Hinweis:Hinweis
Der Workshop kann nach Absprache mit der Workshopleitung analog, digital oder in einer Hybridform durchgeführt werden.
Monica Cantieni – Literatur & Gesellschaft – 5. bis 9. Klasse, Sekundarstufe II
Mittels eines Inputs werden die Schülerinnen und Schüler sorgfältig in eine Szenerie eingeführt, in der sie den Rest des Projekts verbringen. Je nach gewählter Dauer des Workshops, entwickeln die Schülerinnen und Schüler im Plenum einen thematisch für sie anregenden Plot in einem Genre ihrer Wahl. Sie gestalten Figuren in Eigenregie und hauchen ihnen Leben ein. Der Plot wird danach in Szenen eingeteilt, welche die Schülerinnen und Schüler in Teams schreiben. Die Geschichte kann punktuell illustriert werden. Der Schreibprozess wird durch Diskussionen über die entwickelten Inhalte gestützt. Das Setting garantiert Identifikation und Reibung mit der Figur, in der die Schülerinnen und Schüler einen Perspektivenwechsel spielerisch und empathisch erleben und reflektieren. Dabei werden unterschiedliche Kompetenzen gefördert.
Der Workshop kann nach Absprache mit der Workshopleitung analog, digital oder in einer Hybridform durchgeführt werden.
| Ort | Schulhaus und / oder im Freien |
|---|---|
| Daten | nach Vereinbarung |
| Kosten/Dauer |
|
| Gruppengrösse | 1 Schulklasse |
| Kontakt | Monica Cantieni, Tel. 079 549 56 40, monica.cantieni@hispeed.ch |
| Website | www.monicacantieni.com |
Monica Cantieni gibt in ihrem Hintergrundbericht Einblick in ihren Workshop Alphabet Lab.
Als Schriftstellerin werde ich ab und zu gefragt, wie ich zu Dialogen und Geschichten komme. Ich antworte meist etwas einsilbig: Ich bin viele. Ich muss alle Figuren, die ich auf den Plan rufe, annehmen und gestalten. Ich muss verstehen, ich muss mich einfühlen, ich interagiere, ich integriere. Ich entschloss mich, dieses Ich-bin-viele-Setting Schulen und Universitäten als Lehr- und Lernerfahrung zur Verfügung zu stellen. Durch meine Arbeit bei SRF Schweizer Radio und Fernsehen kommt Medienverständnis hinzu und mit einem Master in Digital Management in London das Verständnis für Innovation und alles Digitale, vor allem für alles Menschliche darin. So entstand Alphabet Lab.
Alphabet Lab ist ein modularer Denk-Baukasten, der erlaubt, sich spielerisch und kreativ dem Erzählen zu nähern. Die Vorgehensweise fördert niederschwellig und stufengerecht Literalität, Integration, Empathie, Teamwork und Auftrittskompetenz. Er lässt sich digital, analog oder als Hybrid und auf Bedürfnisse der Schulen und Klassen zugeschnitten durchführen.
Mittels einer Form des Inputs (z.B. eines Zeitungsartikels) werden die Schülerinnen und Schüler sorgfältig in eine Szenerie eingeführt, in der sie den Rest des Projektes verbringen. Sie schreiben als eine Figur des Geschehens die Geschichte neu und zwar dialogisch. So entsteht ein Roman, Hörstück, Drehbuch oder eine Kurzgeschichte.
Das Setting garantiert die Identifikation und die Reibung mit der Figur. Die Rolle generiert ein Entdeckerparadies und bietet gleichermassen Schutz. Als Figur erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen Perspektivenwechsel spielerisch zu erleben und zu reflektieren.
Aus Rolle und Plot ergeben sich in natürlicher Weise Beziehungen. Ob in Hass, Freundschaft, Gleichgültigkeit oder Liebe untereinander verbunden, schreiben sie so tragfähige Texte, bei denen der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.
In Kurzlesungen wird das Erarbeitete szenisch gelesen, die Handlung mit der Klasse abgeglichen und schliesslich zu einem Ganzen zusammengeführt. Lehrpersonen erleben diese Arbeitsweise, in die sie eingebunden sind, erfahrungsgemäss als inspirierende Einsicht in innovative Lehrformen. Im Vorgespräch werden Spielvarianten (z.B. Einsatz von Lego, Webtools) und Fragen geklärt.
In einer Projektwoche entsteht eine Publikation oder die Inszenierung einer szenischen Lesung, eines Hörstücks oder Hörfilms vor Publikum (Zoom oder live). In einem Tag schreiben wir eine Kurzgeschichte oder eine Szene. Das Modul eignet sich auch, um es als Langzeitprojekt in den Deutschunterricht zu integrieren.
M. Cantieni