Aktuelles vom Klingnauer Stausee
Ob Beobachtungstipps, Informationen zu gefiederten Gästen oder geplante Veranstaltungen: Hier finden Sie vierteljährlich spannende und aktuelle Informationen rund um den Klingnauer Stausee.
Fauna
Brütende Flussseeschwalben
Vergangenen Herbst wurde auf Höhe des Bunkers von der Axpo ein Brutfloss für die Flussseeschwalben installiert. Von der Aussichtsplattform auf dem Bunker ist das Brutfloss mit einem Fernglas gut einsehbar. Zudem wird das Geschehen auf dem Brutfloss von Fachpersonen und einer Kamera überwacht. Das Brutfloss wurde von den Flussseeschwalben genau inspiziert und ein Paar zeigte alsbald Balzverhalten. Gegen Ende Mai war auf der Kamera dann tatsächlich ein brütender Altvogel im Kies zu sehen.
Die Brutzeit der Flussseeschwalbe beträgt 22 bis 26 Tage, wobei ein Gelege maximal drei Eier umfasst. Die Jungen sind Nestflüchter: Nur zwei Tage nach dem Schlüpfen verlassen sie bereits das Nest und suchen ein Versteck in der Nähe. Deshalb sind auf dem Brutfloss eine Art Hütten aufgestellt, die den Jungen Unterschlupf bieten. Nach 21 bis 27 Tagen sind die Jungen Flügge, sie werden aber bis zu sechs Wochen lang weiter von den Altvögeln gefüttert.
Flora
Botanische Raritäten
In der Uraue Gippinger Grien gibt es im Frühsommer gleich mehrere botanische Besonderheit zu bewundern: die Wasserfeder (Hottonia palustris), die Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris) und die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica). Während die Wasserfeder im Wasser selbst wächst, gedeihen die Sumpf-Wolfsmilch und die Sibirische Schwertlilie in den Riedwiesen. Beide mögen feuchte, aber eher nährstoffarme Böden. Mit ihren gelben und violetten Blüten verleihen sie der Riedwiese kontrastreiche Farbtupfer.
Wenn Sie auf die Suche gehen, denken Sie bitte an das Wegegebot. Die Besonderheiten können im Gippinger Grien jedoch problemlos vom Weg aus angeschaut werden.
Stausee
Neuer Rangerdienst im Einsatz
Seit Anfang Mai sind regelmässig Rangerinnen und Ranger am Klingnauer Stausee unterwegs. Sie informieren die Besuchenden über Aktuelles und Besonderheiten im Schutzgebiet und stehen für Fragen vor Ort zur Verfügung. Wenn nötig, weisen sie zudem auf die geltenden Regeln hin. Sie sind jeweils zu Fuss oder per Velo unterwegs und sind an der beige-grünen Uniform zu erkennen.
Der Rangerdienst Klingnauer Stausee ergänzt die bereits bestehende Reservatsaufsicht. Das Team besteht aus drei Fachpersonen, die vor allem zu den stark frequentierten Tages- und Jahreszeiten unterwegs sind. Der Rangerdienst Klingnauer Stausee wird im Auftrag des Departementes Bau, Verkehr und Umwelt vom BirdLife-Naturzentrum organisiert.
Den Frühling geniessen – mit Rücksicht
Was gibt es für Erholungssuchende Schöneres, als einen Ausflug an den Klingnauer Stausee! Die langen Sommertage locken viele Menschen (und Vierbeiner) an, dieses Naturparadies zu besuchen. Sie sind herzlich willkommen, aber bitte denken Sie daran, dass Sie sich in einem Eidgenössischen Wasser- und Zugvogelreservat aufhalten. Im Schutzgebiet gelten folgende Regeln:
- Ganzjährig Hunde-Leinenpflicht
- Wege nicht verlassen
- Wildtiere nicht füttern
- Grillfeuer nur an den dafür vorgesehenen Feuerstellen
- Campieren, Wassersport, Littering und Pflanzen pflücken verboten
Bitte beachten Sie auch die Infotafeln für zusätzliche Informationen zum Klingnauer Stausee. Die Wildtiere und die Natur danken für Ihre Rücksicht.
Veranstaltungen
Ferienangebote für Kinder
Auch während den Sommerferien lohnt sich ein Besuch am Klingnauer Stausee. Das BirdLife-Naturzentrum bietet für interessierte Kinder mit Begleitperson mehrere Entdecker-Nachmittage zum Eisvogel, der Ringelnatter oder den Libellen an. Kinder, die einen A-Wellen-Ferienpass besitzen, geniessen zudem gratis Eintritt ins Naturzentrum
Schillernde Flugkünstler
Wussten Sie, dass der Klingnauer Stausee nicht nur für die Vögel wichtig ist, sondern auch ein Hotspot der Libellen ist? Auf einer Exkursion rund um das BirdLife-Naturzentrum lernen Sie einige Arten und ihre Lebensweise näher kennen.