Polizeikommando Trakt A Aarau
Steckbrief
| Standort | Aarau |
|---|---|
| Besteller | Departement Volkswirtschaft und Inneres (DVI) |
| Nutzer | Kantonspolizei Aarau |
| Generalplaner | "Aarebrücke", Itten + Brechbühl AG, Basel |
| Bauzeit | 2025–2027 |
| Kosten | Kreditkosten 44.07Millionen Franken (Bewilligung 25. April 2023) zuzüglich Teuerung |
Projektbeschrieb
Das PKO-Gebäude wurde seit der Erstellung 1985 laufend im rollenden Unterhalt gut instandgehalten. Der Betrieb konnte bisher unter entsprechend hohem finanziellen Aufwand sichergestellt werden. Nach mittlerweile 37 Jahren Betrieb sind jedoch viele Anlagen abgenutzt oder veraltet, so dass umfassende Erneuerungen notwendig sind. Um eine vorausschauende Planung zu gewährleisten, wurden zu den 245 bei Bezug geplanten Arbeitsplätzen auch Reserveflächen für Total 13 Reservearbeitsplätze eingeplant. Weitere 7 Arbeitsplätze können bis 2035 durch Arbeitsplatzverdichtung geschaffen werden.
Weitere Details
Mit der Gesamtsanierung wird ein Ersatz sämtlicher Haustechnikkomponenten HLKS und Elektro notwendig. Neben der Erneuerung der Haustechnik müssen die Nasszellen umfangreich Asbest saniert werden. Die bearbeitete Grundrissfläche beträgt rund 5'319 m2 Hauptnutzfläche. Im Zuge der Erneuerung des Innenausbaus werden für die neue Belegung auch erforderliche Nutzungsanpassungen vorgenommen. So muss zum Beispiel das Personalrestaurant "TimeOut" erneuert und auf die mit dem Neubau, Trakt C, vergrösserten Besucherzahlen erweitert werden. Im Weiteren wird das 3-Zonen-Sicherheitskonzept (Zutrittsteuerung in definierte Zonen) umgesetzt. Im Hinblick auf eine allfällige Schliessung des Bezirksgefängnisses in Aarau wurde der Zusatzbedarf des Bezirksgefängnisses im Polizeikommando erhoben. Die bisherigen 14 Zellenplätze müssen erweitert und auf 16 Plätze ausgebaut werden, darüber hinaus werden weitere Raumanpassungen in diesem Infrastrukturbereich notwendig. Die Empfehlungen der Nationalen Kommission für Verhütung von Folter (NKVF) sind berücksichtigt. Die Sanierung erfolgt unter Betrieb gestaffelt in 4 Etappen.
Nachhaltigkeit
Die Sanierung der Gebäudehülle wurde optimiert. Die Metallbauteile an der Fassade werden grösstenteils nicht ersetzt oder demontiert (ausser im 5. OG Gefängnisbereich). Die Fenster werden alle ersetzt. Das vorliegende Vorprojekt erfüllt die Vorgaben zur Zertifizierung nach dem Minergie®-Eco-Standard.
Photovoltaikanlage
Eine Photovoltaikanlage ist auf dem Aufbaudach und Flachdach vorgesehen. Im Bauprojekt wird die Disposition nochmals in enger Zusammenarbeit mit den Haustechnikern überarbeitet und weiterentwickelt. Die Dachbegrünung wird in diesem Zusammenhang ebenfalls geprüft und nach Möglichkeit kombiniert. Es wird eine Modulfläche von 400 m2 geplant mit einer maximalen Leistung der Photovoltaikmodule von ca. 80 kW. Daraus resultiert ein voraussichtlicher jährlicher Ertrag von ca. 65 MWh/a.
Hindernisfreie Bauten
Das Gebäude wird nach der SIA-Norm 500 "hindernisfreie Bauten" ertüchtigt. Vier entsprechende Parkplätze in der Tiefgarage und ein Aussenabstellplatz sind vorgesehen. Die Anforderungen entsprechen der Art und Weise der Gebäudenutzung für Bauten mit Arbeitsplätzen und öffentlich zugängliche Bauten.
Biodiversität
Wo Pflanzen ersetzt werden, handelt sich um standortgerechte und mehrheitlich einheimische Arten. Die Dachfläche mit der PV-Anlage soll mit regionalem Ansaat in Kombination mit Wildstaudenpflanzung begrünt werden. Die für die Baustelleninstallation genutzte Aussenraumfläche wird mit Bauvollendung unter Berücksichtigung von Kriterien der Biodiversität neugestaltet und bepflanzt.