| Ansichtsbild: |
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Identifikation |
| Signatur: | INV-KUN906 |
| Signatur Archivplan: | KUN906 |
| Titel: | Hauptstrasse 9, 11 |
| Bezirk: | Baden |
| Gemeinde: | Künten |
| Ortsteil / Weiler / Flurname: | Dorf |
| Adresse: | Hauptstrasse 9, 11 |
| Versicherungs-Nr.: | 9 A, 9 B |
| Parzellen-Nr.: | 86, 392 |
| Koordinate E: | 2667253 |
| Koordinate N: | 1249232 |
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Chronologie |
| Entstehungszeitraum: | 1866 - 1870 |
| Grundlage Datierung: | Literatur |
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Typologie |
| Objektart (Einzelobj./Teil Baugr./Baugr.): | Einzelobjekt |
| Nutzung (Stufe 1): | Landwirtschaftliche Bauten |
| Nutzungstyp (Stufe 2): | Bäuerlicher Vielzweckbau |
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Dokumentation |
| Würdigung: | Bäuerlicher Vielzweckbau mit gemauertem doppeltem Wohnteil und Ökonomieteil in Mischbauweise unter durchlaufendem Satteldach. Das Haus steht parallel zur Hauptstrasse und von dieser etwas zurückversetzt am Eingang zum bäuerlichen Dorfkern. Der zeittypisch schlichte Bau ist trotz veränderter Nahumgebung zur Strasse hin und erneuerten Haustüren und Fenstern weiterhin ein ortsbaulich wichtiger Zeuge des Wiederaufbaus nach dem Dorfbrand von 1866. Zusammen mit den benachbarten Häusern Hauptstrasse 26 (Bauinventarobjekt KUN905) und Hauptstrasse 17 (Bauinventarobjekt KUN907) bildet es einen repräsentativen Querschnitt des Baubestands aus der Phase des spätklassizistisch geprägten Wiederaufbaus nach dem Dorfbrand und ist von lokalgeschichtlicher Bedeutung. |
| Bau- und Nutzungsgeschichte: | Der bäuerliche Vielzweckbau entstand kurz nach dem Dorfbrand von 1866 als Doppel-Bauernhaus mit ortsunüblicher Aufteilung des Wohnteils quer zum First. Im frühen 20. Jh. gehörte das Haus dem Vizeammann Arnold Meier und Xaver Meier [1]. Die Wohnungen sind im Laufe der Zeit mehrfach modernisiert worden. sind im Innern modernisiert. |
| Beschreibung: | Der langgestreckte Baukörper mit auf einem unter dem Wohnteil als Sockel zu Tage tretenden Gewölbekeller ist gedeckt von einem durchgehenden Satteldach, dessen Vorsprung über dem Ökonomieteil weiter herabgezogen ist. Konstruktiv bestehen der Wohnteil und die Stirnfront des Ökonomieteils der geläufigen Bauweise folgend aus Bruchsteinmauerwerk. Die Längsseiten der Ökonomie dürften ursprünglich ganz aus Holz bestanden haben. Der Wohnteil ist quer zum First in zwei Wohnungen aufgeteilt. Beide Wohnungen sind zur Strasse hin dreiachsig ausgebildet und mit tennseitigen Hauseingängen sowie durchlaufenden Quergängen identisch organisiert. Die südöstliche Stirnseite des aussen liegenden Wohnteils zählt drei regelmässig angeordnete Fensterachsen. Die rechteckigen Fenstergewände mit Falz bestehen aus Muschelkalkstein, ebenso die fein profilierten Türgewände. An bauzeitlicher Ausstattung sind eine Felderdecke, Wandtäfer, Riemenböden, Zimmertüren und ein Einbauschrank sowie zwei jüngere Kachelöfen erhalten geblieben. Im Ökonomieteil hat sich die Reihenfolge Tenn mit Durchfahrt, Futtertenn, Ställen und darüber liegendem Heuraum erhalten. Die Längsseiten des Stallbereichs sind nachträglich aufgemauert worden. Das Dach ist als Pfetten-Sparren-Dach mit liegendem Stuhl konstruiert. Es besitzt keine Firstpfette; die Sparren liegen auf einer Mittelpfette und in Wandhöhe auf einem Kniestockgerüst auf. |
| Erwähnung in anderen Inventaren: | - Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS), lokale Bedeutung (Dorf). |
| Anmerkungen: | [1] Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Band 6, Basel 1976, S. 378. |
| Literatur: | - Peter Hoegger, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau, Band 6, Basel 1976, S. 378. |
| Quellen: | - Staatsarchiv Aargau (StAAG): CA.0001/0049 (1899–1938), Brandkataster Gemeinde Künten. - Kantonale Denkmalpflege Aargau: Bauernhausforschung Aargau, Kurzinventar, Künten, II-10/8. |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://www.ag.ch/denkmalpflege/suche/detail.aspx?ID=38730 |
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