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Angebote für Schulklassen

Kinomagie – Filmvermittlung für Schulen im Aargau

Kinomagie – Visuelle Kunst & Film – 3. bis 9. Klasse, Sekundarstufe II

Zirkusdirektor und Kind in roten Uniformen gehen Hand in Hand über einen Platz zwischen Zirkuszelten.
© Julia Lemke / Flare Film

Kinomagie organisiert Kinovorstellungen für Schulen im Kanton Aargau mit einem Akzent auf die Filmbildung: Schülerinnen und Schüler sollen ein Gespür für das Medium Film von der Entstehung bis zur Auswertung entwickeln. Durch einer Filmfachperson erhalten Klassen einen vertieften Einblick in formale Aspekte wie Regie, Kamera, Sounddesign, Special Effects, Schauspiel, Drehbuch, Genre, Filmkritik, Produktion und Verleih. Schulvorstellungen können in den beteiligten Kinos während des ganzen Jahrs gebucht werden.

Die aktuellen Filme für Schulvorstellungen und Partnerkinos sowie Informationen für Lehrpersonen zur Anmeldung sind aufgeführt unter: www.kinomagie.ch

Neben den von Kinomagie empfohlenen Filmen können auch alle Filme aus dem Katalog von Trigon-Film und dem Angebot von Kinokultur in der Schule in den Kinos des Kinomagie-Netzwerks zu denselben Bedingungen gebucht werden. Auf der Website von Kinokultur sind Unterrichtsmaterialien zu verschiedenen Filmen online abrufbar.

Bezug zum Aargauer Lehrplan Volksschule

Je nach Film und dessen Inhalt werden unterschiedliche Kompetenzen abgedeckt. Das Angebot eignet sich zudem zur Stärkung der überfachlichen Kompetenzen und für die Bildung für Nachhaltige Entwicklung.

Detailinformationen

KinosFreier Film Aarau, Kino Aarau, Kino Trafo Baden, Kino Odeon Brugg, fricks monti Frick, Kino Mansarde Muri, Atelierkino TaB* Reinach, Cinema 8 Schöftland, Kino Cinepol Sins, Kino Orient Wettingen
Datennach Vereinbarung
Kosten/Dauer
  • Fr. 20.– pro Schülerin oder Schüler mit Filmfachperson (mit Impulskredit Fr. 10.–)
  • Fr. 10.– pro Schülerin oder Schüler ohne Filmfachperson (mit Impulskredit Fr. 5.–)
FahrtkostenBeteiligung möglich
Gruppengrössemindestens 2 Schulklassen
KontaktStephan Filati, Tel. 056 450 35 66, team@kinomagie.ch
Websitewww.kinomagie.ch

Interview mit Natascha Beller zu ihrem neuen Film "Plitsch Platsch"

Die direkte Demokratie ist ein zentraler Grundpfeiler der Schweiz, und es ist mir wichtig zu vermitteln, dass auch Kinder und Jugendliche etwas bewirken können, selbst wenn sie noch nicht stimmberechtigt sind.

Frau steht vor roter Wand blickt seitlich in Kamera.
© Maurice Haas
Natascha Beller

Der Film "Plitsch Platsch" wird im Rahmen des Vermittlungsangebots Kinomagie für Schulklassen in Aargauer Kinos gezeigt. Was hat dich daran gereizt, für ein junges Publikum zu erzählen?

Ich stelle mich gerne neuen Herausforderungen, und ein Familienfilm war für mich ein neues, spannendes Terrain. Was mich sofort begeistert hat, war das Drehbuch: eine kluge, berührende und gleichzeitig sehr unterhaltsame Geschichte über Freundschaft, die Kinder wie Erwachsene anspricht. Zudem sah ich beim Lesen sofort viele Möglichkeiten, die Geschichte kreativ und verspielt umzusetzen. Genau das ist es, was mich am Filmemachen besonders reizt.

Gleichzeitig war da auch der Wunsch, etwas zu machen, das ich meiner Tochter zeigen kann. Einen Film, der auf Augenhöhe mit Kindern erzählt wird, der sie ernst nimmt und in dem sie sich wiedererkennen können. "Plitsch Platsch forever!" vereint Herz, Humor, Haltung und eine visuelle Leichtigkeit, die richtig Spass macht.

Im Film will die Hauptfigur Pola die Badi retten, weil sie hofft, dass ihre beste Freundin dadurch zurückkommt. Was war dir besonders wichtig in der Darstellung von neuen Freundschaften, Zugehörigkeit und Gruppendynamik?

Zwei Mädchen sitzen in der Badi an einem Tisch und essen Pommes.
© Catpics AG

Mir war besonders wichtig, dass die Beziehungen zwischen den Figuren authentisch wirken, sodass sich möglichst viele Kinder in ihnen wiedererkennen können. Freundschaften entstehen nicht immer sofort – sie müssen sich oft erst entwickeln. Deshalb wollten wir zeigen, dass es sich lohnt, offen für neue Begegnungen zu bleiben, auch wenn es nicht gleich "auf den ersten Blick" passt.

Gleichzeitig war mir wichtig zu vermitteln, dass Zugehörigkeit unterschiedlich aussehen kann: Nicht jede Person muss Teil einer festen Gruppe sein, um dazuzugehören. Und nur weil man sich manchmal am Rand fühlt, bedeutet das nicht, dass man ausgeschlossen ist oder sich selbst abgrenzen muss.

Der Film wurde im Schwimmbad "Geren" in Birmensdorf (AG) gedreht. Was hat dich an dieser Aargauer Badi als Drehort besonders überzeugt?

Für die Wahl der Location gab es mehrere Anforderungen, die sich direkt aus dem Drehbuch ergaben: ein Sprungbrett, ein Zaun, Garderoben, ein Eingangsbereich usw. In Birmensdorf haben wir all das gefunden – mit Ausnahme eines pittoresken Restaurants, das wir jedoch problemlos durch einen Food Truck ersetzen konnten. Besonders überzeugt hat mich die Anlage durch die Fontaine im Wasser: Sie bringt Bewegung ins Bild und schafft einen spannenden visuellen Kontrast, insbesondere in den Momenten, in denen das Bad geschlossen ist.

Über Kinomagie können Lehrpersonen zu deinem Film ein begleitendes Gespräch mit einer Filmfachperson buchen. Welchen Mehrwert siehst du für Schulklassen in einer Besprechung mit einer Filmfachperson?

Zwei Mädchen stehen vor einer Wand und halten Schilder der Polizei in die Höhe.
© Catpics AG

Einen Film zu realisieren ist ein sehr komplexer Prozess und deutlich aufwändiger, als man auf den ersten Blick vermutet. Eine Besprechung mit einer Filmfachperson kann diesen Entstehungsprozess für SchüleriInnen und Schüler greifbar machen und ihnen zeigen, wie viele kreative und technische Entscheidungen hinter einem Film stecken.

Neben filmtechnischen Aspekten arbeite ich in meinen Filmen auch bewusst mit Zitaten und Anspielungen auf andere Werke. Wer diese erkennt, erhält einen zusätzlichen Einblick in die Filmgeschichte. In einem Gespräch können solche Ebenen gemeinsam entdeckt und eingeordnet werden.

Welche Themen und Fragen sollen Schulklassen idealerweise nach dem Kinobesuch in den Schulalltag mitnehmen?

Kinder in Kostümen tanzen vor einem Ladengebäude in einer Gruppe.
© Catpics AG

Ich fände es schön, wenn Lehrpersonen gemeinsam mit ihren Schulklassen darüber nachdenken, was sie in ihrer Gemeinde verändern möchten und ob sie dafür vielleicht sogar eine Petition starten könnten. Die direkte Demokratie ist ein zentraler Grundpfeiler der Schweiz, und es ist mir wichtig zu vermitteln, dass auch Kinder und Jugendliche etwas bewirken können, selbst wenn sie noch nicht stimmberechtigt sind.

"SAUVAGES – Tumult im Urwald": Der neue Film von Claude Barras im Fokus

Im Februar steht der neue Film "SAUVAGES – Tumult im Urwald" von Claude Barras, dem Regisseur von "MA VIE DE COURGETTE (Mein Lebens als Zucchini)" im Fokus. Lehrpersonen können Vorstellungen in den Partnerkinos buchen und erhalten umfangreiche Hintergrundinformationen, um den Film didaktisch aufzubereiten und in den Unterricht einzubauen.

Auf Wunsch können die Vorstellungen mit einem begleitenden Filmgespräch mit dem Regisseur oder einer der Animatorinnen oder Animatoren gebucht werden. Bei der Anmeldung kann der Wunschtermin frei gewählt werden. Wir bemühen uns, die Vorstellung in einem Kino in Ihrer Nähe zu organisieren.

Material für den Unterricht finden Sie hier: Unterrichtsmaterial "SAUVAGES – Tumult im Urwald" (PDF, 58 Seiten, 15,6 MB)

Filminhalt

Auf der Insel Borneo, nahe dem Regenwald, nimmt Keria auf der Plantage, auf der ihr Vater arbeitet, ein Orang-Utan-Baby auf. Zur gleichen Zeit sucht ihr Cousin Selaï bei ihnen Zuflucht vor dem Konflikt zwischen seiner Nomadenfamilie und den Holzfirmen. Gemeinsam trotzen Keria, Selaï und das Affenbaby, das auf den Namen Oshi getauft wurde, allen Hindernissen, um gegen die Zerstörung des Waldes zu kämpfen.

Ausschnitt aus einem Animationsfilm. Ein Kind und ein Affenbaby liegen im Bett unter einer Decke.
© FRENETIC FILMS
Ausschnitt aus einem Animationsfilm. Drei Figuren schauen wütend. Im Hintergrund ein abgerodeter Urwald.
© FRENETIC FILMS
Ausschnitt aus einem Animationsfilm. Berg mit einem Wasserfall.
© FRENETIC FILMS

Mehrwert für Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler

  • Filmbildung: Lehrpersonen werden in die Grundlagen der Filmvermittlung eingeführt.
  • Kulturelle Bildung: Schülerinnen und Schüler entdecken Film als Kunstform und Werkzeug zur Reflexion gesellschaftlicher Themen.
  • Kritisches Denken: Schülerinnen und Schüler analysieren die Themen und Botschaften des Films.

Erarbeitete Kompetenzen

  • Medienanalyse: Die Schülerinnen und Schüler erkennen filmische Gestaltungsmittel und deren Wirkung.
  • Themenbezogene Reflexion: Sie vertiefen ihr Verständnis von Umwelt- und Gesellschaftsfragen.
  • Kommunikationsfähigkeit: In Diskussionen üben sie das Argumentieren und Zuhören.

Angaben zur Produktion

Film: SAUVAGES – Tumult im Urwald

Dauer: 90 Minuten (Film) + 45 Minuten Diskussion

Sprache: Deutsch oder Originalversion Französisch mit deutschen Untertiteln

Regie: Claude Barras