Die systematischen Erhebungen der Abteilung Raumentwicklung zeigen den Umgang mit der Ressource Boden im Kanton Aargau. Der Fokus liegt auf dem Bestand und der Entwicklung der Bauzonen. Zudem werden die räumliche Veränderungen des Siedlungsgebiets im Richtplan und der Fruchtfolgeflächen ausgewiesen.
Die Auswertungen werden jährlich im Bericht Raumbeobachtung, in der Bauzonenstatistik, in den Gemeinde-Faktenblättern und in den Analysekarten publiziert. Hier finden Sie die aktuellsten verfügbaren Daten sowie Erläuterungen zu den Publikationen und Datensätzen.
Die älteren Erhebungen aus den Vorjahren finden Sie im Archiv.
Der Bericht Raumbeobachtung enthält Erhebungen zur Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung, zur Veränderung des Siedlungsgebiets und der Fruchtfolgeflächen im Richtplan sowie zur Nutzung und zum Stand der Erschliessung der Bauzonen im Kanton Aargau.
Der Fokus der Auswertungen liegt zum einen auf einer gesamtkantonalen Sicht, zum anderen sind die Daten nach regionalen Planungsverbänden (im Bericht als Regionen bezeichnet) und nach den funktionalen Raumtypen des Raumkonzepts Aargau gegliedert.
Auswertungen zur räumlichen Entwicklung auf kommunaler Stufe sind nur vereinzelt im Bericht Raumbeobachtung zu finden. Detaillierte Angaben sind im Gemeinde-Faktenblatt aufbereitet.
Bauzonenstatistik mit Stand der Erschliessung
Der Bundesrat verlangt vom Gemeinwesen eine Übersicht über den Stand der Erschliessung der Bauzonen (Art. 31 Raumplanungsverordnung). Die Übersicht muss aufzeigen, welche nicht überbauten Teile der Bauzone baureif sind und welche Teile innerhalb der nächsten fünf Jahre baureif gemacht werden können. Die Übersicht zum Stand der Erschliessung der Bauzonen im Kanton Aargau wird jährlich durch die Abteilung Raumentwicklung erhoben.
Der Stand der Erschliessung fliesst als zentraler Bestandteil in die Bauzonenstatistik des Kantons Aargau ein. Die Statistik wird jährlich als Excel-Datei publiziert. Die Flächenangaben zu den überbauten Bauzonen und den Bauzonenreserven sind zusammengefasst auf Stufe Kanton sowie gegliedert nach regionalen Planungsverbänden und Gemeinden verfügbar. Der Stand der Erschliessung der Aargauer Bauzonen ist zudem als Online Karte verfügbar.
Hinweis zu Verkehrs- und Gewässerflächen im Baugebiet
In der Bauzonenstatistik sind Verkehrs- und Gewässerflächen im Umfang von rund 710 Hektaren nicht enthalten. Diese Gebiete befinden sich zwar innerhalb des Baugebiets, gelten jedoch stets als überbaut und sind in der kommunalen Nutzungsplanung in den meisten Fällen keiner Nutzungszone zugewiesen.
Gemeinde-Faktenblatt
Stand: 31. Dezember 2024
Wählen Sie im Dropdown eine Gemeinde, um das Faktenblatt Raumbeobachtung herunterzuladen. Nach der Auswahl wird die PDF-Datei (4 Seiten, 0.5 MB) automatisch geladen.
Das Gemeinde-Faktenblatt ergänzt den Bericht Raumbeobachtung und zeigt die räumliche Entwicklung auf Stufe Gemeinde. Damit können Bevölkerungs- und Beschäftigtenzahlen, die Bauzonennutzung oder die Bauzonenreserven in einer Gemeinde direkt mit der Entwicklung im jeweiligen regionalen Planungsverband, im Raumtyp gemäss Raumkonzept Aargau oder im gesamten Kanton verglichen werden.
Die Karten zeigen demografische, bauliche und wohnstrukturelle Kennzahlen für alle Aargauer Gemeinden:
Bevölkerungs- und Beschäftigtendichte sowie Nutzungsdichte (Einwohnende und/oder Beschätigte in VZÄ pro Hektare)
Alterstruktur (Anteile der unter 20-Jährigen, Erwerbstätigen und über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung)
Bauliche Strukur (Gebäudetyp und Bauperiode)
Wohnstruktur (Personen pro Wohnung, mittlere Wohnfläche)
ÖV-Güteklassen (Erschliessung mit öffentlichem Verkehr)
Überbauungsstand der Bauzonen (Stand der Erschliessung)
Hinzu kommen Kennzahlen zum Baum- und Grünflächen-Bestand im Siedlungsgebiet:
Baumkronenvolumen
Baumkronenanteil pro Gemeinde und Bauzonen-Teilfläche
Grünflächenanteil pro Gemeinde und Bauzonen-Teilfläche
Kurz-Anleitung Online Karten
Hinweis:Ebeneneinstellungen / Karten hinzufügen
Am linken Rand des Browser-Fensters finden Sie die Ebenen-Toolbar (unterhalb der Lupe). Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol neben dem Schieberegler, um zu den Ebeneneinstellungen zu gelangen. Hier haben Sie folgende Optionen (von links nach rechts):
Plus-Symbol: Legende der Darstellungsebene anzeigen
Checkbox: Darstellungsebene ein- oder ausblenden
PDF-Symbol: Datendokumentation laden
Bildschirm-Symbol: Geodaten herunterladen
Mit dem Pfeil oben links gelangen Sie zurück zu den Ebeneneinstellungen. Hier können Sie über die Schaltfläche "Ebene hinzufügen" weitere Themenkarten oder Datenebenen hinzufügen.
Mehr Informationen und Anleitungen finden Sie hier:
Download Geodatensätze
Die Geodatensätze zu den Analysekarten können Sie im kantonalen Geodaten-Portal herunterladen:
Alternativ können Sie die Datensätze direkt in den Online Karten herunterladen. Klicken Sie dazu in den Ebeneneinstellungen auf das Bildschirm-Symbol neben der Darstellungsebene ( Kurz-Anleitung Online Karten).
Analysekarten-Datensätze kurz erklärt
Gebäude nach Gebäudetyp
Karteninhalt: Dargestellt werden die Gebäudetypologien im betrachteten Gebiet oder Quartier, unterteilt in folgende Kategorien:
Einfamilienhaus (Gebäude mit nur einer Wohneinheit)
Mehrfamilienhaus (Gebäude mit mehr als einer Wohneinheit)
Wohngebäude mit Nebennutzung
andere Gebäude (Gebäude mit teilweiser oder ohne Wohnnutzung)
Erkenntnisse: Die Auswertung der Gebäudetypen zeigt unter anderem auf, wo sich in einer Gemeinde grössere Einfamilienhaus-Quartiere oder Mehrfamilienaus-Siedlungen befinden. Eine Kombination mit den Ebenen "Bauperiode" und "Altersstruktur" kann Hinweise zum allfälligen Veränderungspotenzial in einem betrachteten Gebiet geben.
Karteninhalt: Die Ebene der Gebäude nach Bauperiode zeigt, wann ein Gebäude gebaut wurde. Unterschieden werden folgende Bauperioden:
Vor 1919
1919 bis 1945
1946 bis 1960
1961 bis 1980
1981 bis 2000
Ab 2001
Mit einem Klick auf das Gebäude in der Online Karte können Sie das exakte Baujahr abfragen.
Erkenntnisse: Die Bauperioden geben Auskunft über die Geschichte der Siedlungsentwicklung. Sie sind Indikatoren für den historischen Baubestand (Bauperiode vor 1945) und für den potenziellen Erneuerungsbedarf. Gebäude aus den Bauperioden zwischen 1945 und 1970 (Hochkonjunkturbauten) haben bisweilen eine Gebäudesubstanz von geringerer Qualität, was die Erneuerungs- und Umbauzyklen tendenziell verkürzen kann. Annahmen für den Erneuerungsbedarf und die Wahrscheinlichkeit von Ersatzbauten in den verschiedenen Bauperioden sind auf dieser Basis möglich, bedürfen aber stets einer genaueren Verifizierung im konkreten Einzelfall.
Karteninhalt: Der Grünflächenanteil zeigt den prozentualen Anteil der Grünflächen in einer Bauzonen-Teilfläche oder im gesamten Baugebiet einer Gemeinde. Die Grünflächen werden aus Orthofotos und LiDAR-Daten abgeleitet. Mit Hilfe des Normalized Difference Vegetation Index (NDVI) wird vitale, grüne Vegetation im Luftbild identifiziert und als Grünfläche klassifiziert. Für die Erfassung der Vegetation am Boden werden in Bereichen mit Baumkronen zusätzlich Orthofotos im unbelaubten Zustand verwendet. Dadurch kann die unter Bäumen liegende Vegetation besser erkannt werden. Methodisch bedingt wird trockene oder nicht vitale Vegetation unter Umständen nicht als Grünfläche erfasst. Aufgrund der rasterbasierten Auswertung und der begrenzten Bodenauflösung sind kleinere Ungenauigkeiten möglich. Je dunkler das Grün einer dargestellten Fläche, desto höher ist der Grünflächenanteil. Mit einem Klick auf eine Bauzonen-Teilfläche können Sie den exakten Anteil der Grünfläche anzeigen – und weitere Informationen wie den Anteil und das Volumen der Baumkronen, den Anteil der Gebäudeflächen oder die Zonenbezeichnung.
Erkenntnisse: Der Grünflächenanteil gibt Hinweise auf die Durchgrünung des Siedlungsgebiets und auf die Verteilung von vegetationsbedeckten Freiräumen innerhalb der Bauzonen. Hohe Werte weisen auf einen grossen Anteil an Gärten, Grünräumen oder unversiegelten Flächen hin. Tiefe Werte deuten auf stark überbaute oder versiegelte Bereiche mit wenig Vegetation hin. Die Karte kann genutzt werden, um Unterschiede zwischen Bauzonentypen, Quartieren oder Gemeinden sichtbar zu machen und Potenziale für Aufwertung, Begrünung oder klimaangepasste Siedlungsentwicklung zu erkennen.
Karteninhalt: Der Baumkronenanteil zeigt den prozentualen Anteil der von Baumkronen bedeckten Fläche in einer Bauzonen-Teilfläche oder im gesamten Baugebiet einer Gemeinde. Die Baumkronen werden anhand von LiDAR-Daten ermittelt. Berücksichtigt und als Baumkronen bezeichnet wird dabei die gesamte Ausdehnung der Vegetation ab einer Höhe von drei Meter über dem Boden. Es werden keine Einzelbäume ausgewiesen, sondern die gesamten, von Baumkronen bedeckten Flächen. Aufgrund der datenbasierten Ableitung und der räumlichen Auflösung sind kleinere Ungenauigkeiten möglich. Je dunkler das Grün einer dargestellten Fläche, desto höher ist der Baumkronenanteil. Mit einem Klick auf eine Bauzonen-Teilfläche können Sie den exakten Anteil der Baumkronen anzeigen – und weitere Informationen wie das Volumen der Baumkronen, den Anteil der Grün- und Gebäudeflächen oder die Zonenbezeichnung.
Erkenntnisse: Der Baumkronenanteil gibt Hinweise auf die Verteilung und Dichte der Bäume innerhalb der Bauzonen. Hohe Werte weisen auf stark baumbestandene Bereiche mit entsprechendem Schattenpotenzial und wesentlicher Bedeutung für das Lokalklima hin. Tiefere Werte sind Indikatoren für Gebiete mit wenig Baumbestand und geringerer lokalklimatischer Ausgleichswirkung. Die Karte kann genutzt werden, um Unterschiede zwischen Bauzonentypen, Quartieren oder Gemeinden zu erkennen und Handlungsbedarf sowie Potenziale für die Förderung von Bäumen im Siedlungsraum zu identifizieren.
Karteninhalt: Das Baumkronenvolumen zeigt das Volumen der Vegetation beziehungsweuse der Baumkronen im Baugebiet ab einer Höhe von drei Metern über dem Boden. Dargestellt wird pro Rasterzelle von 1 x 1 m das Vegetationsvolumen in Kubikmetern. Die Grundlage bilden LiDAR-Daten, aus denen das Grünvolumen zunächst in Voxeln mit einer Auflösung von 1 x 1 x 1 m abgeleitet und anschliessend in ein zweidimensionales Raster mit 1 x 1 m Bodenauflösung überführt wurde. Der Wert jeder Rasterzelle entspricht dem Vegetations- bzw. Baumkronenvolumen ab drei Meter Höhe an diesem Standort. Als Rasterdatensatz dient die Karte in erster Linie der flächigen Darstellung des Baumkronenvolumens innerhalb des Baugebiets. Je dunkler das Grün einer dargestellten Fläche, desto höher ist das Baumkronenvolumen.
Erkenntnisse: Das Baumkronenvolumen gibt einen räumlichen Eindruck davon, wo sich grössere und dichtere Baumkronen im Baugebiet konzentrieren. Hohe Werte weisen auf voluminöse Vegetationsbestände hin, tiefe Werte auf geringes oder fehlendes Baumkronenvolumen. Die Karte eignet sich vor allem zur visuellen Einordnung der Verteilung des Baumvolumens im Siedlungsraum.
Quelle: LiDAR-Daten 2024
Altersstruktur (Anteil unter 20-Jährige / Anteil Erwerbstätige / Anteil Senioren)
Karteninhalt: Drei Darstellungsebenen zur Altersstruktur zeigen den prozentualen Anteil der Altersklasse an der ständigen Wohnbevölkerung in einer Bauzonen-Teilfläche:
Anteil der unter 20-Jährigen
Anteil der Erwerbstätigen (20 bis 64 Jahre)
Anteil der Seniorinnen und Senioren (über 64 Jahre)
Beim Anteil der Erwerbstätigen wurden andere Klassengrenzen gewählt, da in dieser Altersklasse die separat erfassten 20-39-Jährigen und 40-64-Jährigen zusammengefasst sind. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist der Anteil der Altersklasse in diesem Gebiet. Flächen ohne Einwohnerinnen und Einwohner sind schraffiert. Wenn höchstens vier Einwohnerinnen und Einwohner in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Datenschutzgründen anonymisiert und grau dargestellt. Mit einem Klick auf die Bauzonen-Teilfläche in der Online Karte können Sie die exakten Anteile aller Altersklassen anzeigen.
Erkenntnisse: Die Auswertung der Altersstrukturen zeigt die demografische Zusammensetzung der Quartierbevölkerung und gibt damit Hinweise auf mögliche zukünftige Entwicklungen. Beispielsweise kann in einem Quartier mit hohen Anteil an Erwerbstätigen und Kindern tendenziell von weniger Wohnsitz-Änderungen ausgegangen werden als in Gebieten mit einem hohen Anteil an über 65-Jährigen (Generationenwechsel).
Karteninhalt: Dargestellt wird die in der Bauzonen-Teilfläche durchschnittlich pro Person beanspruchte Wohnfläche im m². Die Wohnungsfläche ist dabei laut Bundesamt für Statistik definiert als Total der Flächen sämtlicher Zimmer, Küchen, Kochnischen, Badezimmer, Abstellräume, Gänge usw. einer Wohnung. Die Summe dieser Wohnungsfläche wird durch die Summe der Personen, die in der Wohnung leben, geteilt. Berücksichtigt in der Summe der Personen sind dabei Personen der ständigen Wohnbevölkerung, die in einer Wohnung ihren Haupt- oder Nebenwohnsitz haben. Über eine Bauzonen-Teilfläche wird schliesslich der Mittelwert der Wohnfläche pro Person ermittelt. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die mittlere Wohnfläche pro Person. Flächen ohne Bewohnerinnen und Bewohner sind schraffiert. Wenn höchstens vier Bewohnerinnen und Bewohner in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Datenschutzgründen anonymisiert und grau dargestellt.
Erkenntnisse: Der wachsende individuelle Wohnflächenanspruch ist ein wichtiger Treiber des zunehmenden Flächenbedarfs. Aufgrund prognostizierter Entwicklungen wie Wachstum, Alterung und neuen Lebensformen werden in Zukunft noch mehr Haushalte von wenigen oder einzelnen Personen bewohnt werden (Kleinhaushalte). Häufig sind diese Personen aufgrund des Wohnungsangebots gezwungen, mehr Wohnfläche zu beanspruchen, als sie möchten oder müssten. Die Diskrepanz zwischen Wohnraumangebot (grössere Familienwohnungen) und Nachfrage sollte planerisch angegangen werden. Bedarfsgerechte Wohnraumangebote für die bereits ansässige Bevölkerung, die auch das Dorfzentrum beleben könnten, ermöglichen, dass bestehende Gebäude (zum Beispiel Einfamilienhäuser) wieder vermehrt auf den Markt kommen.
Karteninhalt: Die mittlere Anzahl Personen pro Wohnung – auch Belegungsdichte genannt – zeigt die durchschnittliche Haushaltsgrösse in den vorhandenen Wohnungen einer Bauzonen-Teilfläche. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die durchschnittliche Anzahl Personen pro Wohnung. Flächen ohne Bewohnerinnen und Bewohner sind schraffiert. Wenn höchstens vier Bewohnerinnen und Bewohner in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Datenschutzgründen anonymisiert und grau dargestellt.
Erkenntnisse: Die Belegungsdichte gibt Hinweise darauf, ob spezifische Siedlungstypologien und Wohnzonen, die für bestimmte Gesellschaftsgruppen geplant und gebaut wurden, auch durch diese genutzt werden. Insbesondere in der flächenintensiven Einfamilienhauszone (Wohnzone 2, KTCode 1121) ist in manchen Gebieten eine sinkende oder tiefe Belegung (zwei bis zweieinhalb Personen pro Wohnung) feststellbar, wo eine Wohnung ursprünglich drei bis vier Personen beherbergte.
Karteninhalt: Die Ebene der Einwohnerdichte zeigt die Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner dividiert durch die beanspruchte Bauzonen-Teilfläche in Hektaren. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die Einwohnerdichte. Wenn höchstens vier Einwohnerinnen und Einwohner in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Datenschutzgründen anonymisiert und grau dargestellt. Bauzonen-Teilflächen ohne Einwohnerinnen oder Einwohner sind gelb schraffiert.
Schraffierte Flächen können nicht direkt mit unüberbauten Bauzonen gleichgestellt werden: In eingeschränkten Bauzonen, beispielsweise in Grün- und Freihaltezonen, darf nicht oder nur eingeschränkt gebaut werden. Trotzdem werden diese Bauzonen bei der Nachführung des Überbauungsstandes als überbaut klassiert, weil sie mit einer permanenten Nutzung belegt sind. Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen haben ebenfalls häufig keine Einwohnerinnen oder Einwohner, da diese Gebiete in der Regel nicht mit Wohngebäuden belegt sind.
Erkenntnisse: Die Einwohnerdichte ist neben der Bauzonenstatistik einer der wichtigsten Indikatoren zur Steuerung der quantitativen Innenentwicklung. Zu beachten sind dabei insbesondere Wohn- und Mischzonen (dargestellt mit Gelb- und Rottönen in der Ebene "Bauzonen"). Die Einwohnerdichte liefert Erkenntnisse über die bauliche Dichte von Gebieten und Quartieren. Gleichzeitig gibt sie Hinweise darauf, wo die Besiedelung oder Nutzung unterdurchschnittlich ist und womöglich in einem schlechten Verhältnis zu den Infrastrukturkosten steht.
Karteninhalt: Die Beschäftigtendichte zeigt die Summe der Vollzeitäquivalente (VZÄ) dividiert durch die beanspruchte Bauzonen-Teilfläche in Hektaren. Für die VZÄ wird das Arbeitsstundenvolumen der Voll- und Teilzeitbeschäftigten in Vollzeitstellen umgerechnet. Zum Beispiel ergibt eine 50 Prozent-Anstellung 0.5 VZÄ. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die Beschäftigtendichte. Bauzonen-Teilfläche ohne Beschäftigte sind gelb schraffiert. Wenn höchstens vier VZÄ ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Datenschutzgründen anonymisiert und grau dargestellt.
Erkenntnisse: Die Beschäftigtendichte gibt Hinweise auf Gebiete und Quartiere, in denen sich regelmässig viele Beschäftigte aufhalten. In diesen Gebieten ist unter anderem damit zu rechnen, dass abhängig von den Arbeitszeiten und -randstunden stark schwankende Ansprüche an die Verkehrsinfrastruktur, Versorgung etc. gestellt werden.
Karteninhalt: Die Nutzungsdichte zeigt die Summe der Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner und der Beschäftigten (in VZÄ) dividiert durch die beanspruchte Bauzonen-Teilfläche in Hektaren. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die Nutzungsdichte. Bauzonen-Teilflächen ohne Einwohnerinnen, Einwohner und Beschäftigte sind gelb schraffiert. Wenn höchstens vier Nutzende in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Datenschutzgründen anonymisiert und grau dargestellt.
In Bauzonen-Teilflächen, in denen entweder die Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner oder die Anzahl der Beschäftigten unter der Datenschutzgrenze (vier Einwohnende bzw. vier VZÄ) liegt, zeigt die Nutzungsdichte den Wert, der nicht anonymisiert werden muss. Beispiel: Bei einer Wohnzone mit einer Fläche von einem ha, die lediglich drei VZÄ, aber 50 Einwohnerinnen und Einwohner aufweist, wird die Nutzungsdichte mit dem Wert 50 dargestellt.
Erkenntnisse: Anhand der Nutzungsdichte lässt sich identifizieren, welche Gebiete und Quartiere reine Wohn- oder Arbeitsgebiete sind und welche eine Mischfunktion erfüllen.
Die Kennzahlen werden jeweils pro Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen. Für die Berechnung der Bauzonen-Teilflächen wird der Datensatz Nutzungsplanung: Grundnutzung im Bauzonen- und Kulturlandplan ohne Verkehrs- und Gewässerflächen (HNCode 18 bzw. KTCode 1629) verwendet. Die Bauzonen-Teilflächen werden nach Zonentyp (KTCode) und Überbauungsstand (überbaut / nicht überbaut) zusammengefasst.
Die Kennzahlen zur demografischen Entwicklung basieren auf Daten des Bundesamts für Statistik (BFS):
Die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) wird verwendet, um die Altersstruktur – die Anteile der unter 20-Jährigen, Erwerbstätigen (20–64) und der Seniorinnen und Senioren (über 64) – sowie die Bevölkerungsdichte innerhalb einer Bauzonen-Teilfläche zu ermitteln.
Die Gebäude und Wohnungsstatistik (GWS) wird verwendet, um die Anzahl Personen pro Wohnung und die durchschnittliche Wohnfläche pro Person zu berechnen.
Aus Datenschutzgründen dürfen die STATPOP-, STATENT- und GWS-Daten ausschliesslich in aggregierter Form dargestellt werden. Das heisst, Resultate mit weniger als 4 Beobachtungen sind entweder klassiert (Klasse: < 4 oder 1–3) oder binär (vorhanden/nicht vorhanden) darzustellen bzw. zu codieren. Im Datensatz, der für die Analysekarten verwendet wird, sind deshalb sämtliche Resultate mit 1-3 Einwohnern oder Beschäftigten mit dem Wert -99 codiert/anonymisiert.