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Grundlagen und Kantonalplanung

Raumbeobachtung

Die systematischen Erhebungen der Abteilung Raumentwicklung zeigen den Umgang mit der Ressource Boden im Kanton Aargau. Der Fokus liegt auf dem Bestand und der Entwicklung der Bauzonen. Zudem werden die räumliche Veränderungen des Siedlungs­gebiets im Richtplan und der Frucht­folge­flächen ausgewiesen.

Die Auswertungen werden jährlich im Bericht Raum­beobachtung, in der Bauzonen­statistik, in den Gemeinde-Faktenblättern und in den Analyse­karten publiziert. Hier finden Sie die aktuellsten verfügbaren Daten sowie Erläuterungen zu den Publikationen und Datensätzen.

Die älteren Erhebungen aus den Vorjahren finden Sie im Archiv.

Bericht und Bauzonenstatistik

Stand: 31. Dezember 2024

Bericht und Bauzonenstatistik kurz erklärt

Bericht Raumbeobachtung: kantonale Perspekitve

Der Bericht Raumbeobachtung enthält Erhebungen zur Bevölkerungs- und Beschäftigten­entwicklung, zur Veränderung des Siedlungs­gebiets und der Fruchtfolge­flächen im Richtplan sowie zur Nutzung und zum Stand der Erschliessung der Bauzonen im Kanton Aargau.

Der Fokus der Auswertungen liegt zum einen auf einer gesamt­kantonalen Sicht, zum anderen sind die Daten nach regionalen Planungs­verbänden (im Bericht als Regionen bezeichnet) und nach den funktionalen Raumtypen des Raum­konzepts Aargau gegliedert.

Auswertungen zur räumlichen Entwicklung auf kommunaler Stufe sind nur vereinzelt im Bericht Raumbeobachtung zu finden. Detaillierte Angaben sind im Gemeinde-Faktenblatt aufbereitet.

Bauzonenstatistik mit Stand der Erschliessung

Der Bundesrat verlangt vom Gemein­wesen eine Übersicht über den Stand der Erschliessung der Bauzonen (Art. 31 Raumplanungs­verordnung). Die Übersicht muss aufzeigen, welche nicht überbauten Teile der Bauzone baureif sind und welche Teile inner­halb der nächsten fünf Jahre baureif gemacht werden können. Die Übersicht zum Stand der Erschliessung der Bauzonen im Kanton Aargau wird jährlich durch die Abteilung Raum­entwicklung erhoben.

Der Stand der Erschliessung fliesst als zentraler Bestand­teil in die Bauzonen­statistik des Kantons Aargau ein. Die Statistik wird jährlich als Excel-Datei publiziert. Die Flächen­angaben zu den überbauten Bauzonen und den Bauzonen­reserven sind zusammen­gefasst auf Stufe Kanton sowie gegliedert nach regionalen Planungs­verbänden und Gemeinden verfügbar. Der Stand der Erschliessung der Aargauer Bauzonen ist zudem als Online Karte verfügbar.

Hinweis zu Verkehrs- und Gewässerflächen im Baugebiet

In der Bauzonenstatistik sind Verkehrs- und Gewässer­flächen im Umfang von rund 710 Hektaren nicht enthalten. Diese Gebiete befinden sich zwar innerhalb des Baugebiets, gelten jedoch stets als überbaut und sind in der kommunalen Nutzungs­planung in den meisten Fällen keiner Nutzungs­zone zugewiesen.

Gemeinde-Faktenblatt

Stand: 31. Dezember 2024

Wählen Sie im Dropdown eine Gemeinde, um das Faktenblatt Raum­beobachtung herunterzuladen. Nach der Auswahl wird die PDF-Datei (4 Seiten, 0.5 MB) automatisch geladen.

Gemeinde-Faktenblatt kurz erklärt

Faktenblatt Raumbeobachtung: kommunale Perspektive

Das Gemeinde-Faktenblatt ergänzt den Bericht Raumbeobachtung und zeigt die räumliche Entwicklung auf Stufe Gemeinde. Damit können Bevölkerungs- und Beschäftigten­zahlen, die Bauzonen­nutzung oder die Bauzonen­reserven in einer Gemeinde direkt mit der Entwicklung im jeweiligen regionalen Planungs­verband, im Raumtyp gemäss Raumkonzept Aargau oder im gesamten Kanton verglichen werden.

Analysekarten

Die Karten zeigen demografische, bauliche und wohn­strukturelle Kennzahlen für alle Aargauer Gemeinden:

  • Bevölkerungs- und Beschäftigtendichte sowie Nutzungsdichte (Einwohnende und/oder Beschätigte in VZÄ pro Hektare)
  • Alterstruktur (Anteile der unter 20-Jährigen, Erwerbstätigen und über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung)
  • Bauliche Strukur (Gebäudetyp und Bauperiode)
  • Wohnstruktur (Personen pro Wohnung, mittlere Wohnfläche)
  • ÖV-Güteklassen (Erschliessung mit öffentlichem Verkehr)
  • Überbauungsstand der Bauzonen (Stand der Erschliessung)

Hinzu kommen Kennzahlen zum Baum- und Grünflächen-Bestand im Siedlungsgebiet:

  • Baumkronenvolumen
  • Baumkronenanteil pro Gemeinde und Bauzonen-Teilfläche
  • Grünflächenanteil pro Gemeinde und Bauzonen-Teilfläche

Kurz-Anleitung Online Karten

Hinweis:Ebeneneinstellungen / Karten hinzufügen

Am linken Rand des Browser-Fensters finden Sie die Ebenen-Toolbar (unterhalb der Lupe). Klicken Sie auf das Zahnrad-Symbol neben dem Schiebe­regler, um zu den Ebenen­einstellungen zu gelangen. Hier haben Sie folgende Optionen (von links nach rechts):

  • Plus-Symbol: Legende der Darstellungs­ebene anzeigen
  • Checkbox: Darstellungs­ebene ein- oder ausblenden
  • PDF-Symbol: Daten­dokumentation laden
  • Bildschirm-Symbol: Geodaten herunterladen

Mit dem Pfeil oben links gelangen Sie zurück zu den Ebenen­einstellungen. Hier können Sie über die Schalt­fläche "Ebene hinzufügen" weitere Themen­karten oder Daten­ebenen hinzufügen.

Mehr Informationen und Anleitungen finden Sie hier:

Download Geodatensätze

Die Geodatensätze zu den Analyse­karten können Sie im kantonalen Geodaten-Portal herunterladen:

Alternativ können Sie die Datensätze direkt in den Online Karten herunter­laden. Klicken Sie dazu in den Ebenen­einstellungen auf das Bildschirm-Symbol neben der Darstellungsebene ( Kurz-Anleitung Online Karten).

Analysekarten-Datensätze kurz erklärt

Gebäude nach Gebäudetyp

Karteninhalt: Dargestellt werden die Gebäude­typologien im betrachteten Gebiet oder Quartier, unterteilt in folgende Kategorien:

  • Einfamilienhaus (Gebäude mit nur einer Wohneinheit)
  • Mehrfamilienhaus (Gebäude mit mehr als einer Wohneinheit)
  • Wohngebäude mit Nebennutzung
  • andere Gebäude (Gebäude mit teilweiser oder ohne Wohnnutzung)

Erkenntnisse: Die Auswertung der Gebäudetypen zeigt unter anderem auf, wo sich in einer Gemeinde grössere Einfamilienhaus-Quartiere oder Mehrfamilienaus-Siedlungen befinden. Eine Kombination mit den Ebenen "Bauperiode" und "Altersstruktur" kann Hinweise zum allfälligen Veränderungs­potenzial in einem betrachteten Gebiet geben.

Quellen: BFS GWR, AV: Bodenbedeckung
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Gebäude nach Bauperiode

Karteninhalt: Die Ebene der Gebäude nach Bauperiode zeigt, wann ein Gebäude gebaut wurde. Unterschieden werden folgende Bauperioden:

  • Vor 1919
  • 1919 bis 1945
  • 1946 bis 1960
  • 1961 bis 1980
  • 1981 bis 2000
  • Ab 2001

Mit einem Klick auf das Gebäude in der Online Karte können Sie das exakte Baujahr abfragen.

Erkenntnisse: Die Bauperioden geben Auskunft über die Geschichte der Siedlungs­entwicklung. Sie sind Indikatoren für den historischen Bau­bestand (Bau­periode vor 1945) und für den potenziellen Erneuerungs­bedarf. Gebäude aus den Bau­perioden zwischen 1945 und 1970 (Hochkonjunktur­bauten) haben bisweilen eine Gebäude­substanz von geringerer Qualität, was die Erneuerungs- und Umbau­zyklen tendenziell verkürzen kann. Annahmen für den Erneuerungs­bedarf und die Wahrscheinlichkeit von Ersatz­bauten in den verschiedenen Bau­perioden sind auf dieser Basis möglich, bedürfen aber stets einer genaueren Verifizierung im konkreten Einzelfall.

Quellen: BFS GWR, AV: Bodenbedeckung
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Grünflächenanteil

Karteninhalt: Der Grünflächenanteil zeigt den prozentualen Anteil der Grünflächen in einer Bauzonen-Teilfläche oder im gesamten Baugebiet einer Gemeinde. Die Grün­flächen werden aus Orthofotos und LiDAR-Daten abgeleitet. Mit Hilfe des Normalized Difference Vegetation Index (NDVI) wird vitale, grüne Vegetation im Luftbild identifiziert und als Grün­fläche klassifiziert. Für die Erfassung der Vegetation am Boden werden in Bereichen mit Baum­kronen zusätzlich Orthofotos im unbelaubten Zustand verwendet. Dadurch kann die unter Bäumen liegende Vegetation besser erkannt werden. Methodisch bedingt wird trockene oder nicht vitale Vegetation unter Umständen nicht als Grün­fläche erfasst. Aufgrund der raster­basierten Auswertung und der begrenzten Boden­auflösung sind kleinere Ungenauig­keiten möglich. Je dunkler das Grün einer dargestellten Fläche, desto höher ist der Grünflächenanteil. Mit einem Klick auf eine Bauzonen-Teilfläche können Sie den exakten Anteil der Grün­fläche anzeigen – und weitere Informationen wie den Anteil und das Volumen der Baumkronen, den Anteil der Gebäude­flächen oder die Zonen­bezeichnung.

Erkenntnisse: Der Grünflächenanteil gibt Hinweise auf die Durch­grünung des Siedlungs­gebiets und auf die Verteilung von vegetations­bedeckten Frei­räumen innerhalb der Bauzonen. Hohe Werte weisen auf einen grossen Anteil an Gärten, Grün­räumen oder unver­siegelten Flächen hin. Tiefe Werte deuten auf stark überbaute oder versiegelte Bereiche mit wenig Vegetation hin. Die Karte kann genutzt werden, um Unterschiede zwischen Bauzonen­typen, Quartieren oder Gemeinden sichtbar zu machen und Potenziale für Aufwertung, Begrünung oder klima­angepasste Siedlungs­entwicklung zu erkennen.

Quellen: swisstopo Orthofoto 2024, LiDAR-Daten 2024, Bauzonenstatistik
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Baumkronenanteil

Karteninhalt: Der Baumkronenanteil zeigt den prozentualen Anteil der von Baum­kronen bedeckten Fläche in einer Bauzonen-Teilfläche oder im gesamten Baugebiet einer Gemeinde. Die Baum­kronen werden anhand von LiDAR-Daten ermittelt. Berück­sichtigt und als Baum­kronen bezeichnet wird dabei die gesamte Ausdehnung der Vegetation ab einer Höhe von drei Meter über dem Boden. Es werden keine Einzel­bäume ausgewiesen, sondern die gesamten, von Baumkronen bedeckten Flächen. Aufgrund der daten­basierten Ableitung und der räumlichen Auflösung sind kleinere Ungenauig­keiten möglich. Je dunkler das Grün einer dargestellten Fläche, desto höher ist der Baumkronenanteil. Mit einem Klick auf eine Bauzonen-Teilfläche können Sie den exakten Anteil der Baumkronen anzeigen – und weitere Informationen wie das Volumen der Baumkronen, den Anteil der Grün- und Gebäude­flächen oder die Zonen­bezeichnung.

Erkenntnisse: Der Baumkronenanteil gibt Hinweise auf die Verteilung und Dichte der Bäume innerhalb der Bauzonen. Hohe Werte weisen auf stark baum­bestandene Bereiche mit entsprechendem Schatten­potenzial und wesentlicher Bedeutung für das Lokalklima hin. Tiefere Werte sind Indikatoren für Gebiete mit wenig Baum­bestand und geringerer lokal­klimatischer Ausgleichs­wirkung. Die Karte kann genutzt werden, um Unterschiede zwischen Bauzonen­typen, Quartieren oder Gemeinden zu erkennen und Handlungs­bedarf sowie Potenziale für die Förderung von Bäumen im Siedlungs­raum zu identifizieren.

Quellen: swisstopo Orthofoto 2024, LiDAR-Daten 2024, Bauzonenstatistik
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Baumkronenvolumen

Karteninhalt: Das Baumkronenvolumen zeigt das Volumen der Vegetation beziehungsweuse der Baum­kronen im Baugebiet ab einer Höhe von drei Metern über dem Boden. Dargestellt wird pro Raster­zelle von 1 x 1 m das Vegetations­volumen in Kubik­metern. Die Grundlage bilden LiDAR-Daten, aus denen das Grün­volumen zunächst in Voxeln mit einer Auflösung von 1 x 1 x 1 m abgeleitet und anschliessend in ein zwei­dimensionales Raster mit 1 x 1 m Boden­auflösung überführt wurde. Der Wert jeder Raster­zelle entspricht dem Vegetations- bzw. Baumkronen­volumen ab drei Meter Höhe an diesem Standort. Als Raster­datensatz dient die Karte in erster Linie der flächigen Darstellung des Baumkronen­volumens innerhalb des Bau­gebiets. Je dunkler das Grün einer dargestellten Fläche, desto höher ist das Baumkronenvolumen.

Erkenntnisse: Das Baumkronenvolumen gibt einen räumlichen Eindruck davon, wo sich grössere und dichtere Baum­kronen im Bau­gebiet konzentrieren. Hohe Werte weisen auf voluminöse Vegetations­bestände hin, tiefe Werte auf geringes oder fehlendes Baumkronen­volumen. Die Karte eignet sich vor allem zur visuellen Einordnung der Verteilung des Baum­volumens im Siedlungsraum.

Quelle: LiDAR-Daten 2024

Altersstruktur (Anteil unter 20-Jährige / Anteil Erwerbstätige / Anteil Senioren)

Karteninhalt: Drei Darstellungs­ebenen zur Alters­struktur zeigen den prozentualen Anteil der Altersklasse an der ständigen Wohn­bevölkerung in einer Bauzonen-Teilfläche:

  • Anteil der unter 20-Jährigen
  • Anteil der Erwerbstätigen (20 bis 64 Jahre)
  • Anteil der Seniorinnen und Senioren (über 64 Jahre)

Beim Anteil der Erwerbs­tätigen wurden andere Klassen­grenzen gewählt, da in dieser Alters­klasse die separat erfassten 20-39-Jährigen und 40-64-Jährigen zusammen­gefasst sind. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist der Anteil der Altersklasse in diesem Gebiet. Flächen ohne Einwohner­innen und Einwohner sind schraffiert. Wenn höchstens vier Einwohner­innen und Einwohner in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Daten­schutz­gründen anonymisiert und grau dargestellt. Mit einem Klick auf die Bauzonen-Teilfläche in der Online Karte können Sie die exakten Anteile aller Alters­klassen anzeigen.

Erkenntnisse: Die Auswertung der Alters­strukturen zeigt die demografische Zusammen­setzung der Quartier­bevölkerung und gibt damit Hinweise auf mögliche zukünftige Entwicklungen. Beispiels­weise kann in einem Quartier mit hohen Anteil an Erwerbs­tätigen und Kindern tendenziell von weniger Wohnsitz-Änderungen ausgegangen werden als in Gebieten mit einem hohen Anteil an über 65-Jährigen (Generationenwechsel).

Quellen: BFS STATPOP, Bauzonenstatistik
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Mittlere Wohnfläche

Karteninhalt: Dargestellt wird die in der Bauzonen-Teilfläche durch­schnittlich pro Person beanspruchte Wohn­fläche im m². Die Wohnungs­fläche ist dabei laut Bundesamt für Statistik definiert als Total der Flächen sämtlicher Zimmer, Küchen, Koch­nischen, Bade­zimmer, Abstell­räume, Gänge usw. einer Wohnung. Die Summe dieser Wohnungs­fläche wird durch die Summe der Personen, die in der Wohnung leben, geteilt. Berück­sichtigt in der Summe der Personen sind dabei Personen der ständigen Wohn­bevölkerung, die in einer Wohnung ihren Haupt- oder Neben­wohnsitz haben. Über eine Bauzonen-Teilfläche wird schliesslich der Mittel­wert der Wohn­fläche pro Person ermittelt. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die mittlere Wohn­fläche pro Person. Flächen ohne Bewohner­innen und Bewohner sind schraffiert. Wenn höchstens vier Bewohner­innen und Bewohner in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Daten­schutz­gründen anonymisiert und grau dargestellt.

Erkenntnisse: Der wachsende individuelle Wohnflächen­anspruch ist ein wichtiger Treiber des zunehmenden Flächen­bedarfs. Aufgrund prognostizierter Entwicklungen wie Wachstum, Alterung und neuen Lebensformen werden in Zukunft noch mehr Haushalte von wenigen oder einzelnen Personen bewohnt werden (Klein­haushalte). Häufig sind diese Personen aufgrund des Wohnungs­angebots gezwungen, mehr Wohnfläche zu beanspruchen, als sie möchten oder müssten. Die Diskrepanz zwischen Wohn­raum­angebot (grössere Familien­wohnungen) und Nachfrage sollte planerisch angegangen werden. Bedarfs­gerechte Wohn­raum­angebote für die bereits ansässige Bevölkerung, die auch das Dorf­zentrum beleben könnten, ermöglichen, dass bestehende Gebäude (zum Beispiel Einfamilien­häuser) wieder vermehrt auf den Markt kommen.

Quellen: BFS GWS, Bauzonenstatistik
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Mittlere Anzahl Personen pro Wohnung

Karteninhalt: Die mittlere Anzahl Personen pro Wohnung – auch Belegungs­dichte genannt – zeigt die durch­schnittliche Haushalts­grösse in den vorhandenen Wohnungen einer Bauzonen-Teilfläche. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die durch­schnittliche Anzahl Personen pro Wohnung. Flächen ohne Bewohner­innen und Bewohner sind schraffiert. Wenn höchstens vier Bewohner­innen und Bewohner in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Daten­schutz­gründen anonymisiert und grau dargestellt.

Erkenntnisse: Die Belegungs­dichte gibt Hinweise darauf, ob spezifische Siedlungs­typologien und Wohn­zonen, die für bestimmte Gesellschafts­gruppen geplant und gebaut wurden, auch durch diese genutzt werden. Insbesondere in der flächen­intensiven Einfamilien­haus­zone (Wohnzone 2, KTCode 1121) ist in manchen Gebieten eine sinkende oder tiefe Belegung (zwei bis zweieinhalb Personen pro Wohnung) fest­stellbar, wo eine Wohnung ursprünglich drei bis vier Personen beherbergte.

Quellen: BFS GWS, Bauzonenstatistik
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Einwohnerdichte

Karteninhalt: Die Ebene der Einwohner­dichte zeigt die Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner dividiert durch die beanspruchte Bauzonen-Teilfläche in Hektaren. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die Einwohner­dichte. Wenn höchstens vier Einwohner­innen und Einwohner in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Daten­schutz­gründen anonymisiert und grau dargestellt. Bauzonen-Teilflächen ohne Einwohnerinnen oder Einwohner sind gelb schraffiert.

Schraffierte Flächen können nicht direkt mit unüberbauten Bauzonen gleich­gestellt werden: In eingeschränkten Bauzonen, beispiels­weise in Grün- und Freihalte­zonen, darf nicht oder nur eingeschränkt gebaut werden. Trotzdem werden diese Bauzonen bei der Nach­führung des Überbauungs­standes als überbaut klassiert, weil sie mit einer permanenten Nutzung belegt sind. Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen haben ebenfalls häufig keine Einwohnerinnen oder Einwohner, da diese Gebiete in der Regel nicht mit Wohn­gebäuden belegt sind.

Erkenntnisse: Die Einwohner­dichte ist neben der Bauzonen­statistik einer der wichtigsten Indikatoren zur Steuerung der quantitativen Innen­entwicklung. Zu beachten sind dabei insbesondere Wohn- und Misch­zonen (dargestellt mit Gelb- und Rot­tönen in der Ebene "Bauzonen"). Die Einwohner­dichte liefert Erkenntnisse über die bauliche Dichte von Gebieten und Quartieren. Gleichzeitig gibt sie Hinweise darauf, wo die Besiedelung oder Nutzung unter­durch­schnittlich ist und womöglich in einem schlechten Verhältnis zu den Infra­struktur­kosten steht.

Quellen: BFS STATPOP, Bauzonenstatistik
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Beschäftigtendichte

Karteninhalt: Die Beschäftigten­dichte zeigt die Summe der Vollzeit­äquivalente (VZÄ) dividiert durch die beanspruchte Bauzonen-Teilfläche in Hektaren. Für die VZÄ wird das Arbeits­stunden­volumen der Voll- und Teilzeit­beschäftigten in Vollzeit­stellen umgerechnet. Zum Beispiel ergibt eine 50 Prozent-Anstellung 0.5 VZÄ. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die Beschäftigten­dichte. Bauzonen-Teilfläche ohne Beschäftigte sind gelb schraffiert. Wenn höchstens vier VZÄ ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Daten­schutz­gründen anonymisiert und grau dargestellt.

Erkenntnisse: Die Beschäftigten­dichte gibt Hinweise auf Gebiete und Quartiere, in denen sich regelmässig viele Beschäftigte aufhalten. In diesen Gebieten ist unter anderem damit zu rechnen, dass abhängig von den Arbeits­zeiten und -randstunden stark schwankende Ansprüche an die Verkehr­sinfrastruktur, Versorgung etc. gestellt werden.

Quellen: BFS STATENT, Bauzonenstatistik
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Nutzungsdichte

Karteninhalt: Die Nutzungsdichte zeigt die Summe der Anzahl Einwohner­innen und Einwohner und der Beschäftigten (in VZÄ) dividiert durch die beanspruchte Bauzonen-Teilfläche in Hektaren. Je dunkler eine Fläche dargestellt ist, desto höher ist die Nutzungs­dichte. Bauzonen-Teilflächen ohne Einwohner­innen, Einwohner und Beschäftigte sind gelb schraffiert. Wenn höchstens vier Nutzende in einer Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen sind, werden diese Gebiete aus Daten­schutz­gründen anonymisiert und grau dargestellt.

In Bauzonen-Teilflächen, in denen entweder die Anzahl Einwohnerinnen und Einwohner oder die Anzahl der Beschäftigten unter der Daten­schutz­grenze (vier Einwohnende bzw. vier VZÄ) liegt, zeigt die Nutzungs­dichte den Wert, der nicht anonymisiert werden muss. Beispiel: Bei einer Wohnzone mit einer Fläche von einem ha, die lediglich drei VZÄ, aber 50 Einwohnerinnen und Einwohner aufweist, wird die Nutzungs­dichte mit dem Wert 50 dargestellt.

Erkenntnisse: Anhand der Nutzungs­dichte lässt sich identifizieren, welche Gebiete und Quartiere reine Wohn- oder Arbeits­gebiete sind und welche eine Mischfunktion erfüllen.

Quellen: BFS STATPOP, BFS STATENT, Bauzonenstatistik
Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Hinweise zu den Daten und zum Datenschutz

Die Kennzahlen werden jeweils pro Bauzonen-Teilfläche ausgewiesen. Für die Berechnung der Bauzonen-Teilflächen wird der Datensatz Nutzungs­planung: Grund­nutzung im Bauzonen- und Kulturland­plan ohne Verkehrs- und Gewässer­flächen (HNCode 18 bzw. KTCode 1629) verwendet. Die Bauzonen-Teilflächen werden nach Zonentyp (KTCode) und Überbauungs­stand (überbaut / nicht überbaut) zusammengefasst.

Die Kennzahlen zur demografischen Entwicklung basieren auf Daten des Bundesamts für Statistik (BFS):

Aus Datenschutzgründen dürfen die STATPOP-, STATENT- und GWS-Daten ausschliesslich in aggregierter Form dargestellt werden. Das heisst, Resultate mit weniger als 4 Beobachtungen sind entweder klassiert (Klasse: < 4 oder 1–3) oder binär (vorhanden/nicht vorhanden) darzustellen bzw. zu codieren. Im Datensatz, der für die Analyse­karten verwendet wird, sind deshalb sämtliche Resultate mit 1-3 Einwohnern oder Beschäftigten mit dem Wert -99 codiert/anonymisiert.

Für die Bauperioden und Gebäude­typen werden die Gebäude­grundrisse der amtlichen Vermessung (AV: Bodenbedeckung) mit den Informationen aus dem eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR) angereichert.