Ziel 4: Verkürzung der Wartezeiten an Fussgängerübergängen
Die Auswertungen der Wartezeiten für Fussgängerinnen und Fussgänger sind uneinheitlich und weisen tendenziell sogar auf längere Wartezeiten hin. Die verkehrliche Komplexität des Knotens Schulhausplatz sowie die Bevorzugung der öffentlichen Busse erlauben keine konstanten Verbesserungen für den Fussverkehr.
Die Verkürzung der Wartezeiten für den Fussverkehr an lichtsignalgesteuerten Querungen ist ein wichtiger Aspekt für die Schaffung von attraktiven Bedingungen für den Fussverkehr rund um den Schulhausplatz. Daher wurden 2012 und 2019 die Wartezeiten an den beiden Querungen "Ländli" und "Oberstadt" ausgewertet und verglichen.
Die Resultate zeigen ein relativ uneinheitliches Bild mit tendenziell sogar längeren Wartezeiten für die Fussgängerinnen und Fussgänger nach der Neugestaltung. Das entsprechende Ziel der Verkürzung der Wartezeiten konnte folglich nicht erreicht werden. Die Einstellung der neuen Lichtsignalanlage am Schulhausplatz ist aus Sicht aller Verkehrsteilnehmenden optimiert (Querungen des Fussverkehrs sowie die zu verarbeitenden Verkehrsmengen des MIV wie auch die Anzahl Kurse des öV). Die stärkere Priorisierung des Fussverkehrs (beispielsweise durch die Zuweisung von längeren oder häufigeren Grünzeiten) hätte unmittelbar negative Auswirkungen auf den MIV und damit insbesondere auch auf den öV zur Folge. Heute führt die konsequente Priorisierung des öV (Busanmeldungen) regelmässig zu Verschiebungen in den Umlaufzeiten zuungunsten des MIV wie auch des Fussverkehrs. Die Sicherstellung der Fahrplanstabilität für den öV hat höchste Priorität – dies auch gegenüber dem MIV und dem Fussverkehr. Unter diesen Vorzeichen ist eine konstante Verbesserung für den Fussverkehr aufgrund der verfügbaren Leistungsfähigkeit des Systems nicht möglich.