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Resultate Wirkungskontrolle Schulhausplatz Baden

Ziel 5: Erhöhung des Fuss- und Veloverkehrsaufkommens

Der Veloverkehr nahm auf dem Schulhausplatz und in der Cordula-Passage zu. Erfreulich ist, dass die Velofahrenden den Schulhausplatz vermehrt unterirdisch queren. Die Anzahl der Fussgängerinnen und Fussgänger hat sich zwischen 2012 und 2020 kaum verändert.

Der Fuss- und Veloverkehr auf dem Schulhausplatz und in der Cordula-Passage wurde nach der Neugestaltung im September 2020 von Hand gezählt und mit Zahlen aus dem Jahr 2012 verglichen. Die Erhebungen fanden in den Hauptverkehrszeiten morgens zwischen 7 und 8 Uhr sowie abends zwischen 17 und 18 Uhr statt.

Veloverkehr

Das Gesamtaufkommen des Veloverkehrs in den beiden Spitzenstunden (Morgen- und Abendspitze) auf dem Schulhausplatz und in der Cordula-Passage nahm vom 2012 bis 2020 um knapp 60 Prozent zu. Zusätzliche, im Mai 2019 durchgeführte Erhebungen des Veloverkehrs in der Cordula-Passage weisen jedoch auf ein nicht ganz so starkes Wachstum seit 2012 hin (ca. 30 Prozent). Die hohen Veloverkehrszahlen im September 2020 könnten möglicherweise auch im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Covid 19-Pandemie auf das Mobilitätsverhalten stehen (Benutzung des Velos anstelle des öV).

Zwischen 2012 und 2020 ist insgesamt eine klare örtliche Verlagerung des Veloverkehrs zu vermehrt unterirdischen Querungen zu erkennen. Allein dort beträgt die Zunahme der Velos in der Morgenspitze 110 Prozent. Dieser Effekt entspricht grundsätzlich den Erwartungen. Im Gegensatz zu vorher erlaubt die Cordula-Passage nach der Neugestaltung die unterirdische Querung des Schulhausplatzes für den Veloverkehr in alle Richtungen. Vorher waren diverse unterirdische Querungen für fahrende Velos gesperrt. Dass dieses zusätzliche Angebot auch genutzt wird, überrascht nicht, ist aber auf jeden Fall erfreulich. Die Präferenz der unterirdischen Querung des Schulhausplatzes bestätigen auch die Ergebnisse der erwähnten Befragung der Velofahrenden in der Cordula-Passage.

Beim oberirdischen Veloverkehr wurde sowohl 2012 wie auch 2020 zwischen den Velos auf der Fahrbahn (Radstreifen) und den Velos, die den Schulhausplatz auf dem Fussgängerstreifen "Ländli" querten, unterschieden. Dabei fällt auf, dass damals wie heute relativ viele Velos den Fussgängerstreifen benutzen (fahrend und stossend). Das Bedürfnis nach einer oberirdischen, direkten und sicheren Querung für Velos an dieser Stelle ist also weiterhin vorhanden.

Fussverkehr

Das gesamthafte Fussverkehrsaufkommen auf und unter dem Schulhausplatz hat sich zwischen 2012 und 2020 kaum verändert. Auch die Verteilung zwischen ober- und unterirdischen Querungen ist im Grundsatz gleichgeblieben. Fussgängerinnen und Fussgänger queren den Schulhausplatz bevorzugt unterirdisch, was wohl in erster Linie damit zusammenhängt, dass oberirdisch nur eine Querungsmöglichkeit zur Verfügung steht (Fussgängerstreifen "Ländli"). Für sich alleine genommen hat der Fussgängerstreifen "Ländli" zwischen 2012 und 2020 eine Verdoppelung (+104 Prozent) der Fussgängerfrequenz in der Morgenspitze erfahren (siehe Abbildung 12). Aufgrund der im Vergleich mit den unterirdischen Fussgängerquerungen jedoch geringen absoluten Zahlen wirkt sich dieses Wachstum auf dem Fussgängerstreifen kaum auf die Entwicklung des Gesamtaufkommens des Fussverkehrs am Schulhausplatz aus. Dieses ist wie erwähnt zwischen 2012 und 2020 relativ stabil geblieben.