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Eine Illustration von mehreren Menschen, die alle ein Symbol für Ihren Beitrag halten - zum Beispiel ein Solarpanel, Recycling-Box oder ein Pflanze.
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Der Klimawandel betrifft uns alle. Alltagstauglichen Ideen zeigen, wie wir einen Beitrag zur Zielerreichung Netto-Null 2050 leisten können. Für Gemeinden steht eine Sammlung von Links zu Tools und Grundlagen zur Verfügung.

Alle sind vom Klimawandel betroffen – sei es es durch vermehrte Hitzetage und Wetterextreme, durch eine längere Pollensaison oder durch eine verkürzte Skisaison. Neben den Massnahmen, die von Bund, Kantonen und Gemeinden ergriffen werden, können wir als Bürgerinnen und Bürger einen Beitrag leisten. Die hier publizierten Ideen lassen sich in den Alltag integrieren oder zu Hause umsetzen. Die Sammlung bietet Tipps zu Alltagsthemen und wird kontinuierlich ergänzt. Lassen Sie sich inspirieren!

Zahlen und Fakten

Ums Haus

  • Mehr als ein Zehntel aller Einfamilienhäuser stehen im Aargau. Nur Zürich und Bern können das noch toppen (Arealstatistik 2013/2018).
  • Rund 70 Quadratkilometer Umschwung haben die Ein- und Mehrfamilienhäuser des Aargaus (Arealstatistik 2013/2018).
  • In der Schweiz haben sich seit der vorindustriellen Zeit die Jahresdurchschnittstemperaturen um ca. zwei Grad Celsius erwärmt, im gleichen Zeitraum hat sich die Anzahl der Temperaturextreme mehr als verdreifacht (Meteo Schweiz, 2022).
  • Vegetationsflächen, die gut mit Wasser versorgt sind, kühlen die Umgebung durch Verdunstung. Der Temperaturunterschied zwischen Städten und ländlicher Umgebung kann bis zu sieben Grad Celsius betragen und ist nachts am stärksten ausgeprägt (Gehrig et al., 2018).
  • Insgesamt besetzen die Ein- und Mehrfamilienhäuser im Kanton Aargau eine Fläche von rund 20 Quadratkilometer. Dieselbe Fläche findet sich auf deren Dächern wieder (Arealstatistik 2013/2018).
  • Rund 70 Prozent aller Mehrfamilienhäuser und rund ein Viertel aller Einfamilienhäuser haben ein Flachdach (Soukup, 2017).
  • Begrünte Flachdächer senken den Energieverbrauch im Haus, sie federn Starkregenereignisse ab durch ihre Speicherkapazität und sie sorgen durch die Verdunstungsleistung der Pflanzen für ein angenehmes Mikroklima im Sommer. Zudem bieten sie Lebensraum für einheimische Pflanzen und Tiere (Umweltberatung AT, 2022).
  • Auch Schrägdächer lassen sich begrünen, hier ist jedoch meist eine Solaranlage die erste Wahl.
  • Jeder dreizehnte Schweizer Parkplatz befindet sich im Kanton Aargau. Insgesamt verbrauchen sie dort rund fünf Quadratkilometer Land (Arealstatistik 2013/2018).
  • Die meisten Parkplätze sind asphaltiert. Der Asphalt verhindert, dass Wasser versickern kann, und er heizt sich bei Sonnenschein im Sommer auf bis zu 60 Grad Celsius auf (wetter.de, 2020).

Die Zahlen zur Raumnutzung in der Schweiz und im Aargau stammen vom Bundesamt für Statistik.

Unterwegs

  • Der Verkehr verursacht – ohne internationalen Flug- und Schiffsverkehr – einen Drittel der Treibhausgas-Emissionen der Schweiz.
  • In der Schweiz gibt es rund 4,7 Millionen Personenwagen.
  • Auf zehn Menschen im Aargau kommen fast sechs Autos.
  • Im Aargau beträgt die Fläche aller Parkplätze 508 Hektaren (Arealstatistik 2015/2016), der Grossteil ist durch Asphalt versiegelt.
  • Ein Mobility-Auto ersetzt elf Privatautos.
  • Die Produktion eines Kleinwagens verursacht rund 4 Tonnen CO2, diejenige eines Luxus-SUV rund sechs Mal mehr, also 25 Tonnen.
  • Bei der Verbrennung eines Liters Benzin (0.74 Kilogramm) bilden sich ca. 2,4 Kilogramm CO2.
  • Bei der Verbrennung eines Liters Diesel (0.83 Kilogramm) bilden sich ca. 2,7 Kilogramm CO₂, weil Diesel eine höhere Dichte hat als Benzin.
  • Der Durchschnittsverbrauch aller Automarken lag im Jahr 2020 bei 5,7 Liter Benzinäquivalent pro 100 Kilometer in der Schweiz.
  • Die Produktion eines Elektroautos verursacht mehr CO2 als die Produktion eines Autos mit Verbrennungsmotor, weil die Produktion der Batterie sehr energieintensiv ist. Dennoch sind die CO2-Emissionen eines Elektrofahrzeuges während eines ganzen Lebenszyklus deutlich niedriger als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.
  • Im Jahr 2021 sind 1,5 Prozent der 412'121 Personenwagen im Kanton Aargau Elektrofahrzeuge.
  • Dank der Umsetzung des kantonalen Radroutennetzes verfügt der Kanton Aargau heute über ein mehr als 900 Kilometer langes Velowegnetz.
  • Der Strom für den Bahnverkehr in der Schweiz kommt zum grössten Teil aus erneuerbarer Energie, weshalb die CO₂-Bilanz der Bahn fast 30 Mal besser ist, als diejenige des Privatverkehrs.

Zu Hause

  • Ein Viertel des gesamten CO2-Ausstosses der Schweiz geht auf das Konto des Heizens.
  • Rund 60 Prozent aller Wohngebäude im Kanton Aargau haben eine Öl- oder Gasheizung.
  • Mit einer Wärmepumpe anstelle einer Öl- oder Gasheizung lässt sich der CO2-Ausstoss um rund 90 Prozent senken. Kommt der Strom für den Betrieb der Wärmepumpe gänzlich aus erneuerbaren Energien sogar um 100 Prozent.
  • In der Stadt ist auch der Wärmeverbund eine gute Alternative zu Öl und Gas, auf dem Land das Heizen mit Holz.
  • Schon mit einer Reduktion um 1 Grad der Raumtemperatur reduziert sich der Energieverbrauch um rund sechs Prozent.
  • Durch die Substitution von Öl- und Gasheizungen durch Wärmepumpen sowie durch die Elektrifizierung des Verkehrs erhöht sich der Bedarf an Strom.
  • Mit seinen drei Kernkraftwerken produziert der Kanton Aargau rund 14 Terawattstunden Strom pro Jahr. Drei Terawattstunden Strom pro Jahr werden mit Wasserkraft produziert.
  • Atom- und Wasserkraft aus dem Aargau decken fast einen Drittel des gesamten Stromverbrauchs in der Schweiz.
  • Auf der anderen Seite verbraucht der Aargau rund 5 Terawattstunden Strom pro Jahr. 1,5 Terawattstunden gehen auf das Konto der Haushalte. Davon werden rund 65 Prozent in der Küche und zum Waschen verwendet.
  • Alle Solaranlagen in der Schweiz könnten heute drei Fünftel des Aargauer Strombedarfs decken. Das Potenzial auf und an Gebäuden ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft.
  • Der Kanton Aargau verfügt über Förderprogramme in den Bereichen Gebäudehülle, Haustechnik und grosse Photovoltaikanlagen. Kleine Photovoltaikanlagen werden durch den Bund gefördert.
  • Unter energieberatungAARGAU betreibt der Kanton Aargau eine zentrale Anlauf- und Auskunftsstelle zur Beantwortung von Fragen rund um den Energieverbrauch.

Für Gemeinden

Auch als Vertreterin oder Vertreter von Gemeinden können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, sei es als Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung oder als Politikerin. Auf der Seite Hilfsmittel und Instrumente für Gemeinden finden Sie Links zu Tools und Grundlagen, die Sie auf dem Weg zu Netto-Null in Ihrer Gemeinde unterstützen können.

Hilfsmittel und Instrumente für Gemeinden

Ideen für Privatpersonen