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Immobilienprojekte

FutureLIEBEGG – Umbau und Erweiterung des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg

Mit dem Projekt FutureLIEBEGG plant der Kanton Aargau das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg in Gränichen AG umfassend zu erneuern und gezielt zu erweitern.

Die Luftbildaufnahme zeigt das Areal Liebegg mit allen Schulungsgebäuden, Gartenanlagen mit Bäumen.
@OVI Images GmbH, Baden

Der Kanton Aargau, einer der fünf grössten Agrarkantone der Schweiz, will das Landwirtschaftliche Zentrum Liebegg (LZL) in Gränichen als alleiniges Kompetenzzentrum für Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Ernährung weiter stärken und zukunftsfähig ausrichten. Die bestehenden Bauten, die überwiegend aus den Jahren 1956/57 stammen, entsprechen den heutigen räumlichen und betrieblichen Anforderungen nur noch teilweise. Gleichzeitig ist die Zahl der Lernenden stark angestiegen: Im Schuljahr 2025/26 besuchen 421 Lernende das LZL, obwohl die Anlage ursprünglich für 250 Lernende konzipiert war.

Steckbrief

Standort Gränichen
Besteller Departement Finanzen und Ressourcen (DFR)
Nutzer Landwirtschaft Aargau / Landwirtschaftliches Zentrum Liebegg
Generalplaner ARGE Schneider & Schneider Architekten / Kollektiv Marudo, Aarau
Bauzeit 2027–2031
Kosten Kreditkosten 9,17 Millionen Franken (Projektierungskredit)

Projektbeschrieb

Im Rahmen von FutureLIEBEGG werden auf dem Campus ein neues Schulgebäude, die Erneuerung des bestehenden Hauptgebäudes sowie des Schul und Praxisgartens realisiert. Dabei entstehen zusätzliche Lern- und Arbeitszonen, die Mensa wird erweitert und die bisherigen Nutzungen (Unterricht, Tagungszentrum, Beratung/Verwaltung) werden entflechtet. Für den Ausbildungs und Versuchsbetrieb (AVB) ist ein Ersatzneubau des alten Milchviehstalls geplant, der ausserdem ein automatisiertes Futterzentrum und Remisenflächen beinhaltet. Das historische Melkerhaus „Liebegg 7“ wird saniert und als künftiges Betriebsleiterhaus in die Gesamtentwicklung eingebunden.

Nachhaltigkeit

Die bestehenden Bauten werden bei bestmöglicher Schonung des Bestands energetisch saniert, um den Einsatz von Grauer Energie zu minimieren. Die Neubauten werden in Holzbauweise erstellt. Holz als nachwachsende Ressource schafft ein angenehmes Klima für Tier und Mensch. Der neue Milchviehstall ist als Umweltstall konzipiert und erfüllt sämtliche Tierwohl Standards. So können klimaschädliche Emissionen – insbesondere Ammoniak – um bis 70 % reduziert werden. Zur Artenförderung wird ausserdem grossen Wert auf eine besonders biodiverse Umgebungsgestaltung gelegt.

Luftbild Landwirtschaftlicher Gutsbetrieb mit Stallungen, Scheunen, Silos
@OVI Images GmbH, Baden

Mehr zum Thema

  • Planungskredit 2023: Der Regierungsrat bewilligte einen Kredit von 1,97 Millionen Franken für die Gesamtsanierung.
  • Projektierungskredit 2025: Der Grosse Rat genehmigte am 26. August 2025 einen Projektierungskredit inklusive vorgezogenem Ausführungskredit von Liebegg 7 von 9,17 Millionen Franken.
  • Baugesuch: Die Einreichung des Baugesuchs am 30. Juni 2026 bei der Gemeinde Gränichen markiert den nächsten Meilenstein.
  • Ausführungskredit: Die Entscheidung über den Ausführungskredit ist für den Winter 2026 vorgesehen.