Hinweis:Hinweis
Weitere Vermittlungsangebote sind auf der Website des Stadtmuseums Aarau publiziert.
Stadtmuseum Aarau – Kulturgeschichte – 6. bis 9. Klasse
Im KI-Workshop "Promptlab: KI zwischen Kreativität und Klischee" erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, wo ihre Grenzen liegt und wie wichtig ein kritischer Umgang mit digitalen Inhalten und vermeintlichen "KI-Wahrheiten" ist. Mit eigenen Prompts erkunden die Schülerinnen und Schüler, wie künstliche Intelligenz stereotype Vorstellungen widerspiegeln kann. Sie entwickeln dabei auf spielerische Weise Strategien, um solchen Mustern bewusst entgegenzuwirken.
Weitere Vermittlungsangebote sind auf der Website des Stadtmuseums Aarau publiziert.
| Ort | Stadtmuseum Aarau |
|---|---|
| Daten | nach Vereinbarung |
| Kosten/Dauer | Fr. 210.– für 2 Stunden (mit Impulskredit Fr. 105.–) |
| Fahrtkosten | Beteiligung möglich |
| Gruppengrösse | 1 Schulklasse |
| Buchung | museum@aarau.ch |
| Kontakt | Annette Rutsch, Tel. 062 836 02 07, annette.rutsch@aarau.ch |
| Website | www.stadtmuseum.ch |
Der KI-Workshop "Promptlab: KI zwischen Kreativität und Klischee" macht Künstliche Intelligenz (KI) für Schulklassen ab der sechsten Klasse erfahrbar, indem sie unter Anleitung einer Guideperson viel selbst ausprobieren dürfen.
Ziel ist es, KI praktisch anzuwenden, die Funktionsweise zu verstehen und KI-generierte Resultate kritisch zu betrachten.
So befassen sich die Klassen zum Beispiel mit den Stereotypen, welche KI reproduziert, und entwickeln Strategien, diesen entgegenzuwirken. Neben der Analyse von KI-Bildern und praktischen Übungen mit generativer KI diskutieren die Klassen gesellschaftliche Auswirkungen des KI-Hypes und in welchen Bereichen die menschlichen Kompetenzen jenen der KI weiterhin voraus sind
Nach einer Einführung in KI, den historischen Entwicklungen und den Grundprinzipien generativer Algorithmen prüfen die Schülerinnen und Schüler KI-Bilder auf ihre Plausibilität. Sie reflektieren, welche Muster KI aus Trainingsdaten übernimmt. Gemeinsam mit der Guideperson wird diskutiert, wie solche Darstellungen Stereotype verstärken können, warum dies heikel ist und welche Möglichkeiten es gibt, dem entgegenzuwirken. Bis 1. März 2026 erfolgt dies direkt in der aktuellen Ausstellung "New Realities – wie KI uns abbildet". Darüber hinaus erfolgt der Einstieg in den KI-Workshop, der zum ständigen Schulangebot des Stadtmuseums Aarau gehört, mit aktuellem KI-Bildmaterial.
Im zweiten Teil des Workshops setzen die Schülerinnen und Schüler die Theorie praktisch um. Sie arbeiten mit KI-Tools, erstellen Bilder, Videos oder Musik und lernen, wie präzises Prompting (gezieltes Formulieren von Anweisungen für KI) die Ergebnisse beeinflusst. So wird erlebbar, dass KI zwar kreative Inhalte erzeugen kann, aber keine eigenen Erfahrungen macht und auf menschliche Vorgaben angewiesen ist. Beim Prompting von KI-Musik (Suno) erfahren die Schülerinnen und Schüler, welche Stereotypen sich hinter Musikrichtungen verbergen können, und üben mit gezielten Prompts, dagegen vorzugehen. Im Anschluss reflektieren und diskutieren die Jugendlichen über die Risiken von Fake-Inhalten, die Auswirkungen von generativer KI in der Gesellschaft, die Rolle der Tech-Giganten und welche ethischen Fragen wir uns bei der Verwendung von KI stellen müssen.
Die Schulklassen erwerben zentrale Medien- beziehungsweise KI-Kompetenzen: Sie verstehen, wie KI funktioniert, und lernen den Nutzen verschiedener Anwendungen (ChatGPT, Dreamstudio, Deepl, Suno und weitere) kritisch zu hinterfragen. Zudem schulen sie ihren Blick für KI-generierte Bildinhalte und erleben selbst, wo KI-Einsatz sinnvoll sein kann und wo nicht.
Der Workshop ist eine Weiterentwicklung eines bisherigen Angebots und wurde bereits fünfzig Mal erfolgreich durchgeführt. Nach einer Evaluation mit Lehrpersonen im Sommer 2025 wurden die Workshop-Inhalte auf die Bedürfnisse der Lehrpersonen angepasst.
Über die Autorin
Laura Schuppli, Kuratorin Digitales und Stellvertretende Leitung im Stadtmuseum Aarau, realisierte die Ausstellung "New Realities" und diverse KI-Vermittlungsangebote für verschiedene Zielpublika. Sie arbeitet seit 2017 im Stadtmuseum und widmet sich dort hauptsächlich digitalen Anliegen in den Bereichen Vermittlung, Ausstellung und Infrastruktur. Ihren universitären Hintergrund hat sie in Medienwissenschaft, Kunstgeschichte (BA) und Museumsvermittlung (MA).