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Plätze, Strassen und Grünanlagen

Schlossbergplatz in Baden

Der Schlossbergplatz, zwischen Alt- und Neustadt, erhält durch den Stadtturm und andere historische Gebäude eine besondere Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Der stark frequentierte Platz ist heute primär ein Verkehrsknoten für Fussgänger, Velofahrer und die vielen Busse.

Mit der Neugestaltung aus dem Jahre 2009 ist der Platz, der früher den Charakter einer Verkehrskreuzung hatte und stark befahren war, zu einer Begegnungszone umgestaltet worden. Die aneinander gereihten Fassaden der Platzanlage ermöglichen einen grosszügigen Stadtraum mit hoher Flanierqualität. Durch die offene Platzgestaltung und die gegenseitige Rücksichtsnahme kommen alle Verkehrsteilnehmer konfliktfrei aneinander vorbei.

Einkaufsmöglichkeiten sowie Gastronomie fördern die Belebung des Platzes. Der Schlossbergplatz ist zu einem beliebten Aufenthaltsort für alle Altersgruppen geworden und wird zu jeder Tageszeit genutzt.

Situation, Bewertung und Nutzung

Luftbild mit rot markiertem Perimeter des Schlossbergplatzes in Baden.

Lage
Stadtzentrum zwischen Badstrasse, Altstadt und Theaterplatz

Verkehrsregime
Begegnungszone

Funktionen
Verkehrsplatz zwischen Alt- und Neustadt mit Verweilmöglichkeiten

Charakteristik
Der Platz ist als eine Fläche von Fassade bis Fassade in zurückhaltender Ausprägung gestaltet. Mit einzelnen Elemente ist der Raum gegliedert und konnten Aufenthaltsqualitäten geschaffen werden. Die Fläche ist als Mischverkehrsfläche organisiert.

Geschichte
Der historische Schlossbergplatz wurde in den 1960ern durch den Bau der stark frequentierten Bahnunterführung, zu einem verkehrsintensiven Platz. Zwischen 2008 und 2009 wurde das Gebiet zu einer Begegnungszone mit Fussgängerpassage und einen attraktiven Stadtraum umgestaltet.

Schematische Darstellung der Bewertung des Schlossbergplatzes in Baden nach der Gehl-Methode.

Der Platz ist eine völlig fliessende und transparente Komposition von verschiedenen Ebenen, Innen- und Aussenräumen, Aktivitäten und Nutzungen. Die hohe Anzahl von Menschen, die zu jeder Zeit den Platz nutzen, ist der Beweis für ein gutes Beispiel eines öffentlichen Raumes.

Die Personenaktivitäten auf dem Schlossberg- und dem Theaterplatz wurden zu verschiedenen Tageszeiten nach der Burano-Methode untersucht und aufgezeichnet. Die Aufnahmen geben Aufschluss über das Nutzerverhalten, Bedürfnisse und den Grad der Belebung.

Impressionen

Der Platz ist offen und ohne Randabschlüsse gestaltet. Nach dem "Shared Space"-Prinzip teilen sich Fussgänger, Velofahrer und die zahlreichen Busse die Fläche.
Sicht auf die Schlossbergpassage: Die Strasse wird vielseitig genutzt.
Bäume spenden Schatten, Bänke werden als Ruheort und Beobachtunspunkt genutzt.
Die Fassaden, Brunnen und Sitzelemente gliedern den Raum.
Die asymmetrische Anordnung der Sitzelemente ermöglicht es sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen, sich den Raum auf ihre Weise anzueignen.