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Pfahlbauhaus Seengen

Unweit des Männerbads am Seeweg in Seengen steht ein Pfahlbauhaus aus der Bronzezeit.

Das Pfahlbauhaus steht sinnbildlich für die Pfahlbaufundstelle Seengen-Riesi, die zusammen mit der Pfahlbaufundstelle Beinwil-Ägelmoos zum UNESCO-Welterbe "Pfahlbauten rund um die Alpen" gehört. Die beiden Pfahlbaufundstellen sind unser gemeinsames Erbe und gehören der Allgemeinheit −das heisst uns allen.

Originalgetreues Haus aus der Bronzezeit

Das Pfahlbauhaus orientiert sich an den archäologischen Funden der Pfahlbaufundstelle auf der Halbinsel Riesi, die in Sichtweite in den Hallwilersee hineinragt. Im Jahr 1923 hat die Historische Vereinigung Seengen unter Reinhold Bosch einen kleinen Ausschnitt der Fundstelle untersucht und brachte hervorragend erhaltene Holzkonstruktionen von Pfahlbauten zutage, darunter einen Unterbau in Blockbauweise. Ein solcher stützt auch heute den Boden des Pfahlbauhauses und hebt ihn ab, sodass das Haus vor Hochwasser geschützt ist − ganz wie es auch in der späten Bronzezeit um 1000 vor Christus war.

Das Dach des Pfahlbauhauses ist mit Schindeln gedeckt. Solche sind zu Hunderten aus anderen Pfahlbausiedlungen dieser Zeitstellung belegt. Eine Holztür schliesst das Haus ab.

Wie man ein Pfahlbauhaus baut

Sichern des Untergrundes mit Eichenbalken.
Setzen der Pfosten für die Hauswände.
Konstruieren des Satteldachs mit Sparren.
Einziehen des Bodens.
Einzapfen von senkrechten Streben für die Flechtwerkwände Einzapfen von senkrechten Streben für die Flechtwerkwände.
Auflegen der Dachschindeln.
Flechten der Wände.
Verputzen der Flechtwände mit Lehm.

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