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Angebote für Schulklassen

KI-Workshop Promptlab: KI zwischen Kreativität und Klischee

Stadtmuseum Aarau – Kulturgeschichte – 6. bis 9. Klasse

© Stadtmuseum Aarau, Foto: Patrick Besch

Im KI-Workshop "Promptlab: KI zwischen Kreativität und Klischee" erfahren die Schülerinnen und Schüler, wie Künstliche Intelligenz funktioniert, wo ihre Grenzen liegt und wie wichtig ein kritischer Umgang mit digitalen Inhalten und vermeintlichen "KI-Wahrheiten" ist. Mit eigenen Prompts erkunden die Schülerinnen und Schüler, wie künstliche Intelligenz stereotype Vorstellungen widerspiegeln kann. Sie entwickeln dabei auf spielerische Weise Strategien, um solchen Mustern bewusst entgegenzuwirken.

Bezug zum Aargauer Lehrplan Volksschule

  • Die Schülerinnen und Schüler können sich in der physischen Umwelt sowie in medialen und virtuellen Lebensräumen orientieren und sich darin entsprechend den Gesetzen, Regeln und Wertesystemen verhalten. (MI.1.1)
  • Die Schülerinnen und Schüler können Medien und Medienbeiträge entschlüsseln, reflektieren und nutzen (MI.1.2)
  • Die Schülerinnen und Schüler können sich an ausserschulischen geschichtlichen Bildungsorten zurechtfinden und sie zum Lernen nutzen. (RZG.7.1)
  • Die Schülerinnen und Schüler können Geschichte zur Bildung und Unterhaltung nutzen. (RZG.7.2)
  • Die Schülerinnen und Schüler können Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und Wissen in Medienbeiträge umsetzen und unter Einbezug der Gesetze, Regeln und Wertesysteme auch veröffentlichen (MI.1.3)
  • Die Schülerinnen und Schüler können Medien interaktiv nutzen sowie mit anderen kommunizieren und kooperieren (MI.1.4)

Detailinformationen

OrtStadtmuseum Aarau
Datennach Vereinbarung
Kosten/DauerFr. 210.– für 2 Stunden (mit Impulskredit Fr. 105.–)
FahrtkostenBeteiligung möglich
Gruppengrösse1 Schulklasse
Buchung museum@aarau.ch
KontaktAnnette Rutsch, Tel. 062 836 02 07, annette.rutsch@aarau.ch
Websitewww.stadtmuseum.ch

Hintergrundbericht

KI-Workshops für Schulklassen: Praxisnah KI-Medienkompetenz üben

Der KI-Workshop "Promptlab: KI zwischen Kreativität und Klischee" macht Künstliche Intelligenz (KI) für Schulklassen ab der sechsten Klasse erfahrbar, indem sie unter Anleitung einer Guideperson viel selbst ausprobieren dürfen.

Ziel ist es, KI praktisch anzuwenden, die Funktionsweise zu verstehen und KI-generierte Resultate kritisch zu betrachten.

Laura Schuppli Kuratorin Digitales und Stellvertretende Leitung im Stadtmuseum Aarau

So befassen sich die Klassen zum Beispiel mit den Stereotypen, welche KI reproduziert, und entwickeln Strategien, diesen entgegenzuwirken. Neben der Analyse von KI-Bildern und praktischen Übungen mit generativer KI diskutieren die Klassen gesellschaftliche Auswirkungen des KI-Hypes und in welchen Bereichen die menschlichen Kompetenzen jenen der KI weiterhin voraus sind

Überblick über Workshop-Inhalte

Nach einer Einführung in KI, den historischen Entwicklungen und den Grundprinzipien generativer Algorithmen prüfen die Schülerinnen und Schüler KI-Bilder auf ihre Plausibilität. Sie reflektieren, welche Muster KI aus Trainingsdaten übernimmt. Gemeinsam mit der Guideperson wird diskutiert, wie solche Darstellungen Stereotype verstärken können, warum dies heikel ist und welche Möglichkeiten es gibt, dem entgegenzuwirken. Bis 1. März 2026 erfolgt dies direkt in der aktuellen Ausstellung "New Realities – wie KI uns abbildet". Darüber hinaus erfolgt der Einstieg in den KI-Workshop, der zum ständigen Schulangebot des Stadtmuseums Aarau gehört, mit aktuellem KI-Bildmaterial.

Gruppe von Schülerinnen und Schülern steht in einem Ausstellungsraum vor Filmplakaten. Eine Schülerin im pinken Pullover erklärt etwas und zeigt auf ein Blatt mit Bildern in ihrer Hand.
© Stadtmuseum Aarau, Foto: Patrick Besch

Im zweiten Teil des Workshops setzen die Schülerinnen und Schüler die Theorie praktisch um. Sie arbeiten mit KI-Tools, erstellen Bilder, Videos oder Musik und lernen, wie präzises Prompting (gezieltes Formulieren von Anweisungen für KI) die Ergebnisse beeinflusst. So wird erlebbar, dass KI zwar kreative Inhalte erzeugen kann, aber keine eigenen Erfahrungen macht und auf menschliche Vorgaben angewiesen ist. Beim Prompting von KI-Musik (Suno) erfahren die Schülerinnen und Schüler, welche Stereotypen sich hinter Musikrichtungen verbergen können, und üben mit gezielten Prompts, dagegen vorzugehen. Im Anschluss reflektieren und diskutieren die Jugendlichen über die Risiken von Fake-Inhalten, die Auswirkungen von generativer KI in der Gesellschaft, die Rolle der Tech-Giganten und welche ethischen Fragen wir uns bei der Verwendung von KI stellen müssen.

© Stadtmuseum Aarau, Foto: Patrick Besch

Warum das "Promptlab" für Schülerinnen und Schüler wertvoll ist

Die Schulklassen erwerben zentrale Medien- beziehungsweise KI-Kompetenzen: Sie verstehen, wie KI funktioniert, und lernen den Nutzen verschiedener Anwendungen (ChatGPT, Dreamstudio, Deepl, Suno und weitere) kritisch zu hinterfragen. Zudem schulen sie ihren Blick für KI-generierte Bildinhalte und erleben selbst, wo KI-Einsatz sinnvoll sein kann und wo nicht.

Erprobt, weiterentwickelt und ins ständige Schulvermittlungsprogramm aufgenommen

Der Workshop ist eine Weiterentwicklung eines bisherigen Angebots und wurde bereits fünfzig Mal erfolgreich durchgeführt. Nach einer Evaluation mit Lehrpersonen im Sommer 2025 wurden die Workshop-Inhalte auf die Bedürfnisse der Lehrpersonen angepasst.

© Stadtmuseum Aarau, Foto: Patrick Besch

Über die Autorin

Laura Schuppli, Kuratorin Digitales und Stellvertretende Leitung im Stadtmuseum Aarau, realisierte die Ausstellung "New Realities" und diverse KI-Vermittlungsangebote für verschiedene Zielpublika. Sie arbeitet seit 2017 im Stadtmuseum und widmet sich dort hauptsächlich digitalen Anliegen in den Bereichen Vermittlung, Ausstellung und Infrastruktur. Ihren universitären Hintergrund hat sie in Medienwissenschaft, Kunstgeschichte (BA) und Museumsvermittlung (MA).