Malen im Park
Museum Langmatt, Baden – Visuelle Kunst & Film – 3. bis 9. Klasse
Die Schülerinnen und Schüler malen draussen im Sonnenlicht und fangen die tagesaktuellen Farben ein, wie die französischen Impressionistinnen und Impressionisten im 19. Jahrhundert. Sidney und Jenny Brown waren von diesem modernen Stil begeistert und sammelten Werke von Pierre-Auguste Renoir, Paul Cézanne, Claude Monet und Camille Pissarro. Im Workshop analysieren die Schülerinnen und Schüler die Sammlungswerke und malen im Anschluss "en plein air" auf Staffeleien im Park des Museums Langmatt.
Bezug zum Aargauer Lehrplan Volksschule
- Die Schülerinnen und Schüler können Bilder wahrnehmen, beobachten und darüber reflektieren. (BG.1.A.2)
- Die Schülerinnen und Schüler können die Wirkung bildnerischer Grundelemente untersuchen und für ihre Bildidee nutzen. (BG.2.B.1)
- Die Schülerinnen und Schüler können die Wirkung bildnerischer Verfahren untersuchen und für ihre Bildidee nutzen. (BG.2.C.1)
- Die Schülerinnen und Schüler können Kunstwerke aus verschiedenen Kulturen und Zeiten sowie Bilder aus dem Alltag lesen, einordnen und vergleichen. (BG.3.A.1)
Detailinformationen
| Ort | Museum Langmatt, Baden |
|---|---|
| Daten | ab 19. Mai 2026, nach Vereinbarung |
| Kosten/Dauer | Fr. 200.– für 2 Stunden (mit Impulskredit Fr. 100.–) |
| Fahrtkosten | Beteiligung möglich |
| Gruppengrösse | 1 Schulklasse |
| Kontakt | Vera Horat, Tel. 056 200 86 73, horat@langmatt.ch |
| Website | www.langmatt.ch/schulklassen |
Interview mit Vera Horat, Kunst- und Kulturvermittlung Museum Langmatt
Im Interview gibt Vera Horat Einblick in das Angebot des Museum Langmatt und zeigt auf, was Schulklassen nach der zweijährigen Gesamtsanierung und der Wiedereröffnung des denkmalgeschützten Gebäudes am Samstag, 9. Mai 2026 und Sonntag, 10. Mai 2026, erwartet.
Zu einem Kunstwerk gehört mehr als die Abbildung des Motivs. Ein Gemälde hat eine Oberfläche, eine Beschaffenheit, eine definierte Farbigkeit und einen ausgewählten Ort im Museum.
Wie entstanden das Museum und die Sammlung Langmatt und warum sind sie heute noch relevant?
Sidney und Jenny Brown sammelten als Schweizer Pioniere von 1908 bis 1919 insbesondere französische Impressionisten. Die abgeschlossene Sammlung ist heute von enormem Wert und zählt zu den bedeutendsten impressionistischen Privatsammlungen Europas.
Der letzte Nachfahre, John Brown, vermachte das Erbe der Stadt Baden mit der Auflage, es der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine Stiftung wurde eingerichtet und 1990 öffnete das Museum Langmatt. Als historisches Ensemble, bestehend aus Villa, Sammlung und Park, ist die Langmatt eine Besonderheit in der Schweiz.
Sidney Brown war seit dem Gründungsjahr 1891 technischer Leiter der innovativen Firma BBC, heutige ABB. Hierin liegt ein enger Bezug zur Stadt Baden und zur Schweizer Industriegeschichte.
Das Museum Langmatt war von 2024 bis im Mai 2026 wegen einer Gesamtsanierung geschlossen. Was erwartet Schulklassen nach der Wiedereröffnung im Mai 2026?
Neu ist das Museum Langmatt ganzjährig geöffnet. Bei ungünstiger Witterung können Schulklassen ihre Znünipause im neuen Pavillon verbringen (sofern nicht anderweitig genutzt). Im Park dürfen sich Schulklassen und Familien am rekonstruierten «Kinder-Garten» mit Baumhaus und Spielgeräten erfreuen.
Die ehemalige Waschküche mit Fensterfront wurde für die Kunstvermittlung ausgebaut. Der grosszügige Raum mit historischem Lavabo bietet viel Platz für Schulklassen.
Das historische Ensemble bestehend aus Sammlung, Haus und Park, spiegelt sich in den Vermittlungsangeboten wider. Sowohl kunsthistorisch als auch industriegeschichtlich bietet das grossbürgerliche Anwesen im und um das ehemalige Wohnhaus der Familie Brown Spannendes zu erkunden.
Welche Vermittlungsangebote gibt es für Schulklassen im Museum Langmatt und welche Themen oder Kompetenzen des Aargauer Lehrplans lassen sich besonders gut erarbeiten?
Vor den Originalen im Museum Langmatt hat das genaue Schauen einen besonderen Reiz. Die bedeutenden Bilder sind am Ort der Entstehung der einmaligen Sammlung zu erleben. Die Workshops konzentrieren sich deshalb auf die Kompetenzbereiche "Wahrnehmung und Kommunikation" und "Kontexte und Orientierung", die sich im Atelier oder an der Staffelei im Kompetenzbereich "Prozesse und Produkte" festigen und vertiefen lassen.
Der neue Workshop "Malen im Park" bietet mit der Arbeit an der Staffelei ein Erlebnis "en plein air" wie zur Zeit der Impressionistinnen und Impressionisten, mit den entsprechenden Herausforderungen der Farberkennung und -mischung. Der historische Park lädt mit digitalen Vermittlungsangeboten zur weiteren Naturbeobachtung ein.
Wie unterscheidet sich das Arbeiten mit den Schülerinnen und Schülern im Museumspark vom Unterricht im Klassenzimmer?
Meisterwerke von Paul Cézanne, Claude Monet, Camille Pissarro und Pierre-Auguste Renoir können im Museum Langmatt aus nächster Nähe betrachtet und wahrgenommen werden. Zu einem Kunstwerk gehört mehr als die Abbildung des Motivs. Ein Gemälde hat eine Oberfläche, eine Beschaffenheit, eine definierte Farbigkeit und einen ausgewählten Ort im Museum. Das Interieur kann dabei helfen, die betrachteten Kunstwerke einzuordnen. Kronleuchter, Pendeluhren, chinesische Keramik, Möbel und vieles mehr gestalten die Räume und machen den Musemsbesuch zu einem bleibenden Erlebnis. Das primäre Ziel der Kunstvermittlung ist es, Begeisterung für die Kunst zu wecken und Inhalte spielerisch näher zu bringen. Eine der schönsten Rückmeldungen im Museum ist daher die Frage der Schülerinnen und Schüler: "Können wir da wieder hin?"