jahre nach der Einweihung der neuen Kirche wegen Baufälligkeit 1973 abgebrochen [1].
Die heutige Kirche ging aus einem Architekturwettbewerb hervor. Der für Kirchenbauten bekannte Architekt Walter Moser (1931–2023) entschied diesen für sich. Sie wurde 1964–1965 nach Mosers Plänen erbaut und am 30. Mai von Bischof Franziskus von Streng geweiht. Der neue Standort westlich des Dorfkerns wurde gemäss dem Architekten auch darum gewählt, um den Hügel vor dem Dorf würdig zu krönen [2]. Eine Gesamtrenovation der Kirche fand 1998–1999 statt.
Beschreibung:Die Kirchenanlage verteilt sich hofartig über den Hügel und besteht aus Glockenturm, Pfarrhaus, Kirchenschiff, Vorhof und dem sich südwestlich daran anschliessenden Friedhof. Zum Dorf hin vermittelt das vorgelagerte Pfarrhaus als Bindeglied zur dörflichen Bebauung. Vom Vorhof aus wird das Kirchenschiff erreicht. Es ist als plastisches Gebilde unter ansteigendem Dach gestaltet und findet im Glockenturm eine ausgleichende Gegenbewegung. Das Innere der Kirche ist als Einheitsraum konzipiert und entspricht der Liturgiekonstitution des zweiten Vatikanischen Konzils von 1964. Der Innenraum ist "bestimmt durch die weisse polygonale Umfassungsmauer und die zum Altarraum ansteigende Holzdecke, die wie eine gespannte Membran den Raum leicht überspannt" [3].
Die Bankreihen sind dem freigestellten Hochaltar als liturgisches Zentrum in drei Sektoren in einem Viertelkreis zugeordnet. Die qualitätvolle liturgische Ausstattung stammt von Bildhauer Alfred Huber (1908–1982), Zürich, und die Glasmalereien von Max Rüedi (1925–2019), Zürich. Ein farbig gefasstes Kruzifix aus dem 18. Jh. und das spätbarocke Figurenpaar Maria und Johannes aus hinterhöhltem Lindenholz sind heute zu einer Kreuzigungsgruppe zusammengestellt [4].
Anmerkungen:[1] Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Band 6, Basel 1976, S. 375–376.
[2] Walter Moser, Gedanken zur Architektur, in: Festschrift 1965.
[3] Walter Moser, Gedanken zur Architektur, in: Festschrift 1965.
[4] Zu den erhaltenen Kunstgegenständen ausführlicher: Kunstdenkmäler Aargau, Band 6, S. 376.
Literatur:- Unsere Kirche steht und lebt. Festschrift zur Einweihung der neuen Pfarrkirche Kreuzerhöhung in Künten am 30. Mai 1965.
- Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Band 6, Basel 1976, S. 376.
 

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URL:http://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=38748
 

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